Demenz

Demenzielle Erkrankungen sind neurodegenerative Erkrankungen des Gehirns, bei denen es zu voranschreitenden Einschränkungen kognitiver Funktionen wie z.B. Gedächtnis, Orientierung und Sprache kommen kann. Ein gradueller Rückgang, vor allem der sprachlichen Teilfähigkeiten, ist z.B. kennzeichnend für die Primär Progressive Aphasie (PPA).

Aufgrund des zu erwartenden progredienten Verlaufs müssen in Bezug auf die therapeutischen Interventionen und die Wirksamkeitsprüfung ergänzende Methoden zu den sprachtherapeutischen Vorgehensweisen bei nicht-progredienten Erkrankungen (z.B. Aphasie nach Schlaganfall) entwickelt werden. Daher beschäftigt sich ein Teilprojekt mit der Frage, welche Modifikationen bei bestehenden Interventionen erforderlich sind, damit noch vorhandene sprachliche Fähigkeiten möglichst lange aufrecht erhalten werden können. Mitunter sind auch proaktive Herangehensweisen sinnvoll, durch die z.B. kompensatorische Maßnahmen und unterstütze Kommunikation (UK) frühzeitig angebahnt werden. 

Kooperationen bestehen mit dem Zentrum für angewandte Psycho- und Patholinguistik Berlin (ZAPP Berlin) und dem Ernst-von-Bergmann Klinikum in Potsdam. Eines der Teilprojekte wird gefördert durch die Gesellschaft von Freunden des Zentrums für angewandte Patholinguistik e.V.

Ergebnisse und Beiträge

Bethge, A., & Stadie, N. (2018). Semantic complexity in the treatment of naming deficits in Alzheimers´s  disease. Posterpräsentation an der XIX Science of Aphasia (SOA), Venedig, Italien.

Dralle, J., Hausmann, N., & Stadie, N.  (2014). Unterstützte Kommunikation mit Tablet-PC Therapie bei primär progressiver Aphasie. Posterpräsentation, Jahrestagung der Gesellschaft für Aphasieforschung und –behandlung (GAB), Freiburg, Deutschland.