Hinweis: Unter dem Menüpunkt „Materialien – Aktuelles Schuljahr“ finden Sie alle für die Schulpraxis notwendigen Dokumente und allgemeine Informationsmaterialien.
Neuigkeiten aus dem Projekt
Vortrag zu aktuellen Ergebnissen in Köln (September 2026)
Auf der dvs-Tagung in Köln wurde der Vortrag „Motorische Fitness von Grundschulkindern: Effekte der sozialen Benachteiligung, indiziert durch den Sozialindex der Schule“ präsentiert. Thematisiert wurde die signifikant geringere motorische Fitness von Kindern an Startchancenschulen sowie deren Partizipation an Sport-AGs unter Berücksichtigung der zeitlichen Entwicklung.
Vortrag zu aktuellen Ergebnissen in Lindow (September 2026)
Vorstellung der neuesten EMOTIKON-Daten bei der Schulsportberatung in Lindow mit einem besonderen Fokus auf den Zusammenhang zwischen dem schulscharfen Sozialindex der Schulen, dem Status als Startchancenschule und der motorischen Fitness sowie der Teilnahme an Sport-AGs und Sportvereinen.
Neuer Testzeitraum (August 2026)
Der Testzeitraum für das Schuljahr 2026/2027 findet vom 28.09.2026 bis zum 14.11.2026 statt. Weitere Informationen zum Testzeitraum und zur Durchführung sowie die aktuellen Normwerte finden Sie hier.
Brandenburg kooperiert mit Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern
BeKiGeKi ("Bewegte Kinder = gesündere Kinder") in Thüringen und BewegungsCHECK in Mecklenburg-Vorpommern sind die Schwesterprojekte von EMOTIKON (Brandenburg). Alle drei Projekte erfassen jährlich die motorische Fitness von Drittklässlerinnen und Drittklässlern mit denselben sechs Fitness-Tests.
WissenschaftlerInnen der Universitäten Potsdam, Erfurt und Rostock untersuchen Einflussfaktoren auf die motorische Fitness der Kinder. Zu den Einflussfaktoren gehören soziale und regionale Unterschiede (sozio-ökonomischer Status, Kinderarmut, Stadt-Land-Unterschiede, Körperkonstitution), und Effekte der Corona-Pandemie. Hier geht es zu unserer Forschung auf ResearchGate.
EMOTIKON-Projekt: Erfassung der motorischen Leistungsfähigkeit in der Jahrgangsstufe (JST) 3 zur kontinuierlichen Evaluierung des Schulsports und einer diagnosebasierten Systematisierung der Sport- und Bewegungsförderung.
Die motorische Leistungsfähigkeit im Kindesalter ist ein bedeutsamer Faktor im Gesamtgefüge eines ganzheitlich ausgerichteten Gesundheitsverständnisses. So ist u. a. der positive Zusammenhang zwischen motorischen Leistungen von Kindern und psychischen, emotionalen und sozialen Gesundheitsmarkern (z. B. Selbstwirksamkeit, Lebenszufriedenheit) sowie kognitiven Funktionen (z. B. Konzentrationsfähigkeit) und akademischen Leistungen (z. B. Note in Mathematik) evident. Des Weiteren wird in Studien berichtet, dass bereits im Kindesalter eine geringe motorische Leistungsfähigkeit mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht/Fettsucht und der Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen assoziiert ist (Quellverweis siehe Projekthintergrund).
Im Kontext der negativen Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels (z. B. erhöhter TV-/PC-Konsum) auf das Bewegungs- und Essverhalten der jungen Generation, wurde gleichfalls eine verstärkte öffentliche, wissenschaftliche und politische Diskussion zum Zustand und den zeitlichen Veränderungen (sog. säkulare Trends) motorischer Leistungen von Kindern und Jugendlichen in Gang gesetzt und Empfehlungen zur kontinuierlichen Erhebung der motorischen Leistungsfähigkeit von verschiedenen Standesorganisationen (z. B. Kultusministerkonferenz [KMK], Deutscher Olympischer Sportbund [DOSB]) ausgesprochen. Daran anknüpfend wird im Bundesland Brandenburg in Zusammenarbeit der institutionellen Kompetenzbereiche für Bildung, Sport und Wissenschaft das Projekt EMOTIKON-Grundschulsport umgesetzt. Primäres Ziel ist die Erfassung und Bewertung motorischer Leistungen von allen Schülerinnen und Schülern der dritten Jahrgangsstufe und die Ableitung von Empfehlungen zur Bewegungsförderung sowie der Vernetzung von entsprechenden Förderstrukturen in Schule und Verein.
Hier geht es zu Publikationen aus dem EMOTIKON-Projekt: