„Kinder schaffen Wissen“ – Plattform für entwicklungspsychologische Studien gegründet

Viele entwicklungspsychologische Experimente können Eltern mit ihren Kindern künftig online durchführen - bequem und auch in Corona-Zeiten möglich. | Foto: Tobias Hopfgarten
Quelle: Tobias Hopfgarten
Viele entwicklungspsychologische Experimente können Eltern mit ihren Kindern künftig online durchführen - bequem und auch in Corona-Zeiten möglich.

Forschende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – darunter das Team des Potsdamer „BabyLAB“ – haben die gemeinsame Plattform „Kinder schaffen Wissen“ gegründet. Mithilfe der Plattform soll künftig über laufende Online Studien verschiedener entwicklungspsychologischer Forschungsprojekte informiert und zur Mitwirkung eingeladen werden.

Interessierte Eltern können unter www.kinderschaffenwissen.de geeignete Studien auswählen und mit ihren Kindern online daran teilnehmen.

„Das BabyLAB an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam untersucht, wie Säuglinge und junge Kinder denken und lernen, u.a. auch wie sie beginnen, Sprache zu verstehen und zu nutzen“, erklärt Prof. Dr. Barbara Höhle, die das Potsdamer BabyLAB mitgegründet und aufgebaut hat. Vor der Pandemie wurden diese Studien in den Untersuchungsräumen der Universität am Standort Golm durchgeführt. Viele Potsdamer Eltern und Kinder kennen das BabyLAB und haben mit ihrer Teilnahme die Forschung unterstützt. „Da dies in Zeiten der Pandemie nicht mehr in der gewohnten Weise vor Ort möglich ist, haben wir uns gemeinsam mit anderen Forschenden aus dem deutschsprachigen Raum darum bemüht, viele Studien auf Online-Formate umzustellen. So können Eltern und Kinder bequem und sicher von Zuhause aus teilnehmen“, sagt Barbara Höhle. Benötigt wird nichts weiter als ein Laptop oder Computer mit einer Kamera, ein Mikrofon und eventuell Kopfhörer.

Auf der Website www.kinderschaffenwissen.de können sich Eltern über das Online-Studienangebot informieren und sich eine passende Studie für ihre Kinder aussuchen. Die präsentierten Studien variieren in ihrer Dauer, ihrer Aufgabenstellung und ihrem Aufbau. Manche können jederzeit begonnen werden und die Eltern entscheiden selbst, wann es am besten passt. Für andere muss ein Termin vereinbart werden, da sie interaktiv ablaufen und in einem Video-Chat von einer Wissenschaftlerin oder einem Wissenschaftler begleitet werden.
„Mit einer Teilnahme unterstützen Eltern nicht nur die Forschung in Potsdam oder kooperierenden Einrichtungen, sondern können auch eintauchen in die Welt ihrer Kinder und einen wichtigen Beitrag leisten, die kindliche Entwicklung besser zu verstehen“, betont Barbara Höhle.

Kontakt: Prof. Dr. Barbara Höhle, Department Linguistik der Humanwissenschaftlichen Fakultät
Telefon: 0331 977-2948 (Sekr. -2932)
E-Mail: hoehleuni-potsdamde

Medieninformation 10-11-2020 / Nr. 106