Der Absolventenpreis
Einmal im Jahr verleiht die Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. während der Zentralen Absolventenfeier der Universität Potsdam den Absolventenpreis.
Mit dem Preis wird eine Absolventin bzw. ein Absolvent eines Masterstudiengangs (resp. Erste juristische Prüfung) der Universität Potsdam ausgezeichnet, die bzw. der ein hohes wissenschaftliches Potenzial erkennen lässt und sich in besonderer Weise für eine akademische Weiterqualifikation eignet. Der Preis will begabte Nachwuchsforschende fördern und dazu beitragen, dass sie den Weg in die Wissenschaft finden. Er ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von der Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. gestiftet.
2025
Die fünf Nominierten in diesem Jahr waren Theresa Schültken (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät), Julia Sophie Messner (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät), Hermann Siebel (HumanwissenschaftlicheFakultät), Johannes Knechtges (Philosophische Fakultät) und Rome Sommerfeld (Digital Engineering Fakultät).
Den Absolventenpreis 2025 erhält Julia Sophie Meßner aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Sie absolvierte das Masterstudium Ernährungswissenschaft mit der Abschlussnote 1,0 und schrieb ihre Masterarbeit zum Thema »Influence of fatty acid quality and sex hormones on neuronal cell metabolism«. Ernährung ist entscheidend für die Gesundheit. Einerseits bedingt eine zu hohe Nahrungszufuhr Übergewicht und Adipositas, andererseits sind ca. 70% der neuen Typ 2 Diabetesfälle auf eine suboptimale Diät zurückzuführen. So reduziert eine ungesunde, hochkalorische, fettreiche Ernährung geschlechtsspezifisch die Insulinwirkung im Gehirn. Um bessere Einsichten in diesen Sachverhalt zu erlangen, hat Frau Meßner neuronale Zellen mit Geschlechtshormonen und verschiedenen Fettsäuren (FA) behandelt. Hier zeigte sich, dass Testosteron die Insulinsensitivität und Zellatmung verringerte. Zudem hat der Sättigungsgrad der FA einen entscheidenden Einfluss auf den neuronalen Stoffwechsel.
»Die Idee von Frau Meßner die Qualität von Fettsäuren zu untersuchen ist wissenschaftlich interessant. Hervorzuheben ist hier, dass Frau Meßner Fettsäuren gewählt hat, welche Bestandteil wichtiger und schmackhafter Öle sind. Daher wird ihre Grundlagenforschung translationale Implikationen haben können. […] Ihre Ergebnisse sollen helfen neue präklinische Ernährungsinterventionen zu testen, um die metabolische Entgleisung bei adipösen Patienten zu verbessern«, heißt es im Gutachten.
Julia Sophie Meßner hat ihr Bachelorstudium bereits mit Auszeichnung bestanden und ihr Masterstudium als Jahrgangsbeste am Institut für Ernährungswissenschaften abgeschlossen. Sie ist die erste FastTrack PhD Studentin des IEW und betreut parallel weitere Studierende. Ihren Enthusiasmus für Forschung zeigt Sie auch in der Öffentlichkeitsarbeit, wie z.B. beim Potsdamer Tag der Wissenschaft. Im Gutachten wurde weiterhin ihre Motivation und Leistungsbereitschaft gelobt, und dass sie freiwillig an der Weiterbildung „Teaching Professionals“ der POGS teilnimmt, damit Sie frühzeitig Lehrerfahrung sammeln und Lehrtechniken erlernen kann. Daher sehen die Gutachter hervorragende Perspektiven für Frau Meßner und habe keine Bedenken, dass Sie eine erfolgreiche akademische Karriere haben wird.
Lesen Sie hier die Abschlussrede von Julia Sophie Meßner
2024
Die fünf Nominierten in diesem Jahr waren Sven Oke Seliger (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät), Dorothee Sophie Dahl (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät), Elise Oltrogge (Humanwissenschaftliche Fakultät), Marco Barchfeld (Philosophische Fakultät) und Lars Masanneck (Digital Engineering Fakultät).
Den Absolventenpreis 2024 erhält Lars Masanneck aus der Digital Engineering Fakultät. Er absolvierte das Masterstudium Digital Health mit der Abschlussnote 1,0 und schrieb seine Masterarbeit zum Thema »Analyzing Trends in the Use of Digital Health Technologies in Clinical Research and Beyond – Evidence from ClinicalTrials.gov and Other Sources«. Digitale Gesundheitstechnologien (DHTs) wie vernetzte Sensoren bieten besonderes Potenzial zur Verbesserung der Datensammlung und der Patientenautonomie in der Neurologieforschung und -versorgung. In seiner Arbeit analysierte Masanneck die Entwicklung des Einsatzes von DHTs in Studien für vier chronische neurologische Erkrankungen: Epilepsie, Multiple Sklerose, Alzheimer und Parkinson. »Sein Projekt ist sowohl für die Digitale Medizin als auch für die Neurologieforschung sehr bedeutsam und verknüpft damit innovativ verschiedene Themen. Herr Masanneck spielt bereits eine führende Rolle in der Deutschen Gesellschaft für Digitale Medizin und führt gleichzeitig neurologische Forschung an der Universitätsklinik Düsseldorf durch. Der Weg zu einer wissenschaftlichen Karriere scheint klar vorgezeichnet«, heißt es im Gutachten.
Neben seiner herausragenden akademischen Leistung zeichnet er sich auch durch sein hohes soziales Engagement aus. Auf dem Campus gründete er die BeyondMedicine-Initiative, die Veranstaltungen zur interdisziplinären Vernetzung von Lebenswissenschaftler- *innen und Informatiker*innen organisiert. In der Zivilgesellschaft war er maßgeblich am Aufbau einer medizinischen Notfallpraxis während und nach dem Ahrhochwasser in seiner Heimatgemeinde beteiligt. Zudem ist er 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Digitale Medizin.
Lars Masanneck (M.) erhielt den Absolventenpreis 2024 von Barbara Obst-Hantel, Vorstandsvorsitzende der Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. (R.)
2023
Die fünf Nominierten in diesem Jahr waren Juri Nithammer (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät), Henrik Rose (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät), Anja Henke (Humanwissenschaftliche Fakultät), Nikola Stankovic (Philosophische Fakultät) und Maximilian Böther (Digital Engineering Fakultät).
Den Absolventenpreis 2023 der Universität Potsdam und der Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. erhält Henrik Rose aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Er absolvierte das Masterstudium Astrophysik und widmete sich in seiner Abschlussarbeit dem Thema »Constraining Three-Body Interactions with the Einstein Telescope«. »Henrik Rose gelang es auf innovative Weise realistische Gravitationswellensignale zu simulieren und auszuwerten. Er schaffte es damit nicht nur darzustellen, dass das Einstein Teleskop es ermöglichen wird, Dreikernwechselwirkungen zu bestimmen. Seine Arbeit zeigt auch eine Möglichkeit auf, wie man grundsätzlich verschiedene kernphysikalische Beschreibungen miteinander vergleichen kann. Es ist davon auszugehen, dass anderen Forschende diese Methode aufgreifen und ebenfalls nutzen werden«, heißt es im Gutachten
2022
Die sechs Nominierten in diesem Jahr waren Armin Sauermann (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät), Julia Nauen (Mathematisch-Naturwissenschaftliche-Fakultät), Boris Zergibel (Juristische Fakultät), Nico Klausner (Humanwissenschaftliche Fakultät), Jan-Niklas Kniewel (Philosophische Fakultät) und Hans Gawendowciz (Digital Engineering Fakultät)
Den Absolventenpreis 2022 der Universität Potsdam und der Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. erhält Hans Gawendowicz aus der Digital Engineering Fakultät.
Er absolvierte das Masterstudium IT-Systems Engineering und widmete sich in seiner Abschlussarbeit dem Thema »On a Social Distancing Network Creation Game«. »In der Arbeit wird ein völlig neues spieltheoretisches Modell für die Erzeugung von sozialen Netzwerken, das erstmals Aspekte von Social Distancing berücksichtigt, vorgeschlagen und analysiert. Das Modell ist einfach und beschreibt den Konflikt zwischen sozialem Nutzen von direkten Kontakten und dem Risiko einer Infektion auf natürliche Weise. Neben dem Modell ist auch die Beweistechnik für das Hauptresultat der Existenz von spieltheoretischen Gleichgewichtszuständen neu«, heißt es im Gutachten.
2021
Die fünf Nominierten in diesem Jahr waren Henrik Rätz (Digital Engineering Fakultät), Alisa Egorova (Philosophische Fakultät), Dariush Hauck (Juristische Fakultät), Loretta Gasparini (Humanwissenschaftliche Fakultät), Carolin Körner (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät) und Bryan Nowack (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät).
Den Absolventenpreis der Universität Potsdam 2021 erhält Bryan Nowack aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Er absolvierte ein Masterstudium Biochemistry and Molecular Biology und widmete sich in seiner Abschlussarbeit dem Thema »Increasing the resolution of heat shock response analysis in roots through the use of fluorescent proteins«.
2019
Die fünf Nominierten in diesem Jahr waren waren Stephan Haarmann (Digital Engineering Fakultät), Felix Lang (Philosophische Fakultät), Alois Lobkowicz (Juristische Fakultät), Mareike Philipp (Humanwissenschaftliche Fakultät), Judith Pietreck (Philosophische Fakultät) und Gregor Tallig (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät).
Den Absolventenpreis der Universität Potsdam 2019 erhält Stephan Haarmann aus der Digital Engineering Fakultät. Er absolvierte ein Masterstudium Science IT-Systems Engineering und widmete sich in seiner Abschlussarbeit dem Thema »Regelkonformität von Geschäftsprozessen unter Berücksichtigung von Entscheidungen".
2018
Mit dem Absolventenpreis der Universität Potsdam werden in diesem Jahr zwei Absolventinnen in zwei Masterstudiengängen ausgezeichnet, die ein hohes wissenschaftliches Potenzial erkennen lassen und sich in besonderer Weise für eine wissenschaftliche Weiterqualifikation eignen.
Die fünf Nominierten in diesem Jahr waren Antonia Schmidt (Juristische Fakultät), Marie-Christin Behrendt (Philosophische Fakultät), Carla Bombi Ferrer (Humanwissenschaftliche Fakultät), Loni Klaus (MathematischNaturwissenschaftliche Fakultät) und Farina Hoffmeier (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät).
Den Absolventenpreis der Universität Potsdam 2018 erhalten Carla Bombi Ferrer aus der Humanwissenschaftlichen Fakultät und Loni Klaus aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.
Carla Bombi Ferrer absolvierte ein Masterstudium Linguistik. In ihrer Abschlussarbeit »Definiteness in Akan« befasste sie sich mit einer in Ghana verbreiteten Kwa-Sprache.
Loni Klaus schloss ein Studium im Master Biochemie und Molekularbiologie ab. In ihrer Abschlussarbeit mit dem Titel »Investigating the Role of DRG Proteins in Translation« untersuchte sie molekulare Chaperone in der Zelle.
2017
Die fünf Nominierten in diesem Jahr waren Jan-Ole Alpha (Juristische Fakultät), Oliver Bunk (Philosophische Fakultät), Lena Grabow (Humanwissenschaftliche Fakultät), Lisa Luna (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) und Clara Cosima Marie Obst (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät).
Den Absolventenpreis der Universität Potsdam 2017 erhält Lisa Luna aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Sie absolvierte ein Masterstudium Geowissenschaften und widmete sich in ihrer Abschlussarbeit dem Thema »A glacial chronology and cosmogenic nuclide cross calibration from the central southern Ande-an Plateau (Puna, 24°S)«.