uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Exzellenter Forschungsnachwuchs – das Potsdamer Postdoc-Programm

Teilnehmer des Potsdamer Postdoc-Programms mit dem Uni-Präsidenten Prof. Oliver Günther, Ph.D. (4.v.l.) und dem Vizepräsidenten für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (r). Foto: Karla Fritze.

Teilnehmer des Potsdamer Postdoc-Programms mit dem Uni-Präsidenten Prof. Oliver Günther, Ph.D. (4.v.l.) und dem Vizepräsidenten für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (r). Foto: Karla Fritze.

Astrophysik, Musikwissenschaft, Polymerchemie, Mathematik oder Philosophie – das Spektrum der Stipendiaten des neuen Postdoc-Programms der Universität Potsdam ist breit. Die Forschungsthemen der zwölf Postdoktoranden belegen den Ansatz des themenoffenen Förderprogramms. Dessen Ziel ist es vor allem, herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Potsdam zu holen. Am 29. Oktober kam ein Großteil von ihnen zu einem Treffen in der Wissenschaftsetage zusammen. Mit dabei waren auch Unipräsident Prof. Oliver Günther, Ph.D. und der Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Dr. Robert Seckler. Matthias Zimmermann sprach mit beiden über das Programm, seine Entstehung und seine Perspektive.

Wie kam es zum Postdoc-Programm?

Prof. Günther: Die Universität wollte den Systemwandel, der sich aus der Einführung von Tenure-Track-Professuren ergibt, von Beginn an mitgestalten. So konnten wir 2018 z.B. vier Open-Topic-Professuren ausschreiben, auf die wir insgesamt über 1.000 Bewerbungen erhalten haben. Gleichzeitig haben wir uns überlegt, dass es sinnvoll ist, auch auf anderen Ebenen exzellente junge Wissenschaftler nach Potsdam zu holen. Daraus entstand das Open-Topic-Postdoc-Programm, das wir zeitgleich aus eigenen Mitteln auf den Weg gebracht haben.

Welche Idee steckt hinter dem Programm?

Prof. Seckler: Wichtig war uns, dass die Nachwuchswissenschaftler nicht nur exzellent sind, sondern auch zur Uni Potsdam passen. Deshalb durfte sich jeder bewerben, vorausgesetzt, er findet einen Professor oder eine Professorin, der oder die ihn als Gastgeber aufnimmt und betreut. Auf die Weise wollten wir die an der Uni vorhandene Forschung thematisch stärken und dafür sorgen, dass die Postdocs gut eingebunden sind. Außerdem sollten vier weitere Postdoc-Stellen in die aktuell an der Uni bestehenden Graduiertenkollegs gehen, um deren Forschungstiefe zu stärken und durchaus auch um ihre Chancen auf eine Verlängerung zu erhöhen.

Wie wurden die Stipendiaten ausgewählt?

Seckler: Wir erhielten über 100 Bewerbungen. Viele davon waren beeindruckend. Für die Auswahl haben wir eine Kommission eingesetzt, in der Vertreter fast aller Fakultäten saßen. Die Bewerbungen durchzusehen, hat enorm viel Spaß gemacht. Aus dem Bewerberpool wurden dann zwölf Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt – quer durch alle Fakultäten. Dazu kamen die vier für die Graduiertenkollegs. 

Die meisten Postdocs sind jetzt ein halbes Jahr hier. Wie läuft es?

Seckler: Nun zunächst einmal haben zu unserer großen Freude alle Ausgewählten die Einladung angenommen. Das ist toll und sicher auch ein Zeichen für die Attraktivität der Uni Potsdam und des Programms.

Günther: Die Stipendiaten sind in gewisser Weise Teil eines Experiments. Und ich denke, dass sie – und wir – mit seinem Ergebnis sehr zufrieden sein können. Wir freuen uns auf die kommenden Jahre mit den Postdocs und hoffen, dass sie uns lange erhalten bleiben.

Text: Matthias Zimmermann
Online gestellt: Matthias Zimmermann
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde