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Lehrerbildung im Kontext der Fluchtmigration – Tagung des Potsdamer Refugee Teachers Program

Absolventen des Refugee Teachers Program erhalten ihre Zertifikate (Karla Fritze)

Absolventen des Refugee Teachers Program erhalten ihre Zertifikate (Karla Fritze)

Mit ihrem Programm zur Qualifizierung geflüchteter Lehrkräfte für das deutsche Schulsystem hat die Universität Potsdam bundesweit für Aufsehen gesorgt. Nach Monaten des intensiven Sprachtrainings und des pädagogischen Erfahrungsaustauschs an der Universität konnten die ersten der vor Krieg und Verfolgung geflohenen Lehrkräfte in ihren Beruf zurückkehren. Die Initiatorin des Programms, Prof. Dr. Miriam Vock, lädt nun zu einer internationalen Tagung nach Potsdam ein, um mit Expertinnen und Experten über regionale und globale Perspektiven der Lehrerbildung im Kontext der aktuellen Fluchtmigration zu diskutieren. Die Tagung findet am 28. und 29. Juni in der Wissenschaftsetage des Potsdamer Bildungsforums statt.

Migration versetzt nicht nur Menschen in Bewegung. Zugleich bewegt sie soziokulturelle und institutionelle Strukturen und damit die pädagogische ebenso wie die wissenschaftliche Praxis. Entsprechend müssen sich Bildungsinstitutionen mit den Auswirkungen von Flucht und Vertreibung und damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen auseinandersetzen.
Gleich zu Beginn der Tagung wird der Aachener Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann über die Fluchtmigration als Herausforderung für die Bildungsarbeit sprechen. Nach einer ersten Diskussionsrunde stellen die Organisatorinnen des Potsdamer Refugee Teachers Program – Prof. Dr. Miriam Vock, Dr. Anna Aleksandra Wojciechowicz und Maya Nyagolova – die Ergebnisse einer Evaluation vor, die ihnen dabei hilft, das Konzept zu überarbeiten und zu verbessern. „Im deutschsprachigen Raum gibt es bislang nur wenige Qualifizierungsprogramme, die Lehrerinnen und Lehrern mit ausländischem Bildungsabschluss und Fluchterfahrung eine adäquate Chance bieten, in ihren Beruf zurückzukehren. Wir wollen die Tagung nutzen, um die bestehenden Initiativen zu vernetzen und innovative Lösungsansätze gemeinsam weiter zu verfolgen“, erklärt Miriam Vock.
So werden am zweiten Konferenztag Bildungsexperten aus Wien, Bielefeld, Bochum und Kiel von ihren Erfahrungen in ähnlichen Qualifizierungsprojekten für geflüchtete Lehrkräfte berichten. Wie die Kommunen und die Gesellschaft insgesamt die Integration in das deutsche Schulsystem unterstützen können, darüber sprechen Dr. Stefanie Kaygusuz-Schurmann von der Stadtverwaltung Cottbus und Ahmet Atasoy von der Landeskoordinatorenstelle Nordrhein-Westfalen. Nicht zuletzt stellen PD Dr. Daniela Niesta-Kayser und Judith Köhler von der Universität Potsdam ein sozialpsychologisches Forschungsprojekt zur „Bedeutung von Erwerbsarbeit für Migrantinnen mit Fluchterfahrung in ihrem neuen Lebensabschnitt in Deutschland“ vor.

Zeit: 28./29.06.2018
Ort: Wissenschaftsetage im Bildungsforum, 14467 Potsdam, Am Kanal 47
Kontakt: Prof. Dr. Miriam Vock, Professur für Empirische Unterrichts- und Interventionsforschung
Telefon 0331 977-2246
E-Mail: miriam.vock@uni-potsdam.nomorespam.de
Internet: www.uni-potsdam.de/de/unterrichtsinterventionsforsch/refugee/tagung.html
Foto: Absolventen des Refugee Teachers Program erhalten ihre Zertifikate (Karla Fritze)

Medieninformation 20-06-2018 / Nr. 099
Antje Horn-Conrad

Universität Potsdam
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Online gestellt: Katharina Zimmer
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de