Meilenstein für mehr Kooperation in Forschung und Wissenschaft zwischen Brandenburg und Uttarakhand
Eine Delegation der Landesregierung von Uttarakhand und des Indian Institute of Technology (IIT) in Roorkee (Indien) unter der Leitung von Staatssekretär Dr. Ranjit Kumar Sinha und IITR-Direktor Prof. Dr. K.K. Pant, besuchte am 8. Januar den Potsdam Science Park und die Universität Potsdam, nachdem am Vormittag ein zwischenstaatliches Abkommen zwischen der Landesregierung von Uttarakhand (Indien) und dem Land Brandenburg unterzeichnet worden war.
Die Regierungen Indiens und Deutschlands haben eine gemeinsame Absichtserklärung zur Förderung der Zusammenarbeit in wichtigen Forschungs- und Bildungsbereichen abgegeben. Diese Initiative zielt darauf ab, die Beziehungen durch gemeinsame Forschung, politischen Dialog, Innovation und Kapazitätsaufbau mit Unterstützung von Partnern aus Wissenschaft und Industrie zu stärken. Zu den wichtigsten Elementen der Zusammenarbeit gehören die Einrichtung eines gemeinsamen Informations- und Qualifizierungszentrums, eines Industrieverbindungsbüros für indisch-deutsche Start-ups, gemeinsamer akademischer Programme und kultureller Austausch. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf mehrere wichtige Bereiche, darunter Katastrophenanalyse und Resilienz, Datenwissenschaft, Drohnen- und digitale Technologien, saubere Energie und neue Materialien. Es wird eine gemeinsame Task Force mit Vertretern beider Regionen gebildet, um vorrangige Bereiche der Zusammenarbeit zu identifizieren und einen Fahrplan für künftige gemeinsame Initiativen zu entwickeln. Die gemeinsame Absichtserklärung schafft die Voraussetzungen für eine verstärkte Zusammenarbeit, die Innovation, Resilienz und nachhaltige Entwicklung zwischen Indien und Deutschland fördert.
Die UP arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem IIT Roorkee zusammen. Es bestehen gemeinsame Forschungsinteressen, insbesondere in den Umweltwissenschaften und der Gefahrenforschung, die vor einigen Jahren zur Zusammenarbeit innerhalb der Forschungsgruppe „NatRiskChange“ geführt haben. Darüber hinaus arbeiten Forscher beider Einrichtungen im Rahmen des umweltwissenschaftlichen Projekts Co-PREPARE eng zusammen, um Naturgefahren und die damit verbundenen Risiken in Europa und im Himalaya besser einschätzen zu können. Künftig wollen die beiden Forschungsinstitute noch enger zusammenarbeiten und ihre Kooperation auf weitere Disziplinen und Themen ausweiten. Geplant ist auch ein intensiverer Austausch im Bereich des Wissens- und Technologietransfers, in dem sowohl das IIT Roorkee als auch die Universität Potsdam national führend sind.
„Unsere langjährige Zusammenarbeit mit dem IIT Roorkee wird nun auf die Landesebene ausgeweitet und bezieht weitere Einrichtungen in Brandenburg mit ein. Dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie fruchtbare bilaterale Partnerschaften sich weiterentwickeln und eine ganze Region positiv beeinflussen können“, sagte der Präsident der Universität Potsdam, Prof. Dr. Oliver Günther.
Forscher aus Potsdam aus den Bereichen Chemie (Hybrid-Nanostrukturen), Naturkatastrophenforschung und Informatik nahmen an den Gesprächen teil, um Möglichkeiten für zukünftige Projekte in anderen Disziplinen zu erörtern.
Das 1847 gegründete Indian Institute of Technology (IIT) in Roorkee, Indien, wurde 2001 Mitglied der renommierten IIT-Gruppe und ist heute eine der besten technischen Universitäten Indiens. Seit 2020 arbeiten Forscher beider Universitäten zusammen, z. B. im Forschungsprojekt „Co-PREPARE“ zur Analyse, Bewertung und Vorhersage von Naturrisiken in der Himalaya-Region, das auf deutscher Seite vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert wird. Einer der Initiatoren von „Co-PREPARE“ ist ein indischer Doktorand aus der Forschungsgruppe „NatRiskChange“ an der Universität Potsdam, der heute Professor am IIT Roorkee ist.
