Elemente der Filmanalyse |
3.3 Figuren |
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Wer menschliche (oder ggf. auch tierische) Wesen agieren (wozu auch das Sprechen gehört) sieht, kann den Focus seiner Aufmerksamkeit auf zwei unterschiedliche Aspekte richten: was bedeutet das Agieren für die Handlung? Oder: was bedeutet es für den Akteur? Die Aspekte sind zwar verschieden, aber aufeinander bezogen: je mehr man über den Akteur weiß, umso leichter tut man sich mit dem Verstehen der Handlung und umgekehrt. Dominiert das Interesse an der Handlung (wie z.B. in Action-Filmen), kann die Charakterisierung der handelnden Figuren holzschnittartig bleiben. Oft reicht es, wenn die handlungsrelevante Rolle klar ist. Die Rollen können durch unterschiedliche Typen ausgestaltet werden, die oft im Kontrast zueinander stehen (großer Blonder und kleiner Dunkelhaariger, Ordnungsfanatiker und Chaot, ...) Dominiert das Interesse an der Figur, entstehen komplexe Persönlichkeiten, Charaktere. Bei Dokumenarfilmen oder historischen Rekonstruktionen geht es um die Interpretation von historischen Persönlichkeiten. Damit aber deren Handeln das Zuschauerinteresse an sich binden kann, müssen (wie bei fiktionalen Stoffen) die Konflikte hinreichend verallgemeinerbar sein. Typen und Charaktere lassen sich darüber beschreiben, wie sie besetzt sind, was sie tun und was sie sagen. Die Mischung ist genreabhängig (und differiert natürlich von Film zu Film). Ein Problemfall liegt vor, wenn ein(e) Schaupieler(in) zu sehr mit ihrer Rolle identifiziert wird: entweder kommt er oder sie – zum Nachteil der Karriere – nicht mehr von der Rolle los, oder umgekehrt: der Star überlagert die Rolle, so dass diese kein Eigengewicht gewinnen kann. |
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Franz, Gestaltung Rolf-Rainer
Lamprecht.
[Letzte Aktualisierung:
18.09.2003 11:31 PM
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