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Die Lange Nacht der Wissenschaften 2009

Um einem interessierten Publikum die Forschungsgegenstände unseres Faches näher zu bringen, luden die Studenten und Mitarbeiter des Lehrstuhls unter dem Motto „Wein, Gesang und schöne Künste“ ihre Zuschauer dazu ein, einem römischen Symposion beizuwohnen. Aufgeführt wurde ein Stück, das sich die cena Trimalchionis des Petron, die wohl bekannteste Parodie gelehrter Tischgespräche, zum Vorbild nimmt. Dort richtet der neureiche Freigelassene Trimalchio für Freunde und Bekannte ein Gastmahl aus, bei dem er, ein ungebildeter Emporkömmling, seinen Gästen nicht nur opulente Leckereien, sondern auch fragwürdige künstlerische Darbietungen und Bildungshappen auftischt. In ähnlicher Weise lud in unserem kleinen Theaterstück der sehr reiche Freigelassene Habinnas, seines Zeichens Sandalenfabrikant, mit seiner reizenden Herzdame Gavilla zum großen Fressen. Sein ungeliebter Gast Plokamos, ein Großbäcker, erscheint in Begleitung seiner Frau Fortunata, einer ehemaligen Primaballerina. Ehrengast ist der Serviettenhersteller Niceros, ein unermesslich reicher Mann und zudem Junggeselle, weshalb er mit Scintilla, der liebreizenden jüngeren Schwester der Gavilla, verkuppelt werden soll. Mit von der Partie waren die emsigen Sklaven Polybios und Pompeia sowie ein Chor, der den hohen Ansprüchen des bildungshungrigen Gasgebers zu genügen wusste ...
Wissenschaftlich fundierte Texte zu den Themen „Essen und Trinken“, „Kleidung und Tischsitten“, „Gäste“ und „Musik“ haben die szenische Darbietung auf Schautafeln begleitet. Zudem konnten die zahlreichen Zuschauer einige Leckerbissen aus der römischen Küche kosten.

Text: Alexandra Binternagel