Literatur aus der Ukraine: Lesung mit Andrij Ljubka, Roman Malynowsky und Sofia Andruchowytsch

Sofia Andruchowytsch (links), Andrij Ljubka (mitte), Roman Malynowsky (rechts)
Foto : v.l.n.r.: Olga Zakrewska / Julia Weber / Julia Weber
Lesung mit Andrij Ljubka (mitte), Roman Malynowsky (rechts) und Sofia Andruchowytsch (links)

Auf Initiative des Potsdamer Slavisten Prof. Dr. Alexander Wöll wird am 14. Dezember um 16 Uhr auf dem Campus Am Neuen Palais Literatur aus der Ukraine zu hören sein: Andrij Ljubka, Roman Malynowsky und Sofia Andruchowytsch lesen aus aktuellen Texten und sprechen über ihr Schreiben und auch darüber, wie der Krieg ihr Leben und ihre Arbeit verändert. Es moderiert und übersetzt Evgenia Lopata aus Czernowitz. Den Rahmen für diese Lesung bildet das Projekt „Im Fokus: Ukraine. Prominente ukrainische Autoren und Autorinnen in Deutschland“ der internationalen Literaturkorporation MERIDIAN CZERNOWITZ in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam, gefördert vom Auswärtigen Amt. Der Eintritt ist frei.

Die 1982 geborene Schriftstellerin Sofia Andruchowytsch wurde mit ihrem 2016 im Residenz Verlag veröffentlichten Roman „Der Papierjunge“ bekannt. Ihre Roman-Trilogie „Amadoka“ erschien 2020 in der Ukraine und löste heftige Diskussionen über die Rolle der Ukraine im Nationalsozialismus und über die Krim-Annexion 2014 aus. Ab Januar 2023 erscheint die Trilogie in der Übersetzung von Alexander Kratochvil und Maia Weissenböck bei Residenz.

In Deutschland noch etwas weniger bekannt ist Roman Malynowsky. Der 1985 geborene Schriftsteller ist Art Director des Verlags „Babylonian Library“. Sein Erzählungsband „Süßes Leben“ erschien 2021 auf Ukrainisch. Die Gedichte des 1987 geborenen Autors Andrij Ljubka wurden bereits in viele Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschien der Band „Notaufnahme“ in der edition baes. Weitere Übersetzungen sind in Planung.

Sofia Andruchowytsch und Roman Malynowsky stammen übrigens aus der Stadt Iwano-Frankiwsk, deren Vasyl Stefanyk Precarpathian National University (PNU) gerade als assoziierte Partnerin in die European Digital UniverCity (EDUC) aufgenommen wurde, eine europäische Hochschulallianz, die von Potsdam aus koordiniert wird. Auch baut die Stadt Potsdam derzeit eine Städtepartnerschaft mit Iwano-Frankiwsk auf.

Zeit: 14.12.2022, 16 Uhr
Ort: Universität Potsdam, Am Neuen Palais 10, Haus 9, Raum 2.15, 14469 Potsdam
Kontakt: Prof. Dr. Alexander Wöll, Kultur und Literatur Mittel- und Osteuropas
Telefon: 0331 977-150102 bzw. -150101
E-Mail: awoelluni-potsdamde

Medieninformation 09-12-2022 / Nr. 131