Hinweis: Unter dem Menüpunkt „Materialien – Aktuelles Schuljahr“ finden Sie alle für die Schulpraxis notwendigen Dokumente und allgemeine Informationsmaterialien.
Neuigkeiten aus dem Projekt
Neuer Vortrag zu aktuellen Ergebnissen (Februar 2026)
Auf der Tagung der SchulsportberaterInnen in Lindow wurden aktuelle Ergebnisse des EMOTIKON-Projekts vorgestellt. Die Analysen zeigen deutliche Unterschiede in der motorischen Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit vom schulischen Sozialstatus. Schulen können mit dem Bewegungsprogramm Kinder in Bewegung zielgruppenspezifische Fördermaßnahmen durch ein attraktives Bewegungsangebot in ihre schulische Praxis integrieren.
Neue Vorträge (September 2025)
In unseren neusten Vorträgen auf dem "Meeting of Youth Global Fitness Consortium" wurde, das EMOTIKON - Projekt mit seinen Ergebnissen international vorgestellt. Ebenso wurde auf dem 27. dvs Hochschultag der Sportwissenschaften in Münster die Entwicklung der motorischen Fitness von Thüringer und Brandenburger DrittklässlerInnen nach der Corona-Pandemie (2022 – 2024) vorgestellt und der "Response -" und "Non-Response-Bias" von Elternberichten thematisiert.
Paula Teich schließt ihre Promotion mit "summa cum laude" ab (2025)
Paula Teich hat ihre Dissertation mit der höchsten Auszeichnung abgeschlossen. Ihr herausragende wissenschaftliche Leistung erbrachte sie innerhalb des EMOTIKON - Projekts. Dabei untersuchte sie den Zusammenhang der motorischen Fitness mit vier Faktoren: (1) Einschulungszeitpunkt, (2) Covid-19-Pandemie, (3) Sozialstatus der Schule und (4) Testzeitpunkt innerhalb eines Schuljahres.
Neues Paper veröffentlicht (April 2025)
Unser neues Paper untersucht den Zusammenhang zwischen Sozialstruktur und der motorischen Fitness von Brandenburger Grundschulkindern. Als Indikator für die Sozialstruktur wurde der schulscharfe Sozialindex des MBJS genutzt. Schulen mit höherem sozialen Status weisen eine bessere motorische Fitness, stärkere Pandemie-bedingte Einbußen in Koordination und Schnelligkeit, sowie eine positivere post-pandemische Entwicklung der Koordination auf. Die Ergebnisse verdeutlichen den Förderbedarf in Schulen mit geringem Sozialstatus.
Brandenburg kooperiert mit Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern
BeKiGeKi ("Bewegte Kinder = gesündere Kinder") in Thüringen und BewegungsCHECK in Mecklenburg-Vorpommern sind die Schwesterprojekte von EMOTIKON (Brandenburg). Alle drei Projekte erfassen jährlich die motorische Fitness von Drittklässlerinnen und Drittklässlern mit denselben sechs Fitness-Tests.
WissenschaftlerInnen der Universitäten Potsdam, Erfurt und Rostock untersuchen Einflussfaktoren auf die motorische Fitness der Kinder. Zu den Einflussfaktoren gehören soziale und regionale Unterschiede (sozio-ökonomischer Status, Kinderarmut, Stadt-Land-Unterschiede, Körperkonstitution), und Effekte der Corona-Pandemie. Hier geht es zu unserer Forschung auf ResearchGate.
EMOTIKON-Projekt: Erfassung der motorischen Leistungsfähigkeit in der Jahrgangsstufe (JST) 3 zur kontinuierlichen Evaluierung des Schulsports und einer diagnosebasierten Systematisierung der Sport- und Bewegungsförderung.
Die motorische Leistungsfähigkeit im Kindesalter ist ein bedeutsamer Faktor im Gesamtgefüge eines ganzheitlich ausgerichteten Gesundheitsverständnisses. So ist u. a. der positive Zusammenhang zwischen motorischen Leistungen von Kindern und psychischen, emotionalen und sozialen Gesundheitsmarkern (z. B. Selbstwirksamkeit, Lebenszufriedenheit) sowie kognitiven Funktionen (z. B. Konzentrationsfähigkeit) und akademischen Leistungen (z. B. Note in Mathematik) evident. Des Weiteren wird in Studien berichtet, dass bereits im Kindesalter eine geringe motorische Leistungsfähigkeit mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht/Fettsucht und der Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen assoziiert ist (Quellverweis siehe Projekthintergrund).
Im Kontext der negativen Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels (z. B. erhöhter TV-/PC-Konsum) auf das Bewegungs- und Essverhalten der jungen Generation, wurde gleichfalls eine verstärkte öffentliche, wissenschaftliche und politische Diskussion zum Zustand und den zeitlichen Veränderungen (sog. säkulare Trends) motorischer Leistungen von Kindern und Jugendlichen in Gang gesetzt und Empfehlungen zur kontinuierlichen Erhebung der motorischen Leistungsfähigkeit von verschiedenen Standesorganisationen (z. B. Kultusministerkonferenz [KMK], Deutscher Olympischer Sportbund [DOSB]) ausgesprochen. Daran anknüpfend wird im Bundesland Brandenburg in Zusammenarbeit der institutionellen Kompetenzbereiche für Bildung, Sport und Wissenschaft das Projekt EMOTIKON-Grundschulsport umgesetzt. Primäres Ziel ist die Erfassung und Bewertung motorischer Leistungen von allen Schülerinnen und Schülern der dritten Jahrgangsstufe und die Ableitung von Empfehlungen zur Bewegungsförderung sowie der Vernetzung von entsprechenden Förderstrukturen in Schule und Verein.
Hier geht es zu Publikationen aus dem EMOTIKON-Projekt:

