Diversität

Der Begriff Diversität ist abgeleitet vom lateinischen Wort „diversitas“ und bezeichnet Verschiedenheit bzw. Vielfalt von Menschen und Lebensformen. In der Regel werden darunter verschiedene Diversitätsdimensionen bzw. Merkmale gefasst, wie geschlechtliche Identität, (zugeschriebene) Herkunft, sexuelle Orientierung, gesundheitliche Beeinträchtigung und Behinderung, soziale Herkunft, Alter oder Religion und Weitere. Wichtig ist, dass diese Merkmale nicht naturgegeben, sondern sozial konstruiert sind und somit durch gesellschaftliche Dynamiken und Praktiken hervorgebracht werden. Diversität bzw. Diversity beinhaltet eine positive und wertschätzende Perspektive auf die Vielfältigkeit von Menschen und Gruppen.

Die Diversitätsarbeit an Hochschulen will diese anerkennende Haltung gegenüber der Vielfältigkeit unserer Gesellschaft auf die eigene Institution übertragen und hat demensprechend eine diverse Zusammensetzung ihrer Mitglieder und Angehörigen zum Ziel. Dazu gehört auch, bestehende Zugangsbarrieren und hemmende Benachteiligungen im universitären Kontext abzubauen. Diversitätsarbeit muss daher immer auch Hand in Hand mit Antidiskriminierungsarbeit gehen - dies sind quasi zwei Seiten einer Medaille.

Diversität an der Universität Potsdam

Die Förderung von Chancengleichheit und Diversität ist Teil des Selbstverständnisses der Universität Potsdam. Aus diesem Grund wird die Universität auch in den kommenden Jahren sicherstellen, dass unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft, Behinderung oder Beeinträchtigung, Geschlecht, sexueller Identität, Religion oder Weltanschauung und Staatsangehörigkeit Studierende, Lehrende sowie Mitarbeiter*innen aus Technik und Verwaltung die gleichen Chancen sowie Entwicklungsmöglichkeiten haben und vor Diskriminierung geschützt werden. Die UP ist eine weltoffene und tolerante Universität, die mit aller Entschiedenheit gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung vorgeht.

Die Universität Potsdam sieht die Förderung von Chancengleichheit über den Abbau von Stereotypisierungen und den Aufbau von diversitätssensiblen Strukturen und einer gendersensiblen Kultur realisierbar. Im Hochschulentwicklungsplan hat sie sich daher der Erarbeitung einer hochschulspezifischen und organisationskulturentwickelnden Diversitätsstrategie verschrieben, die  die systematische Analyse von Strukturen und die Entwicklung einer chancengerechten, familienfreundlichen, internationalen und diversitätsanerkennenden Universitätskultur ermöglicht. Die Diversitätsstrategie wird die Grundlage für die Entwicklung eines Gesamtkonzepts "Inklusive Hochschule" bilden, das verschiedene bereits bestehende und geplante diversitätsorientierte Projekte und Ziele integrieren soll. Hierzu zählen das Projekt „Eine Universität für alle“, barrierefreie Studien- und Arbeitsbedingungen, Gesundheitsförderung, Internationalisierung, chancengerechte Personalentwicklung, Antidiskriminierungsarbeit, familiengerechte Vereinbarkeitsstrukturen und die Erhöhung der Behindertenquote. Die Teilnahme am Diversity Audit "Vielfalt entscheidet" des Stifterverbands wird einen entscheidenden Schritt zur Umsetzung dieser Ziele darstellen.

Auszeichnungen

Total E-Quality, Add-On Diversity Logo

Total E-Quality, Add-On Diversity

Zum siebenten Mal in Folge ist die Universität Potsdam Trägerin des Total E-Quality Prädikates. Erstmals im Jahr 2020 erhielt die Universität Potsdam ebenso das Add-On Diversity.

Familie in der Hochschule e.V.

Familie in der Hochschule e.V.

Unter dem Namen Familie in der Hochschule e.V. versammeln sich Hochschulen, um die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und wissenschaftlicher Lehre und Forschung mit Familienaufgaben zu fördern.