Wissenstransfer im Bahnhof Velten – Uni Potsdam und TH Brandenburg betreiben neue Präsenzstelle Oberhavel

Großer Bahnhof bei der Eröffnung der Präsenzstelle in Velten | Foto: Ernst Kaczynski
Source: Ernst Kaczynski
Großer Bahnhof bei der Eröffnung der Präsenzstelle in Velten

„Station Wissenschaft“ heißt es ab sofort im Bahnhof Velten: Im Beisein von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle ist dort am 9. September eine neue Präsenzstelle der Universität Potsdam und der Technischen Hochschule Brandenburg eröffnet worden. Prominent gelegen und gut erreichbar finden sich hier Büro- und Veranstaltungsräume, in denen sich studieninteressierte Schülerinnen und Schüler aus dem Raum Oranienburg, Hennigsdorf und Velten wohnortnah beraten lassen können. Auch für bildungsorientierte Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen der Region Oberhavel ist die Station Anlaufstelle in allen Fragen des Wissenstransfers von den Hochschulen in die Wirtschaft und die Gesellschaft. Zwei Standortmanager werden als Ansprechpartner vor Ort sein.

Das vom Wissenschaftsministerium erstellte Konzept der Präsenzstellen verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schüler für ein Studium im Land Brandenburg zu begeistern und Hochschulabsolventen für die berufliche Perspektive in ihrer Heimatregion zu interessieren. Zudem sollen die Wissenschaftseinrichtungen des Landes stärker mit Unternehmen der Regionen vernetzt werden. Das Land Brandenburg stellt der Universität Potsdam und der Technischen Hochschule  Brandenburg für die Einrichtung und den Betrieb der Außenstelle insgesamt rund 500.000 Euro bis zum Jahr 2022 zur Verfügung.

Bei der Eröffnung bezeichnete Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle die Präsenzstelle in Velten als eine hervorragende Einrichtung zur Verzahnung von Wissenschaft und regionaler Entwicklung: „Wir wollen in den kommenden Jahren den Wissens- und Technologietransfer vorantreiben. Er steht für die Veränderungsbereitschaft und Innovationsfähigkeit unseres Landes und unserer Regionen. Brandenburg hat als bundesweit erstes Land eine eigene Transferstrategie aufgelegt, die Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gleichermaßen in den Blick nimmt und die Zusammenarbeit von Wissenschaft mit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft verbessern soll“, so die Ministerin.

Der Präsident der Universität Potsdam, Prof. Oliver Günther, Ph.D., betonte in seinem Grußwort die Notwendigkeit, Wissen aus und über die Hochschulen stärker in die Bevölkerung zu kommunizieren. „Wir sorgen nicht nur für die qualifizierte Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte, sondern engagieren uns auch dafür, dass Innovationen aus der Forschung zügig in Wirtschaft und Gesellschaft gelangen“, so Günther.

Die Städte Oranienburg, Hennigsdorf und Velten bilden seit Ende 2005 den Regionalen Wachstumskern O-H-V, der sich vor allem auf die Stärkung der lokalen Schlüsselbranchen Life Sciences, Logistik, Metall und Schienenverkehrstechnik konzentriert. Das Projektmanagement des Regionalen Wachstumskerns übernahm 2006 die BBG Beteiligungs- und Beratungsgesellschaft mbH und fungiert nun, neben den Hochschulen, als direkter Kooperationspartner für die Entwicklung der Präsenzstelle Oberhavel.

Präsenzstellen existieren bereits in den regionalen Wachstumskernen Luckenwalde, Spremberg, Prignitz, Neuruppin, Schwedt sowie Westlausitz. Alle Präsenzstellen werden von den Universitäten und Hochschulen der jeweiligen Region getragen. Bereits seit 2005 betreibt die Technische Hochschule Brandenburg eine Außenstelle in der Prignitz und bringt so wertvolle Erfahrungen in den Aufbau dieser neuen Präsenzstelle.