Mit VR-Brille ins Konzert – Universität und Kammerakademie Potsdam präsentieren und erforschen das VR-Projekt „Reflect“

Das Foto zeigt drei Musiker auf der Bühne während eines Konzerts mit einer Visualisierung auf Projektionswänden. Beim anklicken öffnet sich das Bild im neuen Fenster.
Foto : Xenorama
Das visualisierte Konzert, das von der Kammerakademie und dem Künstlerkollektiv Xenorama produziert wurde, kann mittels VR-Brille wahrgenommen werden.

Musikinteressierte sind in diesem Wintersemester zu einem virtuellen Konzerterlebnis an die Universität Potsdam eingeladen. Im Musikhaus auf dem Campus Golm präsentiert die Hochschule gemeinsam mit der Kammerakademie Potsdam das VR-Projekt „Reflect“. Dabei handelt es sich um eine 360°-Konzertinstallation, in der Licht, Video und Musik fusionieren. Das visualisierte Konzert, das von der Kammerakademie und dem Künstlerkollektiv Xenorama produziert wurde, kann mittels VR-Brille wahrgenommen werden. Gelegenheit dazu besteht jeweils montags von 12 bis 16 Uhr und donnerstags von 9 bis 13 Uhr für Interessierte ab zwölf Jahren. Der Eintritt ist frei. Für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts werden die Gäste gebeten, im Anschluss einen Fragebogen auszufüllen.

Kulturelle Institutionen wie die Kammerakademie Potsdam sind im Zuge des digitalen Wandels auf der Suche nach innovativen, digitalen Formaten, die neue Erfahrungen für ihr bestehendes Publikum bieten, aber auch ein neues Publikum erreichen. Für „Reflect“ wurde mit Virtual Reality ein außergewöhnliches Format gewählt, das ein besonders tiefes Eintauchen in das Werk ermöglicht. Den musikalischen Inhalt der Installation bilden Auszüge aus drei Orchesterwerken: Gustav Mahlers Sinfoniesatz „Blumine“, Alban Bergs Sinfoniefragmente und Hans Abrahamsens „Sommernacht“. Die Stücke wurden von der Kammerakademie gespielt und vom Künstlerkollektiv Xenorama auf besondere Weise aufgezeichnet. Diesem „menschlichen“ Orchester tritt ein technischer Organismus in Form einer künstlichen Intelligenz gegenüber, der mit den Musikerinnen und Musikern auf der Grundlage des Gespielten akustisch interagiert. Zusätzlich wird die Musik durch die künstliche Intelligenz mit Farben und Formen visualisiert. Mit dem Aufsetzen der VR-Brille betreten die Zuschauenden einen anderen Raum und nehmen wechselnde Positionen im und um das Orchester ein. „Aus musikpädagogischer Sicht ist interessant zu erfahren, welches Publikum damit erreicht wird und wie das Konzert tatsächlich erlebt wird“, sagt Phillip Feneberg, der das Projekt wissenschaftlich begleitet. Ihn interessiert, ob es Faktoren gibt, die eine positive oder negative Rezeptionserfahrung begünstigen und welche Rückschlüsse auf mögliche Folgeprojekte sich daraus ziehen lassen.  


Zeit: bis einschließlich 17. Februar, Mo 12-16 und Do 9-13 Uhr
Ort: Campus Golm, 14476 Potsdam, Karl-Liebknecht-Str. 24-25, Haus 6, 2. Stock, Raum 2.12
Kontakt: Phillip Feneberg, Lehrstuhl Musikpädagogik und -didaktik
Telefon: 0331/977-2125
E-Mail: phillip.feneberguni-potsdamde
Internet: https://www.uni-potsdam.de/de/musik/professurenundlehrbereiche/musikpaedagogikundmusikdidaktik/forschungsprojekte

Medieninformation 02.12.2021 / Nr. 106