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Germanistische Mediävistik

 Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte befassen sich mit 'Doppelungsphantasien' ('Doppelgänger', Zwillinge, Stellvertreter, Wiedergänger, Erscheinungen) in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Zeugnissen (Prof. Dr. Ute von Bloh; Forschungsprojekt), mit Begehrensstrukturen, Identitätsentwürfen und Körperbildern in der erzählenden Literatur um 1200 (Dr. Judith Klinger; Habilitationsprojekt) und mit visuellen Strategien in mittelalterlichen Bilderhandschriften (Denise Grduszak; Dissertationsprojekt).

Von der DFG geförderte Forschungsprojekte

Leiterin:          Prof. Dr. Ute von Bloh
Mitarbeiterin: PD Dr. Silke Winst

Im Umkreis der Elisabeth von Lothringen und Nassau-Saarbrücken wurden in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts vier französische Heldenepen (Chansons de geste) aus der traditionellen Versform in deutsche Prosa übertragen (Historie von Herzog Herpin, Loher und Maller, Huge Scheppel, Königin Sibille). Sie stellen ein wichtiges Bindeglied zwischen der gereimten Großepik des Mittelalters und dem frühneuzeitlichen Roman dar, doch waren die beiden umfangreichsten und in der zeitgenössischen Rezeption zugleich erfolgreichsten Prosaepen bis heute nicht ediert. Im Rahmen eines Gemeinschaftsvorhabens sind an der Ruhr-Universität Bochum unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Bastert (Historie von Herzog Herpin) und an der Universität Potsdam (Loher und Maller) kritische und kommentierte Ausgaben entstanden, die sich sowohl an der Überlieferungssituation dieser frühen Prosaepen als auch an den Erwartungen an einen lesbaren Text orientieren. Die Ausgaben der beiden Prosaepen in ihrer historisch überlieferten, zugleich aber in einer benutzerfreundlichen Gestalt verfügen über Lese- und Verständnishilfen sowie sämtliche Varianten in entsprechenden Apparaten, außerdem über ein Glossar und ein Register. (gefördert von der DFG 2009-2012)

Ein mehrschichtiges Erschließungssystem (Stellenkommentar, Materialitätsaspekte, Bild/Text-Relationen, Zyklizität) der beiden edierten Prosaepen in einem Band soll den Umgang mit den Epen im akademischen Unterricht erleichtern, so dass sich ein zeitgemäßes Editionsverfahren mit Benutzerfreundlichkeit und einem hohen Informationsgehalt verbindet. (gefördert von der DFG 2012-2014)

Ziel eines neuen Gemeinschaftsvorhabens ist die Edition der verbleibenden Epen (Huge Scheppel an der Ruhr-Universität Bochum, Königin Sibille an der Universität Potsdam) in einem Band, da beide nur in veralteten und daher unzureichenden (Huge Scheppel) bzw. unzuverlässigen (Königin Sibille) Ausgaben vorliegen. Ergänzt werden sollen auch diese Editionen um eine Erschließung der Epen auf mehreren Ebenen (Stellenkommentar, Materialitätsaspekte, Bild/Text-Relationen, Zyklizität). Außerdem ist die Homepage zu den Prosaepen (Elisabeth-Prosa-Portal) mit Links zu bereits digitalisierten Handschriften, Bibliographien sowie den Erstdrucken und ausgewählten Materialien weiter auszubauen, um Daten und Informationen zur Unterstützung von Forschung und Lehre bereitzustellen. (gefördert von der DFG 2014-2017)