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„Demokrat*innen fallen nicht vom Himmel!“ Demokratiebildung als Aufgabe von Schule und Lehrer*innenbildung

Dass niemand als Demokrat*in geboren wird, ist ein Allgemeinplatz und zugleich ein Wesensmerkmal von politischer Bildung im Sinne von Demokratie-Lernen. Daraus ergibt sich auch ein Erziehungsauftrag der Schule in einer demokratischen Gesellschaft. Denn nur mündige Bürger*innen können emanzipiert und reflektiert urteilen und handeln und somit auch zum Schutz und zum Erhalt der Demokratie in der Bundesrepublik beitragen.

In diesem Sinne benennen die Lehrpläne der Bundesländer die Demokratiebildung als eine wichtige Aufgabe der Schule und ein fächerübergreifendes Thema im Unterricht. Der aktuelle Rahmenlehrplan der Länder Berlin und Brandenburg führt dazu aus: „Demokratisches Handeln kann und muss gelernt werden. Mit dem Wissen um das Wesen demokratischen Handelns in einem demokratisch verfassten Staat und durch selbstbestimmte Mitwirkung in schulischen, lokalen und globalen Kontexten erfahren die Schülerinnen und Schüler die Wirksamkeit des eigenen Handelns.

Demokratiebildung in der Schule hat somit nicht nur die Aufgabe, abstraktes Wissen über politische Probleme der Zeit, über die repräsentative Demokratie und das Grundgesetz in der Oberstufe des Gymnasiums zu vermitteln, sondern sollte in allen Jahrgangsstufen auch ein Schwerpunkt des sozialen Lernens in der demokratischen Schule sein. Trotz dieses Wissens über die Bedeutung der Demokratiebildung und der politischen Bildung im Allgemeinen führt das Thema in den Schulen und auch in der Lehrerbildung in Deutschland eher ein Schattendasein. Ein Schlüssel für mehr Demokratie-Lernen in der Schule liegt dabei in der Sensibilisierung und Qualifizierung der Lehrkräfte. Aktuell wächst aber eher die Verunsicherung über die politische Rolle der Lehrkraft im Unterricht, wie die Debatte über die Lehrkräfte-Meldeportale der AfD in vielen Bundesländern belegt. Die Gefahr einer wachsenden Entpolitisierung der Schule steht im Raum.

Lehrkräftefortbildungen oder andere politische Initiativen zur politischen Bildung in der Schule sind eher Mangelware. Der Bildungspolitische Dialog 2019 möchte deshalb kritische Fragen nach möglichen Leerstellen der Demokratiebildung in Schule und Lehrerbildung stellen und den demokratischen Erziehungsauftrag von Lehrkräften sowie die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen diskutieren.

Das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Potsdam, der Gesprächskreis Bildungspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung e.V. und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. laden herzlich zur Teilnahme ein.

Event Type

Vortrag/Vortragsveranstaltung

Subject Field

Allgemein
Bildungswissenschaften
Lehre
Lehrerbildung
Politik
Politische Bildung

Faculty

Wissenschaftliche Einrichtungen

Date

Begin
10.12.2019, 16:30
End
10.12.2019, 20:00

Organizer

Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. , Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Potsdam

Location

Universität Potsdam, Uni-Komplex Am Neuen Palais, Haus 9, Raum 1.14
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
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Contact

Martina Rode
Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam

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