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Von Kamingesprächen und Gründertreffen - Universitätsgesellschaft fördert seit 25 Jahren Wissenschaft und Kultur

Mitglieder der Universitätsgesellschaft bei einem Jubiläumstreffen im Juni 2017 in Klaistow, nahe Potsdam. Foto: Karla Fritze.
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Mitglieder der Universitätsgesellschaft bei einem Jubiläumstreffen im Juni 2017 in Klaistow, nahe Potsdam. Foto: Karla Fritze.

Wenn im Kaminzimmer in der Wissenschaftsetage des Potsdamer Bildungsforums spät abends noch Licht brennt, dann nicht selten deshalb, weil die Vereinigung der Freunde, Förderer und Ehemaligen der Universität Potsdam ihren Wissenschaftlichen Salon abhält. Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Kultur diskutieren dann mit Wissenschaftlern über brennende Themen des Zeitgeschehens.

Interessierte Gäste sind im Wissenschaftlichen Salon jederzeit willkommen. Die Universitätsgesellschaft, die in diesem Jahr ihr 25 jähriges Bestehen feiert,  will den Dialog mit der Öffentlichkeit pflegen und Kontakte in die verschiedensten Institutionen außerhalb der Hochschule knüpfen. „Unser Ziel ist es, Unterstützer für innovative Projekte zu finden, Nachwuchswissenschaftler zu fördern und den Technologietransfer in regionale Unternehmen zu beschleunigen“, sagt der Vorstandvorsitzende Professor Dieter Wagner. „Zu diesem Zweck organisieren wir Vernetzungstreffen mit Gründern, die aus der Hochschule hervorgegangen sind, und vermitteln Kontakte zum universitären Partnerkreis Industrie und Wirtschaft, der insbesondere an Fach- und Führungskräften interessiert ist“, erklärt Wagner.

Ende der Neunziger Jahre unterstützte der damalige Vorstand der Universitätsgesellschaft die Aktivitäten, die zur Gründung des Hasso-Plattner-Institutes an der Universität Potsdam führten.  Und die von zehn Mitgliedern der Universitätsgesellschaft gegründete Go-Incubator GmbH bildet noch heute den gesellschaftsrechtlichen Nukleus für die nun vorgesehenen umfangreichen Fördermaßnahmen zum Ausbau des Campus  Golm zu einem innovativen Wirtschafts- und Wissenschaftspark.

In der noch jungen, erst 26-jährigen Alma Mater will die 500 Mitglieder zählende Universitätsgesellschaft künftig noch stärker dafür sorgen, dass die Verbindung zu den Alumni nicht abreißt. Sie organisiert Vorträge und ebnet ihnen den Weg in die universitäre Weiterbildung. Absolventen, die sich für eine Karriere in der Forschung entscheiden, können ebenfalls auf konkrete Hilfe bauen: Auf Antrag fördert die Unigesellschaft die Teilnahme an Konferenzen, gibt Beihilfen zu Publikationen und unterstützt aufwendige Projekte. Alljährlich verleiht sie einen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses für die beste Dissertation des Jahres.

Aktuell engagiert sich die Unigesellschaft besonders für die Qualifizierung und Integration von Geflüchteten an der Universität. Das bundesweit einmalige "Refugee Teachers Program", in dem aus Krisengebieten geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer auf den Einsatz in deutschen Schulen vorbereitet werden, stärkt die Unigesellschaft mit einer eigenen Spendenaktion. Auch die studentische Initiative „Pangea“, in der deutsche Studierende Sprachkurse organisieren und den Geflüchteten ideenreich helfen, sich im Alltag zurechtzufinden, erhält Unterstützung. Darüber hinaus wurden jeweils 17.000 Euro Fördermittel für die „Musikarbeit im Kontext von Integration, Inklusion und Partizipation“  und das  Integrationstheater „Sanssouci avec Shakespeare“ eingeworben, dessen Aufführungen in Potsdam und im Land Brandenburg eine große Resonanz erfahren.

Ein neues Feld, dem sich der Förderverein in jüngster Zeit verstärkt widmet, ist die Vielfalt und Heterogenität in der Gesellschaft. Mit ihrem Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt in der Inklusionspädagogik nimmt die Universität Potsdam hier eine Vorreiterrolle ein. Dem entspricht die Unigesellschaft, indem sie 2017 erstmals den Inklusionspreis vergab.

Nicht zuletzt bereichert die Unigesellschaft das kulturelle Leben an der Hochschule: Sie fördert Musikensembles wie die studentische Bigband „Schwungkollegium“, die alljährlich beim Universitätsball ihren großen Auftritt hat. Die nächste Gelegenheit, die jungen Musikerinnen und Musiker in Aktion zu erleben, bietet sich am 17. Februar 2018, wenn sich das betongraue Hörsaalgebäude und die Mensa auf dem Campus Griebnitzsee wieder für einen Abend in einen festlichen Ballsaal verwandeln.

Bildungsspender-Portal

Wer Online-Bestellungen und Reisebuchungen über den www.bildungsspender.de/unigesellschaft   abwickelt, kann die Universitätsgesellschaft auf unkomplizierte Weise unterstützen. Dabei entstehen keine zusätzlichen Kosten. Hier gegebene Rabatte kommen dem Förderverein zugute. Weitere Informationen im Internet  www.uni-potsdam.de/unigesellschaft   

Text: Ron Vollandt, Universitätsgesellschaft Potsdam e.V.
Online gestellt: Daniela Großmann
Kontakt zur Onlineredaktion: onlineredaktionuni-potsdamde