Zwischen Dürre und Flut – Tagung zur Hydrologie diskutiert Extremereignisse

Das Bild zeigt die Überflutungen im Sommer 2021 in Deutschland. Eine Ortschaft versinkt im Hochwasser. Foto: AdobeStock
Foto : AdobeStock
Wie wird ein Hochwasser zur Katastrophe? Prof. Dr. Bruno Merz vom Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam und der Universität Potsdam beschäftigt sich in seinem Impulsvortrag mit den Überflutungen dieses Sommers.

Hier lässt anhaltende Trockenheit die See- und Grundwasserspiegel sinken, dort führen Stark- und Dauerregen zu Überflutungen. Solche zunehmenden Extremlagen, ihre Ursachen und die Einflüsse des Menschen diskutieren Umweltwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bei der diesjährigen deutschen Hydrologie-Tagung, die vom 30. August bis 1. September auf dem Campus Griebnitzsee der Universität Potsdam stattfindet. Aus aktuellem Anlass werden die Expertinnen und Experten auch eine erste hydrologische Bestandsaufnahme des Hochwassers vom Juli 2021 vornehmen und die Ereignisse hydrologisch und klimatologisch einordnen. Hierzu wird es am 31. August um 14:30 Uhr ein Pressegespräch geben.

Die Hydrologie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als eine zentrale Disziplin in den Umweltwissenschaften und im Umwelt- und Bauingenieurwesen etabliert. Sie untersucht die Prozesse, Zustände und Bedingungen des terrestrischen Wasserkreislaufs in fast allen Raum- und Zeitskalen und schafft damit die Grundlagen zur Beurteilung von Wasserinhaltsstoffen, zu nachgeschalteten Stoffkreisläufen und wasserbezogenen ökologischen Fragen. Neben dieser weithin anerkannten Relevanz ist die Hydrologie aber auch zu einem inhaltlichen und methodischen Bindeglied für die Analyse von komplexen Umweltsystemen geworden. Daher wird die Potsdamer Tagung ihren Fokus auch auf die Wechselwirkungen mit anderen Umweltwissenschaften und der Gesellschaft richten.

In einem Impulsvortrag spricht Anke Herrmann, Leiterin der Abteilung „Wasser und Bodenschutz“ des brandenburgischen Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, über die Niedrigwasserproblematik in Brandenburg und ein daraus abgeleitetes Konzept. Und Petra Herzog von der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz referiert zur Bedeutung interdisziplinärer Fragen in der hydrologischen Praxis. Das anschließende Vortragsspektrum reicht von der Intensivierung der Dürreereignisse und ihren Folgen bis zu den Möglichkeiten und Unsicherheiten bei der Hochwassermodellierung. Nicht zuletzt geht es um die Notwendigkeit eines nachhaltigen Land- und Wassermanagements. Wie ein Hochwasser zur Katastrophe wird, darüber spricht Prof. Dr. Bruno Merz vom Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam und der Universität Potsdam in seinem Impulsvortrag zur abschließenden Tagungssession, die sich mit den Überflutungen dieses Sommers beschäftigt. Das vollständige Programm ist im Internet zu finden unter: https://www.uni-potsdam.de/de/tagderhydrologie/programm/praesenzveranstaltung-30-august-01-september.

Einladung zum Pressegespräch
Zu aktuellen Fragen stehen Ihnen folgende Expertinnen und Experten in einem Pressegespräch am Dienstag, dem 31. August um 14:30 Uhr im Seminarraum 17 im Haus 6 auf dem Campus Griebnitzsee zur Verfügung:
Prof. Dr.-Ing. Axel Bronstert, Universität Potsdam, Institut für Umweltwissenschaften und Geographie, Lehrstuhl für Hydrologie und Klimatologie;
Prof. Dr. Nicola Fohrer, Universität Kiel, Institut für Natur- und Ressourcenschutz, Abt. Hydrologie und Wasserwirtschaft;
Prof. Dr.-Ing. Bruno Merz, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ Potsdam, Sektion Hydrologie, und Universität Potsdam;
Dr. Uwe Müller, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Dresden.

Bitte melden Sie sich an unter presseuni-potsdamde!

Zeit: 30.08. bis 01.09.2021 
Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, August-Bebel-Str. 89, 14482 Potsdam, Haus 6 
Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Axel Bronstert, Professor für Hydrologie und Klimatologie
Telefon: 0331 977-2548
E-Mail: axel.bronstertuni-potsdamde
Internet: https://www.uni-potsdam.de/de/tagderhydrologie/

Medieninformation 25-08-2021 / Nr. 075