Klimaforschung
Klimawandel in den Dauerfrostgebieten Sibiriens
9.30-10.00 Uhr, Haus 5, Raum 001
Die Dauerfrostgebiete der nördlichen Erdhalbkugel nehmen etwa 25 Prozent der globalen Landoberfläche ein. Bestimmende Merkmale dieser Gebiete sind die extremen saisonalen Temperaturunterschiede von bis zu minus 60 Grad Celsius im Winter und bis zu plus 30 Grad Celsius im Sommer sowie der teilweise bis tiefer als 1000 Meter gefrorene Untergrund. Durch die momentane Klimaerwärmung ist ein zunehmendes Abtauen dieser Permafrostgebiete zu befürchten. Die Geowissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut Potsdam erforschen heutige Umweltprozesse und die erdgeschichtlichen Entwicklungen dieser Regionen, um eine bessere Vorstellung über den künftig zu erwartenden Wandel in diesem extremen Lebensraum zu erhalten.
(anstelle von Privatdozent Dr. Bernhard Diekmann)
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
Überwinterung auf einer Eisscholle -
Atmosphärische Messungen im Arktischen Ozean
10.15-10.45 Uhr, Haus 5, Raum 001

Foto: zg.
Ein Mitarbeiter des Alfred-Wegener-Instituts nimmt im Rahmen des Internationalen Polarjahres 2007/2008 an einer außergewöhnlichen Expedition teil: Zusammen mit 21 russischen Kollegen überwintert er auf einer Eisscholle, der Driftstation NP-35, die im Laufe des Winters über den Arktischen Ozean nahe am Nordpol vorbeidriftet. Der Atmosphären-Forscher wird in dieser Zeit zum einen regelmäßig Ozonsondierungen vornehmen, zum anderen misst er mit einem Fesselballonsystem die zeitliche Entwicklung meteorologischer Parameter in der arktischen planetaren Grenzschicht.
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
Erneuerbare Energien - Auswirkungen auf Natur und Landschaft
11.00-11.30 Uhr, Haus 5, Raum 001

Foto: zg.
Die Energiepreise steigen, der Kohlendioxid-Gehalt in der Atmosphäre nimmt weiter zu, die globale Jahresdurchschnittstemperatur steigt, die Ausschläge des Wetters werden extremer - all dies wird mit verursacht durch den ungebremsten Verbrauch fossiler Energieträger. Die Nutzung erneuerbarer Energieträger hilft, die Emissionen zu reduzieren und ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des Klimaschutzes. Selbstverständlich wirkt sich der Ausbau erneuerbarer Energien auf Natur und Landschaft aus. Wenn wir den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien akzeptieren sollen, müssen Vor- und Nachteile, Risiken, Notwendigkeiten und Chancen offen angesprochen und diskutiert werden, um mögliche Konflikte zu entschärfen oder zu vermeiden.
Fachhochschule Eberswalde
Klimawandel - Was weiß die Wissenschaft?
11.45-12.15 Uhr, Haus 5, Raum 001

Foto: zg.
Der Klimawandel ist sicherlich eines der momentan am meisten diskutierten Themen. Dennoch scheint in der Öffentlichkeit noch sehr vieles unklar. Der Vortrag erläutert die Grundlagen des natürlichen und des durch Menschen verursachten Treibhauseffekts, beschreibt die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft und entwirft Zukunftsszenarien. Darüber hinaus unterbreitet der Referent Vorschläge, wie die Politik, aber auch jeder Einzelne von uns zur Lösung des Problems beitragen kann.
Fachhochschule Eberswalde
Dem indischen Monsun auf der Spur - Klimawandel im Himalaya
13.00-13.30 Uhr, Haus 5, Raum 001

Foto: GFZ
Der Indische Monsun ist eines der Haupt-Wettersysteme der Erde. Wie die extremen Niederschläge der letzten Jahre zeigen, haben Variationen der Monsun-Intensität weit reichende Folgen für die Wirtschaft und die Gesellschaft. Um den Indischen Monsun genauer zu verstehen und in Zukunft sogar besser vorherzusagen, nutzen Wissenschaftler des GeoForschungsZentrums Potsdam so genannte Klimaarchive wie beispielsweise Ablagerungen am Meeres- oder Seegrund, die sie weit in die Vergangenheit blicken lassen. Welche Informationen sie in einem vor neuntausend Jahren entstandenen See finden, zeigt dieser Vortrag.
GeoForschungsZentrum Potsdam
Die Antarktis als Klimamotor - Was Pflanzen darüber erzählen können
13.45-14.15 Uhr, Haus 5, Raum 001

Foto: zg.
Die Klimaveränderungen der letzten 40 Millionen Jahre haben dazu geführt, dass sich die einstmals vegetationsreiche Antarktis heute als "weißer Kontinent" präsentiert. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Vegetationsgeschichte der Antarktis und die wichtigsten ehemals dort vorkommenden Pflanzengruppen sowie in die Methoden zur Erforschung der fossilen Pflanzenwelt. Außerdem werden die Ursachen, Mechanismen und Auswirkungen des Klimawandels vorgestellt.
Brandenburgische Technische Universität Cottbus
Treibhausgas in den Boden verbannt
14.30-15.00 Uhr, Haus 5, Raum 001

Foto: GFZ
Statt das Treibhausgas Kohlendioxid in die Atmosphäre zu entlassen, kann es aufgefangen und im Untergrund gespeichert werden. Dieses Verfahren soll jetzt westlich von Potsdam getestet werden. In einem unterirdischen Testspeicher werden in den nächsten zwei Jahren 60.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingelagert werden. Das entspricht ungefähr der Menge, die die Potsdamer Bevölkerung pro Jahr ausatmet. Die Bohrung zur Kohlendioxid-Einspeisung und die zwei Beobachtungsbohrungen wurden mit empfindlichen Sensoren ausgestattet, die es erlauben, die Ausbreitung der Kohlenstoffdioxid-"Wolke" mittels elektrischer Messungen zu rekonstruieren.
GeoForschungsZentrum Potsdam
