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Klimaschutz an der Uni – Angelika von Pressentin und Jana Meier managen die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts

Angelika von Pressentin (l.) und Jana Meier (r.) | Foto: Tobias Hopfgarten
Foto : Tobias Hopfgarten
Angelika von Pressentin (l.) und Jana Meier (r.)

Mit Angelika von Pressentin und Jana Meier hat die Universität Potsdam seit kurzem zwei Klimaschutzmanagerinnen. Sie kümmern sich in den kommenden Jahren um die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts, das die Universität mit externer Beratung und Fördermitteln des Bundes erstellt und Anfang 2020 im Senat beschlossen hat. Rund 80 konkrete Vorschläge kamen von Studierenden und Beschäftigten, die zuvor geholfen hatten, Einsparpotenziale von Treibhausgasen zu identifizieren. Die beiden Managerinnen, die das Konzept nun mit Leben füllen werden, konnten dank einer neuerlichen Förderung aus der nationalen Klimaschutzinitiative eingestellt werden.

Angelika von Pressentin hatte sich bereits als Studentin im Fach Ökologie, Evolution und Naturschutz in verschiedenen Umweltinitiativen für ein eigenes Klimaschutzkonzept der Universität stark gemacht und an dessen Zustandekommen tatkräftig mitgewirkt. Seit Oktober ist sie nun hauptamtlich für das nutzerbezogene Klimaschutzmanagement verantwortlich. Dabei richtet sie ihr Augenmerk auf alle klimarelevanten Fragen der Mobilität, der Lehre, der Beschaffung und Entsorgung sowie der Ernährung. „Möglichst bald sollen alle drei Campus noch besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Auch können ältere Fahrzeugmodelle im Fuhrpark der Uni durch E-Autos ersetzt werden“, sagt Angelika von Pressentin und nennt damit zwei Vorhaben des Mobilitätskonzepts. Konkrete Pläne gibt es bereits für die Überdachung von Fahrradständern, um das Radfahren zu fördern und attraktiver zu machen. Ein weiteres Projekt, das Angelika von Pressentin gemeinsam mit dem Studierendenwerk und dem Steuerkreis Gesundheit durchführen möchte, sind Ernährungswochen, in denen saisonale Lebensmittel aus regionalem Anbau vorgestellt werden sollen. Auch Öffentlichkeitsarbeit sieht Angelika von Pressentin als eines ihrer wichtigsten Aufgabenfelder.

Ihre Kollegin Jana Meier sieht ihren Schwerpunkt im technischen Klimaschutzmanagement.  Sie hat an der Technischen Universität Berlin Regenerative Energiesysteme studiert und war anschließend als Bauleiterin in der Klimatechnik tätig. Seit Dezember arbeitet sie an der Universität Potsdam, wo sie sich im Bereich Liegenschaften und Betrieb mit erneuerbaren Energien und Green IT befasst. In Kooperation mit dem Medienbeauftragtem des HGP erfasst und analysiert sie den Verbrauch von Energie und Medien und berechnet die CO2-Bilanz. Ihre ersten Maßnahmen sind der Austausch herkömmlicher Lampen mit LED-Leuchten und die Thermostatregelung in den großen Hörsälen. Mit Temperatur- und CO2-Sensoren ließe sich das Heizen und Lüften automatisieren, weiß Jana Meier. „Bevor jedoch teure Technik angeschafft wird, möchte ich erst einmal darüber informieren und aufklären, was jeder und jede Einzelne tun kann“, sagt sie. Gerade jetzt in den Wintermonaten gehe es darum, in den einzelnen Hochschulbereichen Heizenergie zu sparen. Die Universität setzt hier mit einer Prämie finanzielle Anreize. „Die nutzerbezogene Arbeit und technische Verbesserungen müssen Hand in Hand gehen“, ist sich Jana Meier mit ihrer Kollegin einig.

Um die Kräfte für den Klimaschutz zu bündeln, werden die beiden Managerinnen bereits existierende Initiativen der Verkehrs- und der Umweltkommission und der Studierenden miteinander vernetzen. Wichtige Partner sind zudem die Bauverwaltung, das Personaldezernat und das Dezernat für Haushalt und Beschaffung der Universität, aber auch der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Brandenburg und das Studentenwerk Potsdam. Über die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts informieren die Managerinnen regelmäßig im Internet unter www.uni-potsdam.de/umweltportal. Dort nehmen sie auch Feedback zum Konzept und Anregungen für ihre Arbeit entgegen. Jederzeit besteht die Möglichkeit für Universitätsmitglieder, sich selbst einzubringen – ob als Studierende oder Mitarbeitende in Lehre, Forschung oder Verwaltung.

Veröffentlicht

Online-Redaktion

Sabine Schwarz