uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Formen ins Offene – Internationale Tagung zu Fontanes Erzählfragmenten

„Bruchstücke sind besser als Ganzes“, schrieb Theodor Fontane an den Publizisten Julius Rodenberg. Den künstlerischen Bruchstücken im Werk des großen deutschen Schriftstellers und anderer Literaten und Künstler seiner Zeit widmet sich ein Symposium, das vom 13. bis 15. Oktober im Fontane-Archiv der Universität Potsdam stattfindet. Unter dem Titel „Formen ins Offene. Zur Produktivität des Unvollendeten“  nehmen Experten aus Israel, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Deutschland Entwürfe und Fragmente unterschiedlicher Genres in den Blick: Erzähltexte und Lyrik, aber auch journalistische Texte.

Theodor Fontane hinterließ eine große Anzahl von Entwürfen. Unter den Schriftstellern des späten 19. Jahrhunderts ist er einer der wenigen, dessen Fragmente sich nicht eindeutig als Vorstufen auf ein schließlich vollendetes Werk beziehen lassen. Schon früh erfuhren diese Texte wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Obwohl sie als eigenes Genre seines Gesamtwerks kanonisiert sind, stellen sie für Editoren und Interpreten immer wieder eine Herausforderung dar.
Nach der „Produktivität des Unvollendeten“ fragt das Symposium des Fontane-Archivs der Universität Potsdam. Anlass ist die Publikation der beiden Bände „Theodor Fontane: Fragmente, Impressionen, Essays“, die Christiane Hehle und die Leiterin des Archivs, Hanna Delf von Wolzogen, herausgeben. Der Begriff der Produktivität bezieht sich dabei zum einen auf den künstlerischen Schaffensprozess, der möglicherweise bei unvollendeten Werkformen sichtbarer ist als bei vollendeten. Zum anderen fragt die Tagung nach der Produktivität der Leser, deren Lektüre und Interpretation durch Entwürfe, Fragmente und  Unfertiges  in besonderer Weise herausgefordert wird. Und schließlich spürt sie den Wirkungen des Unvollendeten nach: auf das Gesamtbild eines künstlerischen Oeuvres und auf unsere Lektüreerwartungen.

Zeit: 13.-15. Oktober 2016
Ort: Theodor-Fontane-Archiv der Universität Potsdam, Villa Quandt, Große Weinmeisterstr. 46/47 und Pfingstberghaus, Große Weinmeisterstr. 45a, 14469 Potsdam
Kontakt: Rainer Falk, Fontane-Archiv
Telefon: 0331-20139-6
E-Mail: fontanearchivuni-potsdamde  
Internet: www.fontanearchiv.de/aktuelles/neuigkeiten.html

Medieninformation 06-10-2016 / Nr. 141
Jana Scholz

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1474
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presseuni-potsdamde
Internet: www.uni-potsdam.de/presse

Online gestellt: Sabine Rieder
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde