Gospel: Nach.Hören im Christentum

Quelle: Titel Montage ZIM Multimedia / stock.adobe.com - 197507521, 314306312, 197771940, 191453775

Der Gospelchor hat sich im Herbst 2003 aus einigen Mitgliedern der Katholischen Studierendengemeinde Potsdam heraus gegründet und zählt aktuell etwa 35 SängerInnen. Wenngleich der Chor an der katholischen Propsteigemeinde Peter und Paul angesiedelt ist, handelt es sich um eine überkonfessionelle und überreligiöse Singgemeinschaft. Wichtig sind dem Chorleiter die Freude am Gospel-Singen und die „Message“ dieser gesungenen „Frohen Botschaft“. Gospel ist gesungenes Evangelium, Ausdruck von Lebensfreude und Lebenseinstellung. Die Freude und Zuversicht der Lieder möchten die SängerInnen gerne an die Zuhörer weitergeben, aber auch sich selbst bereiten.

Der Chor hat sich zum Ziel gesetzt, mit dieser gesungenen „Frohen Botschaft“ auch ein wenig dazu beizutragen, dass Menschen, die Schmerzen oder Leid ertragen müssen, denen es vielleicht gerade nicht so gut geht, sich wieder etwas freuen können. So kommt immer die Hälfte des Erlöses der großen Jahreskonzerte einem karitativen Zweck zugute. Der Chor wird ehrenamtlich von seinem Gründer Daniel Bazant sowie Christophorus Laube geleitet und am Klavier von Alexander Finck begleitet. 

Nicht nur für die aktuelle Probenarbeit, sondern insbesondere für den Auftritt zur Veranstaltung „NACH.HÖREN“ muss der Chor coronabedingt völlig umdenken und umstellen. Anstatt in Gesamtstärke aufzutreten, was den eigentlichen Klangcharakter des Chores ausmacht, werden drei Kleinbesetzungen abwechselnd die Lieder zum Besten geben. 

Als Wurzel der heute weltweit verbreiteten Gospelmusik sind v.a. die afroamerikanischen Spirituals anzusehen, die eine in den USA mit Beginn der Sklaverei im 17. Jahrhundert entstandene christliche Liedgattung darstellen. Während die Spirituals meist Situationen aus dem Alten Testament beschreiben, die denen der Sklaven ähneln, haben die später entstandenen Gospelsongs meist Geschichten aus dem Neuen Testament zum Thema. Aber auch amerikanische Traditionals und sog. Work Songs hatten und haben den Gospel geprägt. Durch den späteren Einfluss von Jazz-, Soul- und Popmusik sind Gospels der Populärmusik rhythmisch und melodisch näher als die meisten Spirituals. So finden sich insbesondere in den USA immer wieder moderne Gospelsongs in den Music-Charts, nicht selten weit oben.

Der Potsdam Gospel Choir wird im Rahmen von „NACH.HÖREN“ dieser enormen Bandbreite von Gospel Rechnung tragen und akustische Einblicke in die Vielfalt dieser Spielart christlicher Musik bieten.
 

Hören ist nicht einfach eine andere Art der Reizverarbeitung. Hören ist ein anderer Weltzugang. Darum verwundert es nicht, dass es in vielen Religionen einen besonderen Stellenwert einnimmt: Sei es das Hören einer kunstvoll vorgetragenen Koranrezitation, eines stimmungsvollen Gospelchors, einer Kantillation der Tora oder das Lauschen der Stille in einer buddhistischen Meditation.


Bei der Tagung „Über.Hören – Die Klänge des Religiösen“ haben wir im vergangenen Sommer bereits aus physikalischer, film-, religions- und musikwissenschaftlicher Perspektive über das Hören gesprochen. Jetzt wollen wir bei den Musikabenden Nach.Hören selbst in die religiösen Klänge eintauchen.


Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: forum-religionen-kontextuni-potsdamde.

Gehalten von

Daniel Bazant und Potsdam Gospel Choir

Anmeldung

Ja

Veranstaltungsart

Konzert

Sachgebiet

Allgemein
Kommunikationswissenschaften
Kulturelle Begegnungsräume
Kulturwissenschaften
Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER)
Musikwissenschaften
Religionswissenschaft
Uni findet Stadt

Universitäts-/ Fachbereich

Philosophische Fakultät

Termin

Beginn
30.11.2021, 18:00 Uhr
Ende
30.11.2021, 20:00 Uhr
Teilnahme nur mit Impfzertifikat, Genesungsnachweis oder negativem Testergebnis.

Veranstalter

Forum Religionen im Kontext

Ort

Pfarrkirche St. Peter und Paul
Am Bassin 7
14467 Potsdam

Kontakt

Lukas Struß
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam

Telefon +49 331 977-3384