Zum Hauptinhalt springen

IT-Support mit Herz – Ein Arbeitstag mit dem Auszubildenden Hagan Max Schneider

Zum Jahresende 2025 könnte sich der Arbeitsalltag für Hagan Max Schneider einmal mehr ändern. Dann endet seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration an der Universität Potsdam, die er aufgrund seiner guten Leistungen vorzeitig abschließen kann. Wie es dann weitergeht, wird sich zeigen. Doch nach all den Einblicken, die der Auszubildende inzwischen erhalten hat, sagt er ganz deutlich: „Hier habe ich meinen Traumjob gefunden – und es wäre klasse, wenn ich ihn auch in Zukunft an der Uni Potsdam machen könnte.“ Hagan Max Schneider ist seit 2023 in den verschiedenen Teams im Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement (ZIM) tätig gewesen. Ein „typischer Arbeitstag“ sah für ihn mit jedem Teamwechsel anders aus – doch „das tägliche Brot ist es eigentlich überall, den Mitarbeitenden der Uni zu helfen. Meistens bei technischen Fragen“, erklärt Schneider. In vielen Fällen konnte er bereits mit reichlich Vorwissen loslegen und direkt unterstützen. Die Vielfalt der Aufgaben in den Teams reizt Hagan Max Schneider besonders an seiner Arbeit. Im Team für Support und Servicedesign ist er einer der zentralen Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Angebote des ZIM.

08:00 Uhr

Sein Arbeitstag startet meistens im Büro, wo er sich regelmäßig mit dem Team austauscht. Ohne „Tickets“ läuft nichts im ZIM. So ist der Blick in das System, in dem Anfragen der Kunden – also der Mitarbeitenden der Uni Potsdam – gesammelt werden, die erste Amtshandlung des Tages. „Jede Anfrage landet quasi erst einmal in einem großen virtuellen Trichter und wird dort gefiltert, also je nach Themengebiet bearbeitet. Das sieht zwar aus wie Wikipedia vor der Jahrtausendwende, funktioniert aber super. Hier schaue ich jeden Tag mehrmals rein.“ Je nach Anfragevolumen plant und strukturiert Hagan Max Schneider anschließend seinen Tag und erstellt sich dafür einen eigenen Plan mit To-do-Liste, die er am liebsten ganz „analog“ abhakt. „Tatsächlich halte ich viele meiner Aufgaben gern handschriftlich fest – so merke ich sie mir am besten, trotz aller sonstigen digitalen Tools, die ich täglich nutze. Meine Lernmittel sind zu 99 Prozent Karteikarten.“

10:00 Uhr

Den Vormittag über ist das Team oft dort im Einsatz, wo gerade irgendetwas nicht mehr richtig funktioniert oder neu eingerichtet werden muss. Freundlich, aufmerksam und fleißig unterstützt der Auszubildende das Team dabei und lässt sich auch von vermeintlich „langweiligen“ Routine-Jobs nicht die Laune verderben. Eine klassische Aufgabe ist es, PCs und Laptops einzurichten und Termine für ihre Abholung und den Aufbau zu vereinbaren. Muss einmal ein Dutzend neue Rechner eingerichtet werden, stehen diese fein säuberlich aufgereiht und werden im routinierten Durchlauf geupdatet. „Eigentlich ist es immer so, dass irgendwo ein Laptop steht, der gerade eingerichtet wird. Zum Teil müssen wir sie dann richtig auseinandernehmen. Das ist auch mal ganz praktische Arbeit, die für Abwechslung sorgt.“

12:00 Uhr

Der kollegiale Austausch hat im Team einen großen Stellenwert, wozu das Mittagessen, aber auch ein gemeinsames Frühstück zum Ende jeder Woche gehören. In der zweiten Tageshälfte ist Hagan Max Schneider oft auf Support-Tour oder hilft der „Laufkundschaft“. Nicht selten steht jemand spontan in der Tür, hat eine Frage oder ein dringendes Anliegen. „Manchmal stellen wir vor Ort fest, dass nur ein Stecker nicht dort ist, wo er sein sollte. Dann ist die Lösung natürlich schnell und einfach“, sagt Schneider und lächelt. Das Wichtigste ist stets, den reibungslosen Ablauf des Uni-Alltags sicherzustellen. Daran hängen diverse Systeme wie Outlook, VPN oder Fileboxen, für die er Anleitungen erstellt oder per E-Mail, Zoom, telefonisch oder vor Ort Hilfestellung gibt, wenn es mal irgendwo „klemmt“.

14:00 Uhr

Obwohl Hagan Max Schneider noch Auszubildender ist, darf er ein zentrales System als Administrator betreuen: den Baramundi-Kiosk. Mithilfe dieses Tools wird die gesamte Software auf den PCs der Zentralen Verwaltung gemanagt. So startet Hagan Max Schneider beispielsweise per Fernzugriff ein Update auf einem anderen Rechner, überwacht seinen Verlauf und erfolgreichen Abschluss. „Ich bin ein fleißiger Mensch, bereite gern vor und nach. Da genieße ich großes Vertrauen, weswegen ich viel eigenständig arbeiten darf und kann“, erklärt er. Oft steht auch noch die Arbeit an Abschlussprojekten, die Projektdokumentation oder die Einrichtung eines sogenannten Medientisches auf dem To-do-Zettel, bevor er zufrieden in den Feierabend geht. Das nächste Ticket wartet schon.

 

Mehr zu Berufsausbildungen an der Universität Potsdam: https://www.uni-potsdam.de/de/bausbildung/index

Dieser Text erschien im Universitätsmagazin Portal - Zwei 2025 „Demokratie“.