Das Kesselhaus bekommt eine geklebt! – Potsdamer Kunststudierende und Schüler arbeiten mit Berliner Tape-Art-Künstlerkollektiv

Fünf Studierende aus dem Fachbereich ästhetische Bildung und Kunst der Universität Potsdam werden in der kommenden Woche in einem Workshop fünf Tage lang gemeinsam mit rund 150 Potsdamer Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen 10 und 17 Jahren eigene Tape-Art-Kunstwerke schaffen. Außerdem widmen sie sich mit Unterstützung des Künstlerkollektivs „KlebeBande“ der Fassade des Kesselhauses in der Potsdamer Schiffbauergasse, an der ein dauerhaftes Tape-Art-Werk entstehen wird. Am Abschlusstag, dem 27. August ist vor Ort eine große Werkschau geplant.

„Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche in Potsdam. Egal welche Herkunft sie haben. Eines unserer Ziele ist es, die Integration in Brandenburg zu fördern“, so die Kunstpädagogin Maja Dierich-Hoche vom Fachbereich Ästhetische Bildung und Kunst, die das Projekt leitet. „Kunst eignet sich dafür hervorragend, denn Kunst spricht eine universelle Sprache. So können wir kulturellen Austausch fördern und die Schülerinnen und Schüler können Unterschiede kennenlernen und auch Gemeinsamkeiten erfahren – diese Gemeinsamkeiten erzeugen das ‚Wir‘ als Basis für Identitäten zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Uns ist es wichtig, Kindern jeglicher Herkunft die Möglichkeit zu geben, ein Interesse an Kunst zu entwickeln, und wir wollen kulturelle Teilhabe fördern. Studien zeigen immer wieder, dass beides besonders von einem hohen Bildungsniveau der Eltern beeinflusst wird. Kunstlehrerinnen und -lehrer müssen also die mangelnden Chancen zur Teilhabe proaktiv ausgleichen.“
Andreas Brenne, Professor für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik an der Universität Potsdam, ergänzt: „Die öffentlichkeitswirksame und sichtbare Aktion am Kesselhaus vernetzt unter der Leitung einer Kunstpädagogin Akteure aus Kunst, Kunstpädagogik und kultureller Bildung mit Kindern und Jugendlichen, deren gestalterische Kompetenzentwicklung im Fokus steht. Gleichzeitig haben auch Studierenden der Universität Potsdam durch das Projekt Gelegenheit, Praxiserfahrungen zu sammeln, die dann in Lehrveranstaltungen reflexiv ausgewertet und aufgearbeitet werden. Sie können so wichtige Erfahrungen für ihren späteren Beruf machen.“
Die gemeinsame Aktion der Projektpartner – Universität Potsdam, KlebeBande und Waschhaus Potsdam – wird von der Plattform für kulturelle Bildung gefördert.

Journalisten sind herzlich eingeladen. Melden Sie sich bitte vorab bei Maja Dierich-Hoche an.

Weitere Informationen:
https://www.waschhaus.de/detail/index/sArticle/658/sCategory/5
https://www.klebebande-berlin.com/
https://www.uni-potsdam.de/de/kunst/professur-fuer-kunstpaedagogik-und-didaktik
Zeit: 23. bis 27. August, 10 bis 17 Uhr
Ort: Waschhaus Potsdam, Schiffbauergasse 6, 14467 Potsdam – open air
Kontakt: Maja Dierich-Hoche, akademische Mitarbeiterin im Fachbereich Ästhetische Bildung/Kunst
Telefon: 0173 7596660
E-Mail: dierich-hocheuni-potsdamde

Medieninformation 20-08-2021 / Nr. 073
Magda Pchalek / Matthias Zimmermann