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Rankings

Seit einigen Jahren haben sich Hochschulrankings auch in Deutschland etabliert. Sie bewerten die Qualität von Forschung und Lehre an Hochschulen anhand verschiedener Indikatoren und stellen Ranglisten mit einzelnen Rangplätzen oder auch Ranggruppen auf.

Die Universität Potsdam gehört bundesweit zu dem Netzwerk mittelgroßer Universitäten. Die Exzellenz der Potsdamer Alma Mater spiegelt sich regelmäßig in verschiedenen nationalen und internationalen Hochschulrankings wider.

Internationale Rankings

THE: Times Higher Education – World University Ranking

Im jährlich erscheinenden internationalen Universitäts-Ranking des Londoner Hochschulbildungs-Magazins Times Higher Education hat die Universität Potsdam im Jahr 2017 einen erfolgreichen Einstand in das „Times Higher Education (THE) - World University Ranking 2018“ geschafft. In der aktuellen Ausgabe des Rankings von insgesamt 1250 Institutionen weltweit platzierte sich die größte brandenburgische Hochschule erneut in der Ranggruppe 201–250, im nationalen Vergleich auf Platz 28 (Pressemitteilung). Beim THE-Ranking der jungen Universitäten belegt Potsdam seit Anfang Juni 2018 deutschlandweit Platz 1 und weltweit Platz 17 (Pressemitteilung). 

Die Top-Universitäten der Welt werden anhand von 13 Indikatoren beurteilt, die in fünf Kernbereichen gegliedert werden: Lehre, Forschungsstärke, Zitationen, industrielle Drittmitteleinnahme (Wissenstransfer) sowie Internationalisierung. In allen Kernbereichen erwies sich die Universität Potsdam stärker als der Durchschnitt. Besonders positiv bewertet wurde die Forschungsstärke der Uni Potsdam. Sie hat sich somit als leistungsstarke, in Forschung und Lehre international sichtbare Hochschule erwiesen. 

Weltweit liegt die Universität Potsdam damit etwa gleichauf mit den Universitäten Hamburg, Konstanz, Kiel oder Bochum und befindet sich im gleichen Cluster wie ihre internationalen strategischen Partnerhochschulen – Tel Aviv University und Macquarie University (beide 201-250). 

In einzelnen Fächerrankings belegt die Universität Potsdam folgende Platzierungen: „Arts and Humanities“ # 126-150, „Computer Science“ # 126-150, „Life Sciences“ # 176-200, „Social Sciences“ # 176-200, „Physical Sciences“ # 176-200, Education“ # 251-300 und „Psychology“ # 101-125.

Academic Ranking of World Universities

Das Academic Ranking of World Universities (ARWU), auch Shanghai Ranking genannt, wird jährlich vom Center for World-Class Universities (CWCU) der Shanghai Jiao Tong University (China) veröffentlicht. Die renommierte Rangliste vergleicht die Forschungsstärke von mehr als 1.200 Universitäten und veröffentlicht die 500 besten. Die Universität Potsdam schaffte sowohl 2016 als auch 2017 den Sprung in die weltweite Rangliste und ist damit eine von nur 36 deutschen Universitäten, die in diesem Ranking gelistet werden. Sie wird aktuell in der Gruppe 501-600 geführt. 

Die Top-Universitäten der Welt werden anhand von sechs Indikatoren gewertet, die sich in vier Kategorien gliedern: Qualität der Ausbildung (Alumni), Qualität der Fachbereiche (Awards, hoch angesehene Wissenschaftler), Wissenschaftlicher Output (Publikationen), und Pro-Kopf Leistung.

QS World University Ranking

Das jährlich vom Quacquarelli Symonds (QS) veröffentlichte World University Ranking ist eine Rangliste von mehr als 1000 Universitäten. Die Universität Potsdam belegt im aktuellen Ranking den Platz 601-650. Im nationalen Vergleich konnte die Brandenburger Alma Mater den Rang 41 von 45 gerankten deutschen Hochschulen belegen.

Das QS World University Ranking vergleicht sechs verschiedene Indikatoren miteinander und gruppiert die Hochschulen entsprechend folgender Indikatoren und Gewichtungen: Internationale reputation (40%), Reputation unter Arbeitgebern (10%), Betreuungsverhältnis Lehrende zu Studierende (20%), Forschungsleistung (Pro-Kopf-Zitationen der Wissenschaftler im Bezug zur Fakultät) (20%), Anzahl ausländischer wissenschaftlicher Mitarbeiter und Anzahl ausländischer Studierender (jeweils 5%). Dabei basieren zwei Indikatoren auf subjektiven Bewertungen zweier Umfragen.

Nationale Rankings

CHE Hochschulranking

Das CHE Hochschulranking soll primär Studieninteressenten eine Orientierungshilfe bei der Auswahl des Studienortes für ihr gewähltes Studienfach geben. Die Zuordnung erfolgt hierbei nicht über ein Gesamtranking mit einem Rangplatz, sondern über einen fachbezogenden Vergleich, der die fachspezifischen Stärken und Schwächen der einzelnen Universitäten in drei verschiedenen Ranggruppen (Spitzen-, Mittel- oder Schlussgruppe) gliedert. Dabei werden neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung, Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule sowie für einige Fächer die Reputation der Fachbereiche unter den Professoren erfasst.

Für die Universität Potsdam werden folgende Fächer veröffentlicht:

  • Anglistik / Amerikanistik (Stand 2016),
  • Biologie / Biowissenschaften (Stand 2016),
  • BWL (Stand 2017),
  • Chemie (Stand 2016),
  • Erziehungswissenschaft (Stand 2016),
  • Geografie (Stand 2015),
  • Geowissenschaften (Stand 2015),
  • Germanistik (Stand 2016),
  • Informatik (Stand 2015),
  • Jura (Stand 2017),
  • Mathematik (Stand 2015),
  • Physik (Stand 2015),
  • Politikwissenschaft / Sozialwissenschaften (Stand 2015),
  • Psychologie (Stand 2016),
  • Romanistik (Stand 2016),
  • Sport / Sportwissenschaft (Stand 2015),
  • VWL (Stand 2017),
  • Wirtschaftsinformatik (Stand 2017).

Das Humboldt-Ranking 2017

Das Humboldt-Ranking der Alexander von Humboldt (AvH) Stiftung zeigt, wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den vergangenen Jahren mit einer Förderung der Alexander von Humboldt-Stiftung nach Deutschland gekommen sind und wo sie ihren Forschungsaufenthalt besonders häufig verbracht haben. Es ist damit ein Indikator für die internationale Wahrnehmung von Forschungsleistungen einer Einrichtung sowie den Erfolg im Wettbewerb um internationale (Nachwuchs-)Forscher. Die Ergebnisse basieren auf den Förderstatistiken der AvH Stiftung. Gezählt wird die Anzahl der AvH-geförderten Stipendiaten und Preisträger je Einrichtung.

Im Zeitraum 2012 bis 2016 absolvierten insgesamt 5.901 Humboldtianerinnen und Humboldtianer einen Gastaufenthalt in Deutschland, davon waren 75% an wissenschaftlichen Hochschulen und 25% an außeruniversitären Einrichtungen tätig. Die Potsdamer Universität hat beim aktuellen Humboldt-Ranking 2017 unter den 79 gerankten Universitäten mit Platz 11 einen der vorderen Plätze belegt. Damit hat sich die größte brandenburgische Hochschule im Vergleich zum letzten Ranking 2014 um sechs Plätze verbessert und gehört zu den drei Top-Aufsteigern der Auflistung. An der Universität Potsdam forschten in dem Zeitraum 11 Stipendiatinnen und 46 Stipendiaten und Preisträger.

DFG Förderatlas

Der Förderatlas 2018 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gibt einen detaillierten Überblick über die Höhe der öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland. Sie schreibt somit die Reihe ihrer detaillierten Berichterstattung zu „Kennzahlen zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland“ fort. Die Ergebnisse basieren auf Auswertungen der DFG-Förderstatistiken. Der aktuelle DFG-Atlas weist die Universität Potsdam als beim Einwerben von Drittmitteln der DFG unter den 40 Universitäten mit den höchsten Bewilligungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Platz 22), Lebenswissenschaften (Platz 40) und in den Naturwissenschaften (Platz 34) für 2014-2016 insgesamt aus.

CEWS

In dem im Jahr 2017 veröffentlichten „Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten“ konnte sich die Universität Potsdam in der Gesamtbewertung in der Spitzengruppe gut platzieren. Das vom Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (gesis), Center of Excellence Women and Science (CEWS) herausgegebene Ranking bildet die Leistungen der Hochschulen bei der Gleichstellung von Männern und Frauen auf verschiedenen Stufen der akademischen Karriereleiter ab. Für das Gleichstellungsranking werden Daten der amtlichen Studierenden-, Promotions-, Habilitations- und Personalstatistik sowie der Professuren ausgewertet. Maßgeblich ist der Frauenanteil in den verschiedenen Qualifikationsstufen der wissenschaftlichen Karriere bezogen auf den Anteil weiblicher Studierender an einer Hochschule.

Gründerradar

Das Gründungsradar des Stifterverbandes vergleicht Hochschulprofile in der Gründungsförderung an deutschen Hochschulen. Es dient somit als ein wichtiges Instrument um den Wissens- und Technologietransfer einer Hochschule darzulegen. Eine erfolgreiche Gründungskultur hat Auswirkungen auf die Attraktivität der Hochschule sowohl bei Studierenden als auch für umliegende Unternehmen oder unternehmensnahen Netzwerke.

Die Universität Potsdam erreicht im aktuellen Gründungsradar 2016 zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den zweiten Platz hinter der Hochschule München und der Technischen Universität München, die sich die Spitzenposition teilen. Somit konnte sich die Potsdamer Alma Mater gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2012 noch verbessern.