Kultur und/oder/als Technik
zur
frag-würdigen Medialität des Internets

Im Zentrum des Symposiums steht die Frage, welche neuen Anforderungen sich an eine adäquate Begrifflichkeit ergeben, die zur Erfassung der neuartigen kulturellen und technischen Phänome im Umkreis des Internets geeignet ist.

 

Die Vielfalt der Spezifika je nationaler Besonderheiten und Sichtweisen einerseits und die Multidisziplinarität der Herangehensweise an die gewählte Fragestellung andererseits läßt einen besonderen wissenschaftlichen Mehrwert erwarten.

 

Hierbei geht es insbesondere um folgende Fragen, die unter dem Gesichtspunkt des Internets erörtert werden sollten:

 

  • Wie lassen sich die neuen Aspekte im Wechselverhältnis von Kultur und Technik auf den Begriff bringen?
  • Welche historische Besonderheiten in der Reflexion des Verhältnisses von Technik und Kultur gibt es in den einzelnen Ländern der EC und Osteuropas?
  • Worin besteht die Medialität des Internets?
  • Führt das Internet zu einer Transformation nationaler Identität?
  • Welchen Einfluß hat die Arbeit mit dem Internet auf  die Identität des Menschen?
  • Welche historische Besonderheiten des Verhältnisses von Technik und Kultur sind in den einzelnen Ländern der EC und Osteuropas nachweisbar?
  • Inwiefern sind Raum, Zeit und Kausalität – damit „Un“-Zeitlichkeit, Nichtlokalisierbarkeit, Allgegenwärtigkeit, Chaos und Risiko - in neuer Weise dem Verhältnis von Kultur und Technik eingeschrieben?
  • Verändert das Internet den Status menschlicher Rationalität und führt es damit zu einer veränderten Identität des Menschen? 

 

Die angestrebte Reflexion über die Begrifflichkeit von Kultur und Technik und Medialität des Internets sollte nach Möglichkeit durch die Analyse eines signifikanten Einzelaspekt von praktischer Relevanz untersetzt werden.

 

Als Teilprojekt des sich derzeit konsolidierende interdisziplinären und multinationalen Kooperationsverbundes "European Research Network on Cultural Diversity and New Media" (CULTEDIA) leistet das Symposium einen Beitrag zur inhaltlichen Präzisierung, thematischen Einordnung und gegenständlichen Eingrenzung des Gesamtprojekts.

Es liefert erste Beiträge zur angestrebten Ausarbeitung eines gemeinsamen Vokabulars zum Forschungsgegenstand und lotet das Problemfeld aus.

Gleichzeitig ist das Symposium mit der gewählten Thematik unmittelbar in den zentralen Forschungsschwerpunkt „Kulturen im Vergleich“ der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam eingebettet. Insbesondere dient es dem Brückenschlag zur osteuropäischen Forschungs- und Wissenschaftslandschaft. 

 

Eine Zusammenstellung der Beiträge in einem Protokollband ist beabsichtigt.

Im Vorfeld des Symposiums findet ein Arbeitstreffen der Netzknoten-Verantwortlichen des CULTMEDIA-Projektes statt.

 

Kontaktadresse: petsche@rz.uni-potsdam.de

Impressum