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Achtung, Sturzgefahr! – Senioren für Trainingsstudie zur Sturzprävention gesucht

Fast ein Drittel der über 65-jährigen Menschen stürzt mindestens einmal im Jahr. Bei den über 80-Jährigen passiert es sogar jedem Zweiten. Wissenschaftler der Universität Potsdam möchten jetzt herausfinden, wie es zu den häufigen Stürzen im Alter kommt und wie sie verhindert werden können. Für eine groß angelegte Studie suchen die Forscher derzeit Seniorinnen und Senioren zwischen 65 und 80 Jahren, die an einem speziellen Trainingsprogramm teilnehmen möchten. Ziel ist es, vorbeugende Maßnahmen zu entwickeln, mit denen sich das Sturzrisiko verringern lässt.

Innerhalb der Studie erhalten die Senioren ein sechswöchiges Denk- und Gleichgewichtstraining, das an drei Terminen pro Woche auf dem Campus am Neuen Palais stattfindet. Dort werden auch alle begleitenden Messungen durchgeführt. Unter anderem wird mittels Elektroenzephalografie (EEG) die Hirnaktivität erfasst. Hinzu kommt eine Magnetresonanztomografie (MRT) an der Charité in Berlin Mitte. Der Aufwand der Senioren wird mit 120 Euro entschädigt. Wer an der Studie teilnehmen möchte, darf keine psychiatrischen und keine schwerwiegenden neurologischen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Ausgeschlossen sind zudem Menschen mit Einschränkungen des Bewegungsapparates und Metall im Körper, wie zum Beispiel Platten, Schrauben, Herzschrittmacher oder künstliche Gelenke, wenn diese nicht MRT-tauglich sind. Interessenten melden sich unter 0331/977 1612.

Unfällen vorbeugen
Stürze bei Senioren haben häufig schwerwiegende gesundheitliche Folgen, sie machen Angst vor weiteren Unfällen und schränken so nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch die Selbstständigkeit der Betroffenen ein. Um ein gezieltes Präventionsprogramm entwickeln zu können, will das Team aus Trainings-, Bewegungs- und Gesundheitswissenschaftlern der Universität Potsdam gemeinsam mit Neurowissenschaftlern und Psychologen zunächst die vielfältigen Sturzursachen genau verstehen. Oftmals führen die schwindende Muskelkraft und damit einhergehende Gleichgewichtsprobleme zum Sturz. Die Gefahr scheint aber auch dann erhöht zu sein, wenn der ältere Mensch gedanklich abgelenkt ist. Die Studie soll darüber Aufschluss geben.   

Kontakt: Dipl.-Psych. Gesche Schauenburg, Professur Trainings- und Bewegungswissenschaft
Telefon: 0331 977-1612
E-Mail: gesche.schauenburguni-potsdamde
Internet:http://www.uni-potsdam.de/trainingswissenschaft/forschung/forschpro/momap.html

Medieninformation 13-03-2017 / Nr. 032
Antje Horn-Conrad

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1474
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presseuni-potsdamde
Internet: www.uni-potsdam.de/presse

Online gestellt: Sabine Rieder
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde