Fahnen von „Terre des femmes“ wehen an der Uni Potsdam– Senat sagt „NEIN zu Gewalt an Frauen!“

Mit seiner Beteiligung an der Aktion der wehenden Fahnen von „Terre des femmes“ zeigte der Senat der Universität Potsdam in seiner Sitzung am 15. November 2017 bereits zum zweiten Mal wörtlich Flagge und setzte ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Die Flaggen von „Terre des femmes“ tragen die Aufschrift „NEIN zu Gewalt an Frauen – frei leben ohne Gewalt“. Sie erinnern daran, dass Gewalt gegen Mädchen und Frauen weder toleriert noch tabuisiert werden darf. 

Ab dem 20. November startet die Aktionswoche „NEIN zu  Gewalt an Frauen“. Das diesjährige Schwerpunktthema ist „Mädchen schützen! Weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden“. Und das nicht ohne Grund.

Allein in der Europäischen Union leben mehr als 500.000 von weiblicher Genitalverstümmelung betroffene Mädchen und Frauen und weitere 180.000 sind laut Schätzungen des EU Parlaments gefährdet. Die geschlechterspezifische Gewalt hat jedoch verschiedene Gesichter. Sie reicht unter anderem von sexueller Diskriminierung über sexuelle Gewalt bis hin zur häuslichen Gewalt. Das immense Ausmaß wird in den sozialen Medien gerade durch #metoo sichtbar. Mit diesem Hashtag signalisieren Mädchen und Frauen, dass sie schon einmal Opfer von sexueller Belästigung oder Gewalt waren.

Die Aktion der wehenden Fahnen von „Terre de Femmes“ wird schon seit 2001 durchgeführt, anlässlich der Ermordung der drei Schwestern Mirabal. Sie kämpften in der Dominikanischen Republik gegen die dort herrschende Diktatur und wurden nach jahrelanger Verfolgung am 25. November 1960 ermordet.

Weitere Informationen, auch dazu, wie man  sich an der Fahnenaktion beteiligen kann, gibt es hier: frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/fahnenaktion/fahnenaktion-2017.

Text: Christina Merfeld
Online gestellt: Alina Grünky
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