Stressmanagement im Herzkatheterlabor: Die Studie „Herzklopfen"

Der Ablauf einer Herzkatheteruntersuchung ist sehr komplex und für Patienten oft schwer nachvollziehbar. Außerdem findet der operative Eingriff bei vollem Bewusstsein statt, so dass die Operation für Patienten oftmals mit Ängsten und Stress verbunden ist. Auch für das behandelnde Team ergeben sich im Rahmen der Herzkatheteruntersuchung eine Vielzahl von Stressfaktoren: die Operation ist mit hochkonzentrierten Arbeiten von ungewisser Dauer und der Gefahr von Komplikationen verbunden, bei denen schnell und überlegt gehandelt werden muss, um den Patienten am Leben zu erhalten.
Ziel des Projektes „Herzklopfen“ ist es daher die psychischen und physischen Belastungen bei Herzkatheteruntersuchungen für die Patienten und das behandelnde medizinische Personal durch geeignete interventionelle Maßnahmen reduzieren. So erhalten die Patienten einerseits eine videobasierte Ope-rationsaufklärung und eine Anleitung zur kognitiven Stressbewältigung. Andererseits wurden für das behandelnde medizinische Fachpersonal Handlungsleitlinien für Notfälle im Herzkatheterlabor ausgearbeitet und eine achtwöchige Stressmanagement-Intervention entwickelt.
Inwiefern diese Maßnahmen zur Entlastung der Patienten und der Angestellten im Herzkatheterlabor beitragen, soll in einer randomisierten Studie an vier Herzkatheterteams und 120 Patienten im Alter von 30-75 Jahren überprüft werden. Das Projekt wird in Kooperation mit der Klinik für Kardiologie des Ernst-von-Bergmann-Klinikums in Potsdam durchgeführt.

Kooperationspartner: Klinik für Kardiologie und Angiologie, Ernst von Bergmann Klinikum Potsdam.

Finanzierung: BGW

Laufzeit: 2018 - 2021