Rankings

Icons gestaltet von freepik (3), monkik, geotatah, Eucalyp von Flaticon.com. Nutzung unter „Flaticon Basic License“ | Grafik: Leo Petersen
Foto: Icons gestaltet von freepik (3), monkik, geotatah, Eucalyp von Flaticon.com | Leo Petersen

Seit einigen Jahren haben sich Hochschulrankings auch in Deutschland etabliert. Sie bewerten die Qualität von Forschung und Lehre an Hochschulen anhand verschiedener Indikatoren und stellen Ranglisten mit einzelnen Rangplätzen oder auch Ranggruppen auf. Die Universität Potsdam gehört bundesweit zu dem Netzwerk mittelgroßer Universitäten. Die Exzellenz der Potsdamer Alma Mater spiegelt sich regelmäßig in verschiedenen nationalen und internationalen Hochschulrankings wider.

Internationale Rankings

THE: Times Higher Education – World University Ranking

Die Universität Potsdam nimmt seit 2017 im jährlich erscheinenden internationalen Universitäts-Ranking des Londoner Hochschulbildungs-Magazins Times Higher Education teil. In der aktuellen Ausgabe des „Times Higher Education (THE) - World University Ranking 2020“ platzierte sich die größte brandenburgische Hochschule von insgesamt 1369 Institutionen weltweitin der Ranggruppe 251–300, im nationalen Vergleich auf Platz 26  (Pressemitteilung). Beim THE-Ranking der jungen Universitäten belegt Potsdam seit Anfang Juni 2019 deutschlandweit Platz 4 und weltweit Platz 24 (Pressemitteilung). 

Die Top-Universitäten der Welt werden anhand von 13 Indikatoren beurteilt, die in fünf Kernbereiche gegliedert werden: Lehre, Forschungsstärke, Zitationen, industrielle Drittmitteleinnahme (Wissenstransfer) sowie Internationalisierung. In allen Kernbereichen erwies sich die Universität Potsdam stärker als der Durchschnitt. Besonders positiv bewertet wurde die Forschungsstärke der Uni Potsdam. Sie hat sich somit als leistungsstarke, in Forschung und Lehre international sichtbare Hochschule erwiesen. 

Die Universität Potsdam liegt damit etwa gleichauf mit den Universitäten Frankfurt, Kiel Passau und  Bochum und befindet sich im gleichen Cluster wie ihre internationalen Partnerhochschulen HSE Moskau, Stellenbosch und Universität São Paulo.

In einzelnen Fächerrankings belegt die Universität Potsdam aktuell folgende Platzierungen: „Arts and Humanities“ # 126-150, „Computer Science“ # 176-200, „Life Sciences“ # 176-200, „Physical Sciences“ # 251-300, Education“ # 201-250 und „Psychology“ # 101-125. Das neue THE-Fächerranking erscheint Ende November 2019. 

Academic Ranking of World Universities

Das Academic Ranking of World Universities (ARWU), auch Shanghai Ranking genannt, wird jährlich vom Center for World-Class Universities (CWCU) der Shanghai Jiao Tong University (China) veröffentlicht. Die renommierte Rangliste vergleicht die Forschungsstärke von mehr als 1.200 Universitäten und veröffentlicht die 500 besten. Die Universität Potsdam schaffte in den Jahren 2016, 2017 und 2019 den Sprung in die weltweite Rangliste und ist damit eine von nur 51 deutschen Universitäten, die in diesem Ranking gelistet werden. Sie wird aktuell in der Gruppe 401-500 geführt und liegt damit in der Rangliste der deutschen Universitäten auf Rang 30 vor der Universität des Saarlandes und der Technischen Universität Darmstadt. 

Die Top-Universitäten der Welt werden anhand von sechs Indikatoren gewertet, die sich in vier Kategorien gliedern: Qualität der Ausbildung (Alumni, die Nobelpreise oder Fields Medaillen gewonnen haben), Qualität des wissenschaftlichen Personals (Nobelpreise, Fields Medaillen, Anzahl der Zitationen in wichtigen Journals), Wissenschaftlicher Output (Publikationen) und Pro-Kopf Leistung (obere Indikatoren verteilt auf Anzahl des wissenschaftlichen Personals). Pressemitteilung

QS World University Ranking

Das jährlich vom Quacquarelli Symonds (QS) veröffentlichte World University Ranking ist eine Rangliste von mehr als 1000 Universitäten. Die Universität Potsdam belegt im aktuellen Ranking den Platz 701-750. Im nationalen Vergleich konnte die Brandenburger Alma Mater den Rang 41 von 46 gerankten deutschen Hochschulen belegen.

Das QS World University Ranking vergleicht sechs verschiedene Indikatoren miteinander und gruppiert die Hochschulen entsprechend folgender Indikatoren und Gewichtungen: Internationale Reputation (40%), Reputation unter Arbeitgebern (10%), Betreuungsverhältnis Lehrende zu Studierende (20%), Forschungsleistung (Pro-Kopf-Zitationen der Wissenschaftler im Bezug zur Fakultät) (20%), Anzahl ausländischer wissenschaftlicher Mitarbeiter und Anzahl ausländischer Studierender (jeweils 5%). Dabei basieren zwei Indikatoren auf subjektiven Bewertungen zweier Umfragen.

Nationale Rankings

CHE Hochschulranking

Das CHE Hochschulranking soll primär Studieninteressenten eine Orientierungshilfe bei der Auswahl des Studienortes für ihr gewähltes Studienfach geben. Die Zuordnung erfolgt hierbei nicht über ein Gesamtranking mit einem Rangplatz, sondern über einen fachbezogenden Vergleich, der die fachspezifischen Stärken und Schwächen der einzelnen Universitäten in drei verschiedenen Ranggruppen (Spitzen-, Mittel- oder Schlussgruppe) gliedert. Dabei werden neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung, Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule sowie für einige Fächer die Reputation der Fachbereiche unter den Professoren erfasst.

Für die Universität Potsdam werden folgende Fächer veröffentlicht:

  • Anglistik / Amerikanistik (Stand 2016),
  • Biologie / Biowissenschaften (Stand 2016),
  • BWL (Stand 2017),
  • Chemie (Stand 2016),
  • Erziehungswissenschaft (Stand 2016),
  • Geografie (Stand 2015),
  • Geowissenschaften (Stand 2015),
  • Germanistik (Stand 2016),
  • Informatik (Stand 2015),
  • Jura (Stand 2017),
  • Mathematik (Stand 2015),
  • Physik (Stand 2015),
  • Politikwissenschaft / Sozialwissenschaften (Stand 2015),
  • Psychologie (Stand 2016),
  • Romanistik (Stand 2016),
  • Sport / Sportwissenschaft (Stand 2015),
  • VWL (Stand 2017),
  • Wirtschaftsinformatik (Stand 2017).

Das Humboldt-Ranking 2017

Das Humboldt-Ranking der Alexander von Humboldt (AvH) Stiftung zeigt, wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den vergangenen Jahren mit einer Förderung der Alexander von Humboldt-Stiftung nach Deutschland gekommen sind und wo sie ihren Forschungsaufenthalt besonders häufig verbracht haben. Es ist damit ein Indikator für die internationale Wahrnehmung von Forschungsleistungen einer Einrichtung sowie den Erfolg im Wettbewerb um internationale (Nachwuchs-)Forscher. Die Ergebnisse basieren auf den Förderstatistiken der AvH Stiftung. Gezählt wird die Anzahl der AvH-geförderten Stipendiaten und Preisträger je Einrichtung.

Im Zeitraum 2012 bis 2016 absolvierten insgesamt 5.901 Humboldtianerinnen und Humboldtianer einen Gastaufenthalt in Deutschland, davon waren 75% an wissenschaftlichen Hochschulen und 25% an außeruniversitären Einrichtungen tätig. Die Potsdamer Universität hat beim aktuellen Humboldt-Ranking 2017 unter den 79 gerankten Universitäten mit Platz 11 einen der vorderen Plätze belegt. Damit hat sich die größte brandenburgische Hochschule im Vergleich zum letzten Ranking 2014 um sechs Plätze verbessert und gehört zu den drei Top-Aufsteigern der Auflistung. An der Universität Potsdam forschten in dem Zeitraum 11 Stipendiatinnen und 46 Stipendiaten und Preisträger.

DFG Förderatlas

Der Förderatlas 2018 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gibt einen detaillierten Überblick über die Höhe der öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland. Sie schreibt somit die Reihe ihrer detaillierten Berichterstattung zu „Kennzahlen zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland“ fort. Die Ergebnisse basieren auf Auswertungen der DFG-Förderstatistiken. Der aktuelle DFG-Atlas weist die Universität Potsdam als beim Einwerben von Drittmitteln der DFG unter den 40 Universitäten mit den höchsten Bewilligungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Platz 22), Lebenswissenschaften (Platz 40) und in den Naturwissenschaften (Platz 34) für 2014-2016 insgesamt aus.

CEWS

Das CEWS-Ranking wurde im Jahr 2003 eingeführt und etablierte sich seitdem zu einem festen Bestandteil der Qualitätssicherung von Gleichstellung an Hochschulen. Ziel des Hochschulrankings ist es, die Gleichstellungserfolge von Hochschulen im bundesweiten Vergleich mit Hilfe quantitativer Indikatoren dazustellen. Im zweijährigen Abstand werden damit Veränderungen und Trends in der Gleichstellung an Hochschulen aufgezeigt und dabei nach verschiedenen Bereichen differenziert (Studierende, wissenschaftliche Qualifikation, Personal und Veränderungen im Zeitverlauf).

Die Universität Potsdam wurde 2019 im CEWS-Gesamtranking der Universitäten in Ranggruppe 3 mit 10 von 12 Punkten und damit in der höchsten Kategorie, die überhaupt erreicht wird, platziert (zusammen mit der Universität Bielefeld und der Friedrich-Schiller-Universität Jena, als eine von insgesamt 3 Universitäten in der genannten Ranggruppe). Bei insgesamt vier von sechs Indikatoren erreichte die Universität Potsdam die Spitzengruppe, in zwei weiteren die Mittelgruppe.

Spitzengruppe bei folgenden Indikatoren:

  • Post-Docs
  • Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal
  • Steigerung des Frauenanteils am wissenschaftlichen und künstlerischen Personal gegenüber 2012
  • Steigerung des Frauenanteils an den Professuren gegenüber 2012

Mittelgruppe bei folgenden Indikatoren:

  • Promotionen
  • Professuren

Damit zählt die Universität Potsdam unter Gleichstellungsaspekten auch weiterhin zu den führenden Hochschulen Deutschlands!

Dies spiegelt sich auch im CEWS-Länderranking wieder: hier erreicht das Land Brandenburg mit zwölf von vierzehn Punkten (entspricht Ranggruppe 3), zusammen mit Berlin (Ranggruppe 1), die Spitzengruppe der Hochschulen (im Vergleich: Land Brandenburg 2015: 'Oberes Mittelfeld').

Gründungsradar

Das Gründungsradar des Stifterverbandes vergleicht Hochschulprofile in der Gründungsförderung an deutschen Hochschulen. Es dient somit als ein wichtiges Instrument um den Wissens- und Technologietransfer einer Hochschule darzulegen. Eine erfolgreiche Gründungskultur hat Auswirkungen auf die Attraktivität der Hochschule sowohl bei Studierenden als auch für umliegende Unternehmen oder unternehmensnahen Netzwerke.

Die Universität Potsdam erreicht im aktuellen Gründungsradar 2018 zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den dritten  Platz. Spitzenreiter ist die Technische Universität München, Platz zwei teilen sich die Hochschule für angewandte Wissenschaften München und die Universität des Saarlandes.