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2. Reformmodelle für die deutschen Parteien
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Seminar: im Hauptstudium
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Einordnung: Politikwissenschaft /Politische Bildung
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Termin: Montag 16 - 18
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Raum: wird noch bekannt gegeben
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Kommentar:

Das Seminar schließt an die Vorlesung über Defizite und Reformmodelle bei den Parteien an (s.dort). Einzelne Reformmodelle - innerparteiliche Plebiszite, Vorwahlen, fakultative Mitgliedschaften, Begrenzung von Amtsperioden, direkte Wahl von Parteiführern, Professionalisierung durch Apparate, Berücksichtung der Nichtwähler bei der Mandatsvergabe, Fortfall der staatlichen Parteienfinanzierung) werden in ihrer Wirkung auf die Organisationswirklichkeit hin untersucht.

 
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Anmeldung: In meiner Sprechstunde (mittwochs 10 bis 12 h). Teilnahme an der Vorlesung ist Bedingung. Höchstgrenze der Teilnehmer am Seminar: 30.  
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Literatur: Jürgen Dittberner, Neuer Staat mit alten Parteien? Die deutschen Parteien nach der Wiedervereinigung, Opladen/Wiesbaden 1997

Oscar W. Gabriel/Oskar Niedermayer/Richard Stöss (Hg.), Parteiendemokratie in Deutschland, Opladen 1997

Gerhard Lehmbruch, Parteienwettbewerb im Bundesstaat. Regelsysteme und Spannungslagen im Institutionengefüge der Bundesrepublik Deutschland. 2. Auflage, Opladen/Wiesbaden 1998

Peter Lösche, Kleine Geschichte der deutschen Parteien. 2. Auflage, Stuttgart/Berlin/Köln 1993

Oskar Niedermayer, Die Parteien nach der Bundestagswahl 1998, Opladen 1999

Oskar Niedermayer/Richard Stöss (Hg.), Stand und Perspektiven der Parteienforschung in Deutschland, Opladen 1993

Heinrich Oberreuter (Hg.), Parteiensystem am Wendepunkt? Wahlen in der Fernsehdemokratie, München und Landsberg am Lech 1996

Elmar Wiesendahl, Parteien in Perspektive. Theoretische Ansichten der Organisationswirklichkeit politischer Parteien, Opladen/Wiesbaden 1998

 
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Terminplan: 14. 10. Einführung Jürgen Dittberner

21. 10. Entstehen politischer Parteien im 19. Jahrhundert(1)

28. 10. Politische Parteien bei Max Weber(2)

4. 11. Robert Michels und das "eherne Gesetz der Oligarchie"(3)

11. 11. Die Parteien der Weimarer Republik: Sigmund Neumann(4)

17. 11. Parteiensystem der Bundesrepublik(5)

25. 11. Die Cleavage-Theorie(6)

2. 12. Zwei- und Vielparteiensystem vs. Einheitspartei: Maurice Duverger(7)

9. 12. Mitgliederbeteiligung in britischen Parteien: Modell für Deutschland?(8)

15. 12. Wahlwerbung als politische Kultur?(9)

6. 1. Die Nichtwähler(10)

13. 1. Verfall der politischen Parteien?(11)

20. 1. Der Staat als Beute?(12)

27. 1. Staatliche Parteienfinanzierung: Ein Vergleich(13)

3. 2. Verlust politischer Moral? - Die Unterschriftenaktion der CDU in Hessen 1999 - Die Möllemann-Friedmann-Affaire er FDP - Der "deutsche Weg" der SPD

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1. Werner Boldt, Die Anfänge des deutschen Parteiwesens. Fraktionen, politische Vereine und Parteien in der Revolution 1848. Darstelllung und Dokumentation, Paderbron 1971

Hans Fenske, Deutsche Parteiengeschichte, Paderborn 1994

Robert Hoffmann, Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart, München 1993

2. Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, Tübingen 1956 (9. Kapitel "Soziologie der Herrschaft")

ders. Der Beruf zur Politik; in: ders.:.Soziologie. Weltgeschichtliche Analysen. Politik, Stuttgart 1964

3. Robert Michels, Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen den Gruppenlebens, Neudruck der 2. Auflage, Stuttgart 1925

4. S.Neumann, Die Parteien der Weimarer Republik. Mit einer Einführung von Karl-Dietrich Bracher, Stuttgart 1965

5. Karlheinz Niclauß, Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung, Paderborn 1995

Dietrich Staritz (Hg.) Das Parteiensystem der Bundesrepublik. 2. Auflage, Opladen 1980

6. Seymour M. Lipset/Stein Rokkan (Ed.), Party Systems and Voter Alignments: Cross-National Perspectives, New York / London 1967

7. Maurice Duverger, Die politischen Parteien, Tübingen 1959

8. Bernd Becker, Mitgliederbeteiligung und innerparteiliche Demokratie in britischen Parteien - Modelle für die deutschen Parteien?, Baden-Baden 1999

s. auch Klaus Seidel, Direkte Demokratie in der innerparteilichen Willensbildung, Frankfurt a.M.. 1998

9. Christina Holtz-Bacha, Wahlwerbung als politische Kultur. Parteienspots im Fernsehen 1957 - 1998, Wiebaden 2000

10. Thomas Kleinhenz, Die Nichtwähler. Ursachen der sinkenden Wahlbeteiligung in Deutschland, Opladen 1995

11. Hans-Werner Kilz / Joachim Preuss, Flick. Die gekaufte Republik, Hamburg 1983

Erwin K. und Ute Scheuch, Cliquen, Klüngel und Karrieren. Über den Verfall der politischen Parteien. Eine Studie, Reinbek bei Hamburg 1992

12. Hans Herbert von Arnim, Fetter Bauch regiert nicht gern. Die politische Klasse - selbstbezogen und abgehoben, München 1997

ders. Der Staat als Beute. Wie Politiker in eigener Sache Gesetze machen, München 1993

13. Thomas Drysch, Parteienfinanzierung. Osterreich, Schweiz, Bundesrepublik Deutschland, Opladen 1998

Rolf Ebbighausen / Christian Düpjohann / Peter Prokein / Joachim Raupach / Marcus Renner / Rolf Schotes / Sebastian Schröter, Die Kosten der Parteiendemokratie. Studien und Materialien zu einer Bilanz staatlicher Parteienfinanzierung, Opladen 1996