Donna Whitney, Professorin im Department of Earth & Environmental Sciences an der University of Minnesota, USA, ist eine der ersten von 74 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 25 Ländern, die mit dieser Förderung durch die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt werden.
Sie wird in diesem Monat an die Universität Potsdam kommen und in der Arbeitsgruppe Mineralogie von Prof. Max Wilke am Institut für Geowissenschaften in Golm zu Gast sein. Während ihres Aufenthalts beabsichtigt sie, neue Konzepte zur Abschätzung der Redoxbedingungen in Gesteinen zu entwickeln, welche durch extremen Druck und Temperatur beim Abtauchen von tektonischen Platten metamorph umgebildet werden. Diese Untersuchungen könnten möglicherweise Hinweise für einen Schlüsselmechanismus zur erdgeschichtlichen Freisetzung von Sauerstoff in die Atmosphäre liefern.
Die Geologin ist international bekannt für ihre herausragenden Forschungsarbeiten zur Entwicklung der Erdkruste und Lithosphäre sowie zum Austausch zwischen Erdmantel und -oberfläche. Um die Bildungsbedingungen der äußeren Schichten der Erde abzuschätzen, nutzt sie Feldbeobachtungen und analysiert chemische und physikalische Eigenschaften der Gesteine sowie thermodynamische Beziehungen von auftretenden Mineralen. Ihre Ergebnisse können helfen, den Einfluss von tiefgreifenden Prozessen auf die Erdoberfläche und das Atmosphärensystem besser zu verstehen, sowie deren Auswirkungen auf die langfristige Entwicklung von Atmosphäre und Biosphäre der Erde.

