Erste Studierende der Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg (FGW) erforschen Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten der regionalen Gesundheitsversorgung

Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg hat im Wintersemester 2022/23 am Klinikstandort Rüdersdorf der Medizinischen Hochschule Brandenburg einen deutschlandweit einzigartigen Studiengang gestartet. Ziel des neuen, praxisorientierten Masterstudiengangs „Versorgungsforschung“ ist es, gemeinsam mit Studierenden innovative Lösungen und Handlungsempfehlungen zur Sicherstellung einer personenzentrierten Gesundheitsversorgung in strukturschwachen und ländlichen Regionen zu entwickeln.

„Der Forschungsschwerpunkt der MHB zielt auf die Verbesserung der patient*innenzentrierten Gesundheitsversorgung ab, insbesondere auch im Hinblick auf die alternde Bevölkerung in strukturschwachen Regionen. Die Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung spielt als zentraler methodischer Ansatz hierbei eine wichtige Rolle. Umso mehr freue ich mich, dass es uns nach intensiven Planungen und Vorbereitungen jetzt zum Wintersemester gelungen ist, mit dem neuen, in unserer Fakultät für Gesundheitswissenschaften angesiedelten Masterstudiengang Versorgungsforschung zu starten. Wir leisten damit erneut einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit und zur besseren Anpassung an Versorgungsbedarfe, insbesondere auch in ländlichen Regionen“, sagt Prof. Hans-Uwe Simon, Präsident der MHB.

„Ich bin sehr glücklich, dass es jetzt endlich losgeht! Als Leiter des neuen Masterstudiengangs Versorgungsforschung war es für mich eine riesige Freude, nach der mehrjährigen Vorlauf- und Vorbereitungszeit die ersten Studierenden endlich persönlich begrüßen zu dürfen. Kleine Lerngruppen, eine intensive Betreuung, ein persönlicher Kontakt zwischen Dozierenden und Studierenden sowie eine enge Anbindung an aktuelle Forschungsfragen und -projekte werden die Reise der Studierenden in den nächsten fünf Semestern charakterisieren. Mit dem 2019 gegründeten Zentrum für Versorgungsforschung Brandenburg, mittlerweile über 20 in diesem Bereich tätigen Wissenschaftler*innen, der erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln sowie zahlreichen Publikationen zeichnen wir uns nicht nur in der Lehre aus, sondern besitzen damit auch in der Forschung ein Alleinstellungsmerkmal. Wir nehmen damit als Pionier schon heute im Land Brandenburg eine herausragende Position im Bereich der Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung ein“, freut sich Prof. Dawid Pieper, Professor für Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung an der FGW/MHB.
Das Studium ist auf insgesamt fünf Semester angelegt und findet nach dem „Blended Learning“ Ansatz statt. Für die Studierenden heißt das: Drei Wochen pro Semester lernen sie in Präsenz in Rüdersdorf, alle weiteren Veranstaltungen besuchen sie zu Abendterminen per Videokonferenz. Dadurch bekommen sie die Gelegenheit, ihr Studium zu absolvieren und gleichzeitig weiterhin beruflich tätig zu sein.

Insgesamt sechs Dozent*innen von der Medizinischen Hochschule Brandenburg und der Universität Potsdam unterrichten in verschiedenen Modulen, zum Beispiel „Grundlagen der Versorgungsforschung und des Gesundheitswesens“, „Gesundheit und Gesellschaft“ und „Versorgungsstrukturen und -modelle in strukturschwachen Regionen“.

Eine weitere didaktische Besonderheit ist die Lehr- und Lernform des problemorientierten Lernens (POL), bei der die Studierenden komplexe, lernfeldübergreifende Praxisaufgaben mit handlungsbezogenen und reflektierenden Aufgabenstellungen erhalten.

Eine offizielle Begrüßung der neuen Studierenden findet am 1. Dezember an der Immanuel Klinik Rüdersdorf statt, einem Universitätsklinikum der MHB. An dem Termin wird neben Studiengangsleiter Prof. Dawid Pieper auch MHB-Präsident Prof. Hans-Uwe Simon teilnehmen.

Kontakt:
Prof. Dr. Dawid Pieper, Professor für Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung
Telefon: +49 (0) 33638 83992
E-Mail: dawid.piepermhb-fontanede

Medienkontakt FGW:
Nicole Steindorf-Rentzsch, Verwaltungsleitung, Öffentlichkeitsarbeit
Fon: +49 331 977 297213
E-Mail: nicole.steindorffgw-brandenburgde

Medienkontakt MHB:
Dr. Eric Alexander Hoffmann, Leiter Kommunikation und Hochschulsprecher
Fon: +49 3391 39-14160
E-Mail: eric.hoffmannmhb-fontanede

Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften
wurde 2018 als gemeinsame Fakultät der Universität Potsdam, der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gegründet. Sie bildet den Kern des Gesundheitscampus Brandenburg. Ziel ist es, neuartige medizinische, pflegerische und medizin-technische Versorgungsangebote sowie innovative Studiengänge zu entwickeln. In Kooperation mit weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen soll die Fakultät zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im Flächenland Brandenburg beitragen.  www.fgw-brandenburg.de

Medieninformation der Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg, herausgegeben von der Universität Potsdam
15-11-2022 / Nr. 004