Das CHE Hochschulranking basiert auf der Befragung von aktuell rund 120.000 Studierenden bundesweit und liefert seit fast 30 Jahren einen umfassenden und detaillierten Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Das Ranking umfasst Beurteilungen von Studierenden zu den Studienbedingungen an ihrer Hochschule sowie Fakten zu Studium, Lehre und Forschung. In diesem Jahr wurden u.a. die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften neu bewertet.
Besonders gut schneidet die Juristische Fakultät im Bereich „Unterstützung am Studienanfang“ ab. Hier gibt es ausreichend und gute Angebote zur Kompetenzangleichung bzw. zum Kompetenzaufbau sowie zur Orientierung, die durch umfassende Beratung und Begleitung ergänzt werden. Die Fakultät erreicht hier 12 von 14 möglichen Punkten und liegt damit deutschlandweit in der Spitzengruppe. Im regionalen Vergleich liegt die Fakultät vor derjenigen der Humboldt-Universität zu Berlin und der Viadrina.
Noch besser steht die Juristische Fakultät mit Blick auf die Examensvorbereitung da. Auch hier gehört sie mit 7 von 8 Punkten zur Spitzengruppe. Neben der Vorbereitung auf die Prüfung durch Repetitorien werden vor allem die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich „Training der Prüfungsleistung“ geschätzt, also Klausurenkurse, Probeexamen und Prüfungssimulationen. Aber auch die ergänzenden Angebote wie die Darstellung höchstrichterlicher Rechtsprechung werden hervorgehoben. Das Ergebnis liegt im regionalen Vergleich gleichauf mit der Humboldt-Universität zu Berlin und vor der Freien Universität Berlin und der Viadrina.
Die Juristische Fakultät hatte durch die letzte Befragung 2023 einige Bereiche identifiziert, in denen Verbesserungsbedarf bestand. Zu nennen waren z.B. die Verfügbarkeit von Selbstlernplätzen und die Ausstattung der Bibliothek, aber auch generelle Aufenthaltsmöglichkeiten zwischen den Lehrveranstaltungen. Als Reaktion wurden im Haus 6 mehrere verglaste Acoustic Pods eingebaut und jüngst im Haus 1 zwei größere Selbstlernzonen eingerichtet.
Im diesjährigen Ranking wurde teils die Prüfungsorganisation kritisiert. Hier bereitet die Fakultät im Hintergrund schon seit geraumer Zeit die Einführung eines modernen Campusmanagementsystems (das neue PULS) vor, um die Prüfungsanmeldung und die Ausstellung von Leistungsnachweisen erheblich zu vereinfachen. Bereits zum Wintersemester 2026/2027 wird es für viele Studierende möglich sein, auf zeitgemäße Selfservice-Funktionen zurückzugreifen.