Erfolge und Herausforderungen – Neujahrsempfang der Universität Potsdam

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur empfing die Universität Potsdam zum Neujahrsempfang am 29. Januar 2015 auf dem Campus Griebnitzsee. In seiner Neujahrsansprache schaute der Präsident der Universität Potsdam, Prof. Oliver Günther, Ph.D., auf das ereignisreiche Jahr 2014 zurück und gab einen Ausblick auf die anstehenden Herausforderungen. Die Festrede hielt Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft von 2010 bis 2014. Im feierlichen Rahmen des Neujahrsempfangs wurde der ehemaligen Geschäftsführerin des Studentenwerks Potsdam, Karin Bänsch, die Ehrenmitgliedschaft der Universität Potsdam verliehen.

„Das zurückliegende Jahr war trotz der anhaltend schwierigen Finanzlage wiederum ein erfolgreiches für die Universität Potsdam“, so Prof. Oliver Günther. Das Forschungsprofil wurde geschärft, ein Tenure-Track-Modell für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler etabliert und ein neues Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung auf den Weg gebracht. Konsequent baute die Universität ihre internationalen Beziehungen aus. Und mit der Gründung des „Partnerkreises Industrie und Wirtschaft“ setzte sie ein deutliches Signal für den Wissens- und Technologietransfer. „Unser Ziel ist es, Spitzenforschung und -lehre im Dienst des Landes zu leisten“, sagte Oliver Günther und nahm damit Bezug auf den Hochschulentwicklungsplan, in dem die Universität ihre Strategie und die Herausforderungen für die kommenden Jahre bis 2018 festgeschrieben hat.
Ein Ausdruck der Leistungsstärke der Hochschule sind die Studien- und Forschungserfolge, die alljährlich im festlichen Rahmen des Neujahrsempfangs gewürdigt werden. So verlieh die Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. ihren mit 2.500 Euro dotierten Preis für die beste Promotion an den Informatiker Dr. Ziawasch Abedjan. Der Absolvent des Hasso-Plattner-Instituts an der Universität Potsdam hat in seiner Dissertation untersucht, wie im Internet frei verfügbare und verknüpfbare Daten, sogenannte Linked Open Data, besser genutzt werden können.
Als beste Absolventen wurden Stephanie Günther, Master Erziehungswissenschaften, und Philipp Meinecke, Master Ökologie, Evolution und Naturschutz, für ihre ausgezeichneten Studienleistungen geehrt. Den mit 1.000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der an ausländische Studierende für ihr besonderes Engagement vergeben wird, erhielt in diesem Jahr Leo Wamwanduka aus Zimbabwe. Er studiert an der Universität Potsdam im Studiengang Master of Public Management. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit den Problemen von Kindern afrikanischer Herkunft und hat in seiner Fakultät das Global Café mitgegründet. Für herausragende sportliche Erfolge wurden die Diskuswerferin Antje Bormann und die Schwimmerin Alisa Riebensam ausgezeichnet. Sie hatten 2014 jeweils erste Plätze bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften belegt.
Der Technologietransferpreis von Potsdam Transfer und UP Transfer GmbH ging an Prof. Dr. Pablo Wessig vom Institut für Chemie für seine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Industrie. Anwendungen finden seine Forschungs- und Entwicklungsergebnisse im Life Science-Bereich, in pharmazeutischen Prozessen und vor allem in der Diagnostik. Potsdam Transfer vergab zudem den Guido-Reger-Gründerpreis. Ihn erhielt die Asaphus Vision GmbH für ihre Software zur automatischen Gesichtserkennung, speziell für den Automobilbereich.
Karsten Gerlof, Kanzler der Universität Potsdam, ehrte zwei verdiente Mitarbeiterinnen der Verwaltung: Brigitte Mertes vom Personaldezernat und Ines Briesemeister vom Dekanat der Philosophischen Fakultät. Anschließend lud die Universitätsgesellschaft e.V. zum Empfang.  

Text: Antje Horn-Conrad, Online gestellt: Edda Sattler
Kontakt zur Onlineredaktion: <link an die>onlineredaktion@uni-potsdam.de