International gefragt – Universität Potsdam beim Humboldt-Ranking erstmals in den TOP 10

Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Wagener | Foto: Seila Fernandez Arconada
Quelle: Seila Fernandez Arconada
Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Wagener

Die Universität Potsdam ist bei Forscherinnen und Forschern aus dem Ausland hoch angesehen. Das geht aus dem aktuellen Humboldt-Ranking hervor, bei dem sie unter den 82 gerankten Hochschulen mit Platz 9 erstmals eine Platzierung unter den Top 10 der beliebtesten deutschen Universitäten erreicht. Damit hat sie sich im Vergleich zum letzten Ranking 2017 um zwei Plätze verbessert. Die Rangliste zeigt, wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den vergangenen fünf Jahren mit einer Förderung der Alexander von Humboldt-Stiftung nach Deutschland gekommen sind und wo sie ihren Forschungsaufenthalt besonders häufig verbracht haben. An der Universität Potsdam arbeiteten in diesem Zeitraum 68 Forschende mit einem Stipendium bzw. einem Preis der Stiftung.

„Die erneut  hervorragende Platzierung im Humboldt-Ranking zeigt die sehr gute internationale Vernetzung der Universität Potsdam und die hohe Attraktivität unserer Hochschule für internationale Forschende auf allen Fachgebieten“, sagt Prof. Dr. Florian J. Schweigert, Vizepräsident für Internationales, Fundraising und Alumni. Mit dem Welcome Center sei es gelungen, eine gut funktionierende Servicestelle für ausländische Gäste zu etablieren und die Arbeitsbedingungen für internationale Kooperationen auf ein Spitzenniveau zu heben.

Mt Unterstützung der Alexander von Humboldt-Stiftung gewinnt die Universität Potsdam renommierte Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland, die entscheidende Impulse in Forschung und Lehre setzen: So wird zum 1. Januar der Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Wagener von der University of Bristol mit einer Alexander von Humboldt-Professur an das Institut für Umweltwissenschaften und Geographie berufen. Der Experte für Wasser- und Umweltingenieurwesen will an der Universität Potsdam den Schwerpunkt Wasserforschung weiter ausbauen. Geplant ist unter anderem ein neues Forschungszentrum für Wasser, Umwelt und Gesellschaft, das einen Knotenpunkt für die weltweit vernetzte Forschung, Innovation und Lehre bilden soll, um die Wasserversorgung unter sich ändernden (Klima-)Bedingungen sicherzustellen.

Als Gastwissenschaftler kommt Prof. Dr. Robert Gerwarth vom University College Dublin nach Potsdam. Der Historiker hat in diesem Jahr von der Alexander von Humboldt-Stiftung den mit 60000 Euro dotierten Reimar Lüst-Preis erhalten. An der Professur für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt bei Prof. Dr. Sönke Neitzel wird er an einer großen Studie über Bürgerkriege in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts arbeiten. „Robert Gerwarths Aufenthalt bietet uns die Chance, einen der profiliertesten Historiker auf diesem Gebiet in unsere Forschungen zu militärischen Gewaltkulturen einzubeziehen“, so Neitzel. „Zudem wird er sich in die Lehre einbringen und damit die Verbindung unserer beiden Institutionen weiter festigen.“

Bereits seit August 2020 forscht der Humboldt-Stipendiat Dr. Gautier Nicoli in den Potsdamer Geowissenschaften bei Prof. Dr. Patrick O’Brien, um hier sein Verständnis von Krustenprozessen und Schmelzeinschlüssen zu vertiefen. „Ein Humboldt-Stipendium ist eine großartige Gelegenheit, Spitzenforschung zu betreiben und als unabhängiger Wissenschaftler zu wachsen. Es bietet mir das perfekte Forschungsumfeld, um unser Verständnis der geologischen Prozesse zu vertiefen, die das Gesicht der Erde geprägt haben und bis heute prägen“, sagt Nicoli, der zuletzt als Postdoc an der University of Cambridge gearbeitet und 2015 an der Stellenbosch University in Südafrika promoviert hat.
Da die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Gastinstitute selbst auswählen, ist das Humboldt-Ranking ein Indikator für die Qualität und Sichtbarkeit einer Hochschule. Die Universität Potsdam ist eine internationale Gemeinschaft mit vielen Gesichtern geworden. Neben Studierenden aus aller Welt, die sich für ein Auslandssemester oder ein komplettes Bachelor-, Master- oder Promotionsstudium eingeschrieben haben, prägen zahlreiche Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland das internationale Flair. Die Hochschule hat sich zum Ziel gesetzt, diese Entwicklung fortzusetzen und in ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu investieren, „zum Beispiel auch durch den Ausbau digitaler Infrastruktur, die dazu beitragen kann, dass Forscherinnen und Forscher nachhaltig und reibungslos zusammenarbeiten“, betont Vizepräsident Schweigert.  

Weitere Information: https://www.humboldt-foundation.de/entdecken/newsroom/humboldt-ranking-diese-deutschen-unis-sind-bei-forscherinnen-aus-dem-ausland-beliebt

Kontakt: Dr. Silke Brodersen, International Office
Telefon: 0331 977-124436
E-Mail: silke.brodersenuni-potsdamde

Medieninformation 22-10-2020 / Nr. 096