Golden Books – Open-Access-Bücher im Universitätsverlag

Neues aus dem Universitätsverlag Potsdam zur Open Access Week 2020
Das gedruckte Buch – gerade für viele Geisteswissenschaftler noch immer der krönende Abschluss einer Forschungsarbeit. Im Univerlag kein Problem. | Foto: Universitätsverlag
Quelle: Universitätsverlag
Das gedruckte Buch – gerade für viele Geisteswissenschaftler noch immer der krönende Abschluss einer Forschungsarbeit. Im Univerlag kein Problem.

Mitglieder der Universität Potsdam haben die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Publikationen im Universitätsverlag zu veröffentlichen. In der Rubrik „10 Fragen für ein Buch“ beschreiben Autorinnen und Autoren sowie Herausgeber und Herausgeberinnen ihre Erfahrungen zur Veröffentlichung im Universitätsverlag Potsdam und erzählen, warum sie sich für den sogenannten „goldenen Weg“, eine Erstveröffentlichung als Open-Access-Monographie, entschieden haben.

Wie etwa Cuauhtémoc Pérez Medrano, der 2019 seine Dissertation über die Metapher der Insel im Univerlag publiziert hat: „Das Studium an der Universität Potsdam war eine großartige Erfahrung – als Student und als Dozent. Die Möglichkeit der Veröffentlichung im Universitätsverlag Potsdam gibt mir den Vorteil, weiterhin mitzuwirken. Heute leben wir in einer hyper-vernetzten Welt, sodass Open Access ein Werkzeug auf der ganzen Welt ist, von dem insbesondere Studierende und Forschende profitieren können.“

Oder aber wie Andreas Antić, dessen Doktorarbeit zur Aktualität des demokratischen Experimentalismus von John Dewey 2018 im Univerlag erschien: „In meiner Arbeit argumentiere ich explizit für das Prinzip des öffentlichen und unentgeltlichen Zugangs zu wissenschaftlicher Literatur. Das steht in einem engen Zusammenhang mit dem partizipatorischen Demokratiemodell des demokratischen Experimentalismus. Daher stand für mich außer Frage, dass eine Veröffentlichung meiner Arbeit nur unter den Bedingungen von open access erfolgen kann. Ich hatte Angebote von verschiedenen Verlagen vorliegen und war schnell ernüchtert von den hohen Kosten, die andere Verlage allein für open access zusätzlich aufrufen. Für den Potsdamer Universitätsverlag ist open access eine Selbstverständlichkeit. Deshalb fiel mir die Wahl am Ende nicht schwer.“

Das Veröffentlichen von Monografien ist insbesondere in den Geisteswissenschaften essenziell, da zumeist keine reine Ergebnispräsentation der Forschungsergebnisse im Vordergrund steht. Um Monografien Open Access publizieren zu können, müssen zumeist andere Probleme als im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich überwunden werden – wie etwa die Finanzierung, die mit den oft geringeren Budgets im geisteswissenschaftlichen Bereich schwer zu decken ist. Vom Publikationsfonds profitieren Monografien bislang leider nicht. Die Universität Potsdam gewährt jedoch Publikationszuschüsse über die Potsdam Graduate School (PoGS) und trägt damit dazu bei, finanzielle Barrieren zu überwinden.

Der Universitätsverlag Potsdam bietet Mitgliedern der Universität die Möglichkeit, ihre Publikationen online und gedruckt (hybrid) oder nur online zu veröffentlichen. Die Betreuung bei einer Veröffentlichung im Universitätsverlag umfasst neben der Beratung zu Open Access den gesamten Weg von der Einreichung des vorlektorierten Manuskripts über das Lektorat bis hin zum fertigen Buch.

Felix Will, Universitätsbibliothek
Kontakt: verlaguni-potsdamde

Weiterführende Informationen:

https://www.uni-potsdam.de/de/presse/aktuelles/zehn-fragen-fuer-ein-buch.html
https://www.ub.uni-potsdam.de/de/publizieren/open-access-publizieren/finanzielle-foerderung/publikationskostenzuschuss-der-pogs
https://www.ub.uni-potsdam.de/de/publizieren/universitaetsverlag/im-universitaetsverlag-veroeffentlichen
https://www.ub.uni-potsdam.de/de/publizieren/open-access-publizieren