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Verbindungen ausbauen – Botschafter der Republik Korea zu Gast am Neuen Palais

Die Universität Potsdam will ihre Beziehungen zu Südkorea stärken und weiter ausbauen. Das betonte Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D. am Montag bei einem Empfang des Botschafters Südkoreas in Deutschland, S. E. Sang Beom Lim, auf dem Campus Am Neuen Palais. Im Gespräch, an dem Vertreterinnen und Vertreter der Germanistik, insbesondere des Bereichs Deutsch als Fremdsprache, und des International Office teilnahmen, wurde vereinbart, die bestehenden Kooperationen in Forschung und Lehre zu vertiefen und zu erweitern.

Aktuell unterhält die Universität Potsdam Kooperationen mit der Seoul National University, der Hankuk University of Foreign Studies und der Ewha Womans University in Seoul. Eine weitere Kooperation mit der ebenfalls in der Hauptstadt ansässigen Hongik University ist geplant. Die bestehenden Partnerschaften gehen auf die Initiative der Potsdamer Germanistik, insbesondere den Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache unter Federführung von Dr. Torsten Andreas und Prof. Dr. Christoph Schroeder, zurück. „Die Zusammenarbeit bildet eine ideale Basis für koreanische Studierende, die Deutsch lernen wollen, sowie deutsche Studierende, die Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache, z.B. an Goethe-Instituten oder auch Deutsch mit mehrsprachigen Lernenden an Schulen im In- und Ausland unterrichten möchten“, sagt der Forscher. 

Der Studierendenaustausch ist darüber hinaus für alle Fachrichtungen offen. „Das Interesse der Potsdamer Studierenden ist groß. Die südkoreanischen Universitäten sind sehr gut aufgestellt und unterhalten – im Unterschied zu vielen anderen Ländern – starke Germanistische Institute, sodass eine ausgewogene Partnerschaft möglich ist“, so Dr. Torsten Andreas. Auch kulturell wirke das asiatische Land besonders anziehend, und das nicht allein, weil K-Pop als Musikrichtung junge Menschen in Deutschland seit Jahren anspricht. 

„Da in Deutschland rund 6.500 Koreanerinnen und Koreaner studieren, aber nur rund 30 von ihnen in Potsdam, habe ich beim Botschafter für unsere Universität geworben und unsere zahlreichen englischsprachigen Master-Studiengänge präsentiert, deren Fächerspektrum für koreanische junge Menschen attraktiv sein dürfte“, berichtet Oliver Günther. Zudem gebe es derzeit ein echtes Momentum, da Potsdam aufgrund der koreanischen Serie „Queen of Tears“ deutlich an Bekanntheit gewonnen habe, so Günther. Einige Schlüsselszenen hierfür waren in Schloss und Park Sanssouci gedreht worden. 

Botschafter Sang Beom Lim und Uni-Präsident Oliver Günther haben über Formate an der Universität Potsdam oder an der Botschaft in Berlin beraten, um sowohl Forschende als auch Studierende für das jeweils anderen Land und insbesondere für Potsdam zu interessieren. 
Die kooperativen Lehrveranstaltungen von koreanischen und deutschen Studierenden mithilfe von Videokonferenzen aus dem DaF-Bereich könnten hier einen Anknüpfungspunkt bieten. Zudem gebe es eine gute Zusammenarbeit im Projekt „Handlungsorientierte Interaktion mit der Maus: Ein internationales, webbasiertes Plattformprojekt zur Förderung der sprachlichen Kompetenzen von DaF-Lernenden“ (kurz: „Mausprojekt“) mit rund 30 beteiligten Lehrkräften auf drei Kontinenten. Die Maus aus der bekannten „Sendung mit der Maus“ ist hier für ein Unterrichtsprojekt für Deutschlernende in der Welt unterwegs.

Weitere Informationen:

Das Maus-Projekt der Germanistik: https://maus-reisen.de/