Ausstellung und Film zum Leben und Wirken Władysław Bartoszewskis

Władysław Bartoszewski 1922 – 2015 | Foto: Wieslaw Smetek
Quelle: Wieslaw Smetek
Władysław Bartoszewski 1922 – 2015

Dem Leben und Wirken Władysław Bartoszewskis (1922-2015) widmet sich die Ausstellung „Widerstand – Erinnerung – Versöhnung – Kulturdialog“, die vom 25. September bis 6. November im Haus 11 auf dem Campus Am Neuen Palais der Universität Potsdam zu sehen ist. Anlässlich der Eröffnung werden am 25. September, um 18 Uhr im Babelsberger Thalia-Kino (Rudolf-Breitscheid-Straße 50) der Film „Brückenbauer“ von Zofia Kunert gezeigt sowie Filme über die Ausstellung. Eine Anmeldung ist unter kas-brandenburg@kas.de möglich. Mit dabei sind der Kurator Macin Barcz und die Generalkonsulin a.D. Elżbieta Sobótka. Der Eintritt ist frei.

Bartoszewski kämpfte im Widerstand gegen die Nationalsozialisten und war später als Historiker tätig. Nach der demokratischen Wende in Polen engagierte er sich auch als Politiker, Diplomat und Journalist unermüdlich für die politische Aussöhnung zwischen Polen und Deutschland und für die christlich-jüdische Verständigung.

Als Ausschwitz-Überlebender hat er sich lebenslang mit der Erinnerung an dieses schwarze Kapitel deutsch-polnischer Geschichte auseinandergesetzt. Gerade 18-jährig wurde der junge Bartoszewski deportiert und kam nach 199 Tagen wieder frei, berichtet der Kurator der Ausstellung, Marcin Barcz, der zwölf Jahre für Bartoszewski bis zu dessen Tod im Jahr 2015 gearbeitet hatte. Anita Baranowska-Koch von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft sagt: „Bartoszewski ist heute noch ein Vorbild. Er war trotz seiner Erfahrungen dialogbereit und hegte keinerlei Rachegedanken. Er zeigte, wie man Pole und Europäer sein kann.“

Die kleine Wanderausstellung, die schon an 16 anderen Orten zu sehen war – so zum Beispiel im Roten Rathaus in Berlin – widmet sich dem Leben Bartoszewskis nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern setzt Schwerpunkte: Widerstand, Erinnerung und Versöhnung. Sonderführungen sind geplant. Die Termine können unter https://www.dpgberlin.de/de/bartoszewski-initiative/ eingesehen werden.
Veranstalter sind die Deutsch-Polnische Gesellschaften Berlin und Brandenburg, die School of Jewish Theology und das Institut für Slavistik an der Universität Potsdam sowie die Konrad-Adenauer-Stiftung Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Anmeldung: kas-brandenburgkasde

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Sabine Schwarz