Endlich zu Hause! – Warum das HPI auch 2020 seinen 20. feiern kann

Hasso Plattner (3.v.l.) mit Matthias Platzeck (2.v.l.) | Foto: Karla Fritze
Baustelle des Hasso-Plattner-Institut | Foto: Karla Fritze
Gorbatschow, Stolpe und Plattner | Foto: Karla Fritze
Luftbild des Hasso-Plattner-Instituts 2011 | Foto: Lutz Hannemann, HPI
Hauptgebäude des HPI, Foyer II | Foto: Kay Herschelmann, HPI
Source: Karla Fritze
Hasso Plattner (3. v.l.) mit Matthias Platzeck (2. v.l.) bei der Grundsteinlegung des Hasso-Plattner-Institut im Jahr 2000
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Baustelle des Hasso-Plattner-Institut
Source: Karla Fritze
v.l.n.r. Michail Gorbatschow, Manfred Stolpe und Hasso Plattner
Source: Lutz Hannemann, HPI
Luftbild des Hasso-Plattner-Instituts 2011
Source: Kay Herschelmann, HPI
Hauptgebäude des HPI, Foyer II

Im Oktober 2019 feierte das Hasso-Plattner-Institut sein 20-jähriges Bestehen. Neben einer großen Gala gab es eine zweitägige Konferenz zum Thema „Designing Digital Transformation“, bei der sich alles um das zweite große Jubiläum des Jahres drehte: 50 Jahre Internet. Zahlreiche Gratulanten und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft kamen zu beiden Jahrestagen. Die Festrede des Galaabends hielt der Institutsgründer selbst. Der Blick zurück zeigt eine Erfolgsgeschichte: 2017 erhielt der 1000. HPI-Bachelorabsolvent seine Urkunde, schon 2016 war der 500. Masterabsolvent verabschiedet worden. Das HPI unterhält Außenstellen in Kapstadt, Haifa, Nanjing und New York. Und seit 2018 wächst das HPI mit den Bauarbeiten am „Waldcampus“ in Griebnitzsee zu einem „universitären Exzellenz-Zentrum im Bereich Digital Engineering“ heran, das sich Hasso Plattner vielleicht schon 1998 vorgestellt hatte.

Wir wollen nun, ein knappes Jahr nach dem Jubiläum, noch einmal feiern. Immerhin begeht der HPI-Campus – physisch, ganz undigital – erst 2020 seinen Jahrestag. Denn als Mann der Tat wollte Hasso Plattner 1998 nicht warten, bis aus Ideen Häuser wurden. Mit der Gründung des „Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik GmbH“ im Oktober ging es sofort los. Um sicherzustellen, dass schon im Jahr darauf die ersten Studierenden immatrikuliert werden konnten, wurden kurzerhand Räumlichkeiten am Luftschiffhafen angemietet. Die Grundsteinlegung für die institutseigenen Gebäude auf dem Unicampus in Griebnitzsee folgte dann im Juli 2000. Plattner selbst bestückte die Zeitkapsel. Gebaut wurde im Eiltempo, sodass diese bereits im November 2001 eingeweiht wurden – mit dabei im Übrigen der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow. Deshalb erfolgten die Zeugnisübergabe an die ersten Absolventinnen und Absolventen sowie die Begrüßung der ersten Masterstudierenden im Frühjahr 2003 dann auch schon im „eigenen Zuhause“. Seitdem ist das HPI immer weiter gewachsen: Das HPI-Forschungskolleg, die HPI School of Design Thinking und das Hasso Plattner Ventures Management, das Future SOC Lab – sie alle brauchten Platz.

Eine erste Erweiterung entstand schon 2005 mit und neben der ehemaligen Reichsbahnvilla an der August-Bebel-Straße, 2009/10 dann nordöstlich des Campus jenseits der Bahntrasse. Im April 2017 gründeten HPI und Universität Potsdam die gemeinsame Digital Engineering Fakultät. Nur wenig später wurden die Pläne für den künftigen Waldcampus konkret – und seit 2019 wird wieder gebaut. So ist das Jubiläum des Baubeginns zugleich ein Jahr des abermals ersten Spatenstichs.

 

Dieser Text erschien im Universitätsmagazin Portal - Eins 2020 „Bioökonomie“.