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Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät trauert um Dr. Renate Ferdinand, ehemals Schmidt

  • Foto: Ernst Kaczynski

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir vom plötzlichen Tod († 04. August 2026) unserer ehemaligen Kollegin Dr. Renate Ferdinand, ehemals Schmidt erfahren.

Dr. Renate Ferdinand war seit Gründung der Universität Potsdam 1991, also von Anfang an, in akademischer und administrativer Funktion an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät tätig . Über viele Jahre prägte sie als Fakultätsgeschäftsführerin die Arbeit der Fakultät und war zugleich akademisch, als Dozentin und Forschende, mit dem Fokus auf Politik Nahost, tätig. Von November 2007 bis Oktober 2012 war sie im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit im Jemen. Dort führte sie unter anderem Veranstaltungen in arabischer Sprache zu den Themen Korruption und Good Governance durch.

Nach ihrer Rückkehr aus dem Jemen übernahm sie die Position der Referentin für Internationales und Berufungsmanagement an der Fakultät. Insbesondere die Betreuung und Unterstützung der Erasmus-Studierenden lag ihr sehr am Herzen. Mit großem Engagement setzte sie sich für die internationalen Studierenden ein und war für viele von ihnen eine wichtige und verlässliche Ansprechpartnerin. Zugleich stand sie als Vertrauensperson vielen Studierenden und Mitarbeiter:innen für Gespräche oder eine Konfliktmediation zur Verfügung.

Im Juli 2022 trat Dr. Renate Ferdinand in den Ruhestand. Wir haben sie damals im Rahmen einer feierlichen Verabschiedung aus ihrem über 30jährigem Dienst an und in unserer Fakultät verabschiedet. Neben zahlreichen Kolleg:innen nahmen auch viele Ehemalige teil, die mit Dr. Renate Ferdinand über die Jahre zusammengearbeitet hatten und ihr auf besondere Weise verbunden waren. Auch über ihre aktive Dienstzeit hinaus blieb sie der Fakultät und vielen ihrer ehemaligen Kolleginnen und Kollegen verbunden.

Dr. Renate Ferdinand war eine überaus geschätzte Kollegin. Ihre gute Laune, ihre herzliche und offenen Art, ihr stets freundliches Auftreten, ihre positive Ausstrahlung und ihr ansteckendes Lachen prägten die Zusammenarbeit mit ihr. Ihr plötzlicher Tod hat uns zutiefst erschüttert. Wir werden Dr. Renate Ferdinand als engagierte, herzliche und außergewöhnliche Kollegin in dankbarer Erinnerung behalten.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen Angehörigen.

Liebe Renate, wir werden dich sehr vermissen. Du wirst uns mit deinem Lächeln und deiner Herzlichkeit in Erinnerung bleiben.


Digitales Kondolenzbuch für Dr. Renate Ferdinand

Prof. Dr. Andrea Liese, Dekanin der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und Inhaberin der Professur für Internationale Beziehungen:
"Die unerwartete Nachricht vom viel zu frühen Tod unserer geschätzten Kollegin Dr. Renate Ferdinand, ehemals Schmidt, hat mich tief getroffen. Von 2010 bis 2022 durfte ich mit ihr zu zahlreichen Erasmusfällen, im Rahmen zweier Berufungskommissionen und einer Mediation zusammenarbeiten und von ihren Empfehlungen profitieren. Auch Ihre Expertise zu menschenrechtlichen und friedenspolitischen Fragen zum Nahen Osten war für mich als Professorin für Internationale Beziehungen stets eine Bereicherung. Ihre Zuversicht, Tatkraft und hohe Professionialität werden mir neben ihrer außergewöhnlichen Herzlichkeit stets in Erinnerung bleiben. 
Mein aufrichtiges Beileid gilt ihrer Familie!"

Franziska Stimming, Geschäftsführerin der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät: 
“Renate war eine großartige Kollegin und ein ganz besonderer Mensch. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden, um auszudrücken, wie sehr ihr plötzlicher Tod berührt. Ich bin sehr dankbar sie kennengelernt zu haben. Sie hatte eine so herzliche und offene Art, und ihr Lächeln hat uns allen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Renate war für so viele Menschen eine große Bereicherung. Sie hatte ein großes Herz und wollte für jeden Menschen immer das Beste. Sie hat zugehört, unterstützt, Mut gemacht und sich für andere eingesetzt, ganz selbstverständlich und ohne viel Aufhebens darum zu machen. Genau das hat sie für so viele Menschen so wertvoll und besonders gemacht. Ihr plötzlicher Tod hinterlässt eine große Lücke. Sie wird uns als warmherzige, engagierte und lebensfrohe Kollegin in Erinnerung bleiben. Mein aufrichtiges und tief empfundenes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen Angehörigen. Ich wünschen ihnen in dieser schweren Zeit viel Kraft und Trost.”

Doris Gericke, Verwaltungsleiterin an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät:
“Liebe Renate, mit tiefem Schmerz und großer Bestürzung habe ich erfahren, dass du so plötzlich von uns gegangen bist. Du warst eine zauberhafte Kollegin, die mit ihrer Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und ihrem unerschütterlichen Optimismus stets ein Lichtblick im Arbeitsalltag war. Dein Lächeln war ansteckend, und dein herzlicher Umgang mit jedem um dich herum hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Es ist kaum zu glauben, dass du uns so früh verlassen hast, und die Lücke, die du hinterlässt, ist groß – du hattest so viele Pläne, so viel Schönes, das du noch erleben wolltest. In diesen schweren Stunden gilt mein tief empfundenes Beileid deiner Familie, die diesen Verlust als besonders schmerzhaft erfahren muss. Danke für all die wundervollen Momente und die positive Zeit, die wir in 30 Jahren gemeinsam hatten. Dein Andenken wird stets lebendig bleiben, und die Erinnerungen an dich werden wir in Ehren halten. Du wirst uns sehr fehlen, aber in unseren Herzen bleibst du unvergessen. In stillem Gedenken, Doris Gericke.”

Constance Münchow, Referentin Forschungsförderung, Forschungsangelegenheiten Universität Potsdam: 
“In sehr liebevoller Erinnerung an Renate. Ihre Herzenswärme und Fröhlichkeit waren ein Geschenk. Mit tiefem Mitgefühl, Constance Münchow, ehemalige Kollegin an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam”

Prof. Dr. Jochen R. Pampel, außerplanmäßiger Professor für Controlling an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam: “Dr. Renate Ferdinand, ehemals Schmidt war für mich insbesondere in meiner Anfangszeit an der Universität Potsdam ab 2003 geradezu die Verkörperung der noch jungen neuen Fakultät. Ich werde immer dankbar an die stets pragmatische, konstruktive und energetische Zusammenarbeit denken.”

Prof. Dr. Wilfried Fuhrmann, ehemaliger Inhaber der Professur für Makroökonomische Theorie und Politik: 
"Liebe Renate!
Für unsere, mir unvergessene Dialoge und Zusammenarbeit danke ich Dir herzlich. Ich denke an Dich und werde Dich nicht vergessen.
Dein Willy (Wilfried)"

Prof. Dr. Dieter Wagner, ehemaliger Inhaber der Professur für Organisation und Personalwesen (1993-2012): "Meine Erinnerungen an Frau Dr. Schmidt gehen bis Anfang der 90er Jahre zurück, wo sie nach Bildung der WISO-Fakultät die erste „Dekanatsassistentin“ wurde, wie diese Position damals noch hieß.
Dank ihrer pragmatischen Einstellung und ihrem Humor konnte man hervorragend mit ihr zusammenarbeiten. Unvergeßlich ist ihre moderierende Rolle bei einer Videoaufnahme anläßlich der Antrittsvorlesung des Kollegen Bürklin: dabei interviewte sie die Bewohner der damaligen „Professoren-WG“ in der Karl-Marx-Straße 19. Die Kollegen Bürklin, Eickhof und mich, wie wir unsere Appartments selbst sauberhalten wollten. Kollege Holtmann stellte die These auf, dass Staub in den Regalen sich so verfestigen würde, dass man nie mehr staubwischen müßte. Kurze Zeit später als ich Dekan wurde, unterstützte sie uns bei einer (vergeblichen) Bettelaktion vor dem Landtag, zusammen mit dem damaligen Rektor Loschelder und anderen Rektoratsmitgliedern. So könnte man eine Anekdote an die andere reihen, sowohl vor ihrem Aufenthalt im Jemen und danach, insbesondere bei der Unterstützung von Geflüchteten im Jahre 2015.
Die Nachricht vom Tode berührt mich sehr. Gleichwohl wird sie uns unvergessen bleiben. 
Mit traurigen Grüßen
Dieter Wagner"

Prof. Dr. Heinz Kleger, ehemaliger Inhaber der Professur für Politische Theorie (1994-2018): 
"Renate habe ich kennengelernt in den turbulenten Anfangsjahren der Wi-So- Fakultät, 1992 zum erstenmal im damaligen Dekanatsraum des Gründungsdekans Prof. Rohe. Sie, die studierte " Arabistin" war die umtriebige, stets helfende Hand in diesen schwierigen, interessanten Anfangszeiten für uns Professoren, die Mitarbeiter und Studenten.
Das blieb auch später so für diverse Projekte bis in die Jetztzeit der Flüchtlingsbetreuung.
Liebe Renate dafür danke ich dir sehr. Dein plötzlicher Tod macht mich traurig.
Heinz"

Prof. Dr. Harald Fuhr, ehemaliger Inhaber der Professur für Internationale Politik: 
"Frau Dr. Schmidt unterstützte mich in den ersten Monaten und Jahren meines Umzugs von Washington DC nach Berlin und Potsdam mit Rat und Tat und erleichterte mir damit meine Integration in unsere Fakultät enorm. Sie beriet mich nicht nur bei der Auswahl und Durchführung meiner und unserer Lehrveranstaltungen, bei der Einstellung von wissenschaftlichem Personal und der (damals studentischen) Besetzung meines Sekretariats. Sie gab mir auch vertrauliche Tips, wie man am besten mit gelegentlich etwas "schwierigen" Studierenden, aber auch Kollegen, angemessen umging. Sie überzeugte mich gleich zu Beginn meiner Dienstzeit, dass wir eine DAAD Partnerschaft mit der "Sadat Academy for Management Sciences" in Kairo aufbauen sollten, zu der sie bereits frühere Kontakte aufgebaut hatte. Wir warben erfolgreich Mittel ein und unsere Fakultät profitierte über mehrere Jahre von dieser Partnerschaft. Frau Dr. Schmidt war von Anfang an begeistert von unserem neuen, englischsprachigen MA Programm in "Public Management" (1998/99) und förderte es in den Folgejahren genauso geschickt und umsichtig, wie die Internationalisierung der Forschungs-, Studien- und Austauschprogramme unserer Fakultät insgesamt. Auch folgte ich mit großer Freude ihrer Einladung in den Jemen, wo sie über mehrere Jahre für die GIZ tätig war. Sie hatte früher schon den Jemen zum Gegenstand ihrer Dissertation gewählt und war daher nicht nur eine exzellente Kennerin der turbulenten Geschichte des Landes, sondern auch eine kenntnisreiche Führerin durch Sanaa und Umgebung, wo ich sie immer als eine gegenüber lokalen Partnern sehr einfühlsame Kollegin wahrnahm.         
Frau Dr. Schmidt leistete das alles ohne große Mühe und ohne großen Aufwand, und mit einer bewundernswerten Leichtigkeit. Sie überzeugte einen zumeist schnell mit ihrem unvergesslichen, immer der Person zugewandten Lächeln, und veranlasste damit auch schnell ein Lächeln — und letztlich Zustimmung — auf der anderen Seite. Ich bin ihr für die vielen gemeinsamen Jahre, Erlebnisse und Erinnerungen sehr dankbar."  

Marita Böhning, Referentin für Internationale Angelegenheiten im Präsidialbereich der Universität Potsdam: 
"Der plötzliche Tod von meiner lieben Internationalisierungskollegin Renate macht mich sehr traurig. Wir haben viele Jahre gemeinsam im Themenfeld Internationalisierung und im Beirat Internationalisierung zusammengearbeitet. Ihren unermesslichen Erfahrungsschatz und Ihr Vermögen, immer auf Augenhöhe Rat zu geben und zu suchen, haben mich immer beeindruckt. 
Ich erinnere mich an eine unserer letzten Begegnungen, wir waren beide zufällig 2021 in der gleichen Reha-Einrichtung, ich kurz vor der Abreise, sie gerade erst angekommen. Ich saß beim Essen und da stand sie auf einmal an meinem Tisch und strahlte mich an. Liebe Renate – dieses Lächeln behalte ich in Erinnerung. Mein Beileid an alle Angehörigen, Freunde und Kolleginnen und Kollegen, die sie schmerzlich vermissen werden."

Dr. Roswitha Schwerdtfeger, ehemalige Geschäftsführerin der Juristischen Fakultät:
"Ich kann es immer noch kaum fassen, dass Renate nicht mehr unter uns weilt. Sie war so ein liebenswürdiger, herzensguter und weltoffener Mensch. Ihr Optimismus und ihre Fröhlichkeit waren ansteckend. Wir lernten uns als die beiden ersten Dekanatsassistentinnen (später Fakultätsgeschäftsführerinnen) der in den Anfangsjahren der Uni Potsdam in Griebnitzsee ansässigen Fakultäten kennen. Besonders in der Aufbauphase und auch später haben wir toll zusammengearbeitet, uns über Probleme und deren Lösungen ausgetauscht. Renate bestach durch ihr ruhiges und ausgeglichenes Wesen. Gern erinnere ich mich auch an unsere gemeinsamen mündlichen Prüfungen zum "Nahen Osten", zu denen sie mich gelegentlich als Beisitzerin gebeten hatte. Mein tiefes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen, denen ich in dieser schweren Zeit viel Kraft wünsche."

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