Flotte der Campusräder vergrößert – Konzept der Patenschaften hat sich bewährt und wird fortgesetzt

Das Bild zeigt zwei Frauen auf Fahrrädern auf dem Campus Am Neuen Palais
Foto : Matthias Zimmermann
Das Radfahren ist an der Universität Potsdam eine beliebte Alternative zu Bus und Bahn geworden.

Um mehr Dienstwege mit dem Rad erledigen zu können, hat die Universität Potsdam vier weitere Campusräder angeschafft. Damit stehen den Beschäftigten jetzt insgesamt 18 Fahrräder für das Pendeln zwischen den Standorten und für Außer-Haus-Termine zur Verfügung. Sie können während der Arbeitszeit kostenfrei ausgeliehen werden, um auf die Fahrt mit PKW, Bus oder Bahn zu verzichten. Acht der Fahrräder gibt es am Neuen Palais, fünf in Golm, zwei in Griebnitzsee, zwei in der Maulbeerallee und eins in Rehbrücke. Das Projekt ist nicht nur Teil des Klimaschutzkonzepts der Universität Potsdam, sondern soll auch der Gesundheit dienen.

Das Besondere am System der Potsdamer Campusräder ist, dass sie bei sogenannten Fahrradpaten „unterstehen“, bei denen sie auch ausgeliehen werden können. „Das funktioniert ausgezeichnet“, sagt Karin Sumpf, die als Managerin das Projekt seit zwei Jahren betreut. „Die Pilotphase lief sehr erfolgreich. Besonders häufig wurden die Räder auf den Strecken Golm–Maulbeerallee und Neues Palais–Golm genutzt“, berichtet sie und merkt an, dass es dieses Dienstfahrradmodell mit Patenschaften bundesweit nur an der Uni Potsdam gibt. „Aus unserem ursprünglichen Problem, eine koordinierende Stelle zu finden, haben wir eine Tugend gemacht: Beschäftigte engagieren sich und lernen sich obendrein besser kennen.“
Wer ein Fahrrad ausleihen möchte, meldet sich einfach beim zuständigen Paten und vereinbart einen Abholtermin. Zusätzlich zum Drahtesel erhält jeder einen Helm und ein Hygienenetz. Und schon geht es los.

Bis Dienstschluss muss das Rad zurück sein. Damit auch wirklich immer alles rollt, kümmert sich eine Firma um die Wartung der Zweiräder. Zweimal im Jahr kommen sie auf den Prüfstand. Und wenn es doch mal ein Problem gibt, schreiben die Paten einfach eine Mail an campusrad@uni-potsdam.de Alles weitere regelt eine Benutzerordnung, die auf der Webseite des Campusräder-Projekts zu finden ist. Dort sind alle wichtigen Informationen zusammengestellt: Die Kontaktdaten der Fahrradpaten, Lagepläne, Hinweise zur Ausleihe, Nutzung und Rückgabe der Fahrräder und sogar ein Fahrtenbuch für die Paten stehen zum Download bereit. Außerdem finden dort diejenigen Antworten, die selbst Paten werden wollen.

Das Radfahren ist an der Universität Potsdam eine beliebte Alternative zu Bus und Bahn geworden. Nicht nur am Campusradprojekt, sondern auch an anderen Aktionen wie „Mit dem Rad zu Arbeit“ oder „Stadtradeln“ nehmen jedes Jahr mehr Uni-Beschäftigte teil. „Mit den zusätzlichen Campusrädern besteht jetzt noch häufiger die Möglichkeit, allein oder in der Gruppe eine Dienstfahrt an frischer Luft zu unternehmen“, sagt Karin Sumpf. Besonders in Pandemiezeiten sei dies eine kontaktarme und gesunde Art der Fortbewegung. „Und man steht weder im Stau, noch erlebt man eine Störung am Gleis und kommt zu spät“, so die Projektmanagerin, die auch die Sicherung der Räder im Blick hat. Als im vergangenen Herbst für alle interessierten Radlerinnen und Radler an der Uni in Kooperation mit der Polizei eine Kodierungsaktion stattfand, hat sie gleich auch die Campusräder registrieren lassen. Die Nachfrage bei den Uni-Angehörigen sei übrigens so groß gewesen, dass eine solche Kodierungsaktion im kommenden Frühjahr wiederholt werden soll.

Webseite des Projekts „Campusräder“

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Agnes Bressa

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