Lebenslauf
Das Leben hat Höhen und Tiefen, Ecken und Kanten. Ihr Lebenslauf kann und muss deshalb keine geradlinige Erzählung sein. Viel wichtiger ist, dass Sie überlegen, welche Qualifikationen Sie besitzen und wie diese zur gewünschten Stelle passen. Denn der erste Blick beim Sichten von Bewerbungen fällt häufig auf den Lebenslauf. Innerhalb kürzester Zeit können sich Personaler*innen so ein Bild von Ihnen als Bewerber*in machen.
Was macht einen gelungenen Lebenslauf aus?
Unsere Hinweise noch einmal zusammengefasst:
Inhalte abwägen
Ein Lebenslauf stellt relevante Informationen Ihres Werdegangs übersichtlich dar. Die Leser*innen sollten einen guten Eindruck von Ihnen als Bewerber*in bekommen: Was haben Sie Wann und Wo gemacht? Überlegen Sie, was die Anforderungen der angestrebten Tätigkeit sind und welche Ihrer bisherigen Qualifikationen am besten dazu passen. Diese relevanten Qualifikationen und Fähigkeiten sollten auf den ersten Blick erkenntlich sein. In Bewerbungen außerhalb der klassisch wissenschaftlichen Laufbahn passen alle Inhalte meist auf 2 Seiten.
Es ist empfohlen, den Lebenslauf für jede Bewerbung individuell anzupassen und relevante Stationen und Erfahrungen (stilistisch) hervorzuheben. Um herauszufinden, welche Erfahrungen und Stationen besonders relevant sind, kann ein KI Chatbot Inspirationen geben. Dafür können Sie Ihren gesamten, längsten Lebenslauf mit allen Stationen (Achtung Datenschutz: ohne Bild und persönliche Daten) hochladen sowie die Stellenbeschreibung und Anweisungen geben wie: 'Liste die Erfahrungen auf, welche für die angestrebte Stelle besonders relevant sind und die erworbenen Fähigkeiten'. Dieser Prompt kann auch hilfreiche Ideen für das Anschreiben liefern, sodass sich Lebenslauf und Anschreiben gut ergänzen.
Inhalte abstimmen
Arbeiten Sie mit Schlüsselbegriffen. Was bereits in Ihrem Anschreiben auftaucht, sollte auch in Ihrem Lebenslauf in Form von Schlüsselbegriffen zu finden sein. Dabei sollten sich die Informationen aber nicht einfach wiederholen, sondern ergänzen.
Inhalte ordnen
Der Lebenslauf strukturiert sich anhand von Überschriften. Übliche Kategorien sind zum Beispiel:
- Persönliche Daten
- Akademischer Werdegang / Bildungsweg
- Praxiserfahrungen
- Sprachen
- Digitale Kompetenzen
Dabei können Sie natürlich die Kategorien anders sortieren, zusammenfügen oder ergänzen, damit es für Sie individuell besser passt. Ergänzungen sind zum Beispiel:
- Publikationen
- Weiterführende Qualifikationen
- Ehrenamtliches Engagement
- Auslandserfahrung
- Interessen und Hobbies
Inhaltlicher Kontext
Fügen Sie Details und kurze Beispiele zu einer Station oder Tätigkeit hinzu. Diese Details können Sie in Stichpunkten auflisten: Was sind Schwerpunkte Ihres Studiums? Wie lautet der Titel Ihrer letzten Abschlussarbeit? Welche Aufgaben hatten Sie während Ihres Praktikums oder in ihren Nebenjobs? Diese Zusatzinformationen motivieren, einen Blick in Ihr Anschreiben zu werfen. Auch bei Fähigkeiten wie Sprachen oder Software-Kenntnissen sollten Sie Details angeben: wie gut beherrschen Sie eine Sprache oder ein Programm?
Darstellung und Chronologie
Übersichtlichkeit, Struktur und Design sind wichtig für einen guten Lebenslauf. Wir haben deshalb eine Checkliste zu diesem Thema verfasst. Soviel vorab: Ein Lebenslauf ist anti-chronologisch, beginnt also mit Ihren jüngsten Erfahrungen. So erscheint Ihre letzte relevante Erfahrung direkt am Anfang.
Was muss unbedingt rein?
Name und Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer gehören zu den persönlichen Angaben. Geburtsdatum und -ort sind auch fast immer zu finden. Ein Foto hingegen ist nicht zwingend notwendig, wird in vielen Branchen aber gern gesehen. Das Foto sollte dann allerdings aktuell, freundlich und hochauflösend sein. Passbilder eignen sich nicht.
Was muss raus?
Angaben zu Eltern und Geschwistern, Angaben zur Grundschule oder Gehaltsvorstellungen gehören nicht in den Lebenslauf. Auch religiöse oder politische Ansichten sind überflüssig - sofern nicht ausdrücklich für die Stelle relevant. Hobbies brauchen Sie nur zu erwähnen, wenn sie außergewöhnlich, besonders interessant oder für die Stelle wichtig sind. Geben Sie zu diesen Hobbies dann etwas mehr Informationen an, als nur den Titel!
Die Staatsangehörigkeit und der Familienstand muss nicht mehr angegeben werden. Je nach eigener Einstellung können beide bzw. eine der beiden Angaben mit aufgeführt werden oder weggelassen werden.
Das Abitur wird überlicherweise noch mit angegeben, wenn man noch im Studium ist. Hat man aber schon einen Abschluss und eventuell schon ein paar Jahre Berufserfahrungen, muss es nicht mehr auf dem Lebenslauf erscheinen.
Schluss
Zum Schluss gehören Datum und Unterschrift auf den Lebenslauf.
Sonst noch was?
Ein paar Tipps haben wir noch:
- Beim Eintrag zu Abitur / zu letztem Schulabschluss reicht das End-Datum: Monat und Jahr des Abschlusses.
- Auf einem Lebenslauf muss nicht "Lebenslauf" stehen.
- Auch kleinere, fachfremde Nebenjobs oder Ehrenämter sollten Sie angeben. Diese sind oft mindestens interessant, meist sogar relevant und aussagekräftig.
- Es gibt kein "richtig" oder "falsch"! Ein Lebenslauf ist einzigartig und sollte zu Ihnen sowie zur ausgeschriebenen Tätigkeit passen.