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3. Ausgabe: Dezember 2005
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Modelle mit Erfolg

Juniorprofessoren sind wichtige Säule in der Nachwuchsförderung

Thomas Weith trat als erster Juniorprofessor an der Universität Potsdam seine Stelle am 1. November 2002 an. Mehr als drei Jahre sind seitdem vergangen. Die Zahl der Juniorprofessuren an der Hochschule hat sich inzwischen auf 18 erhöht, drei davon sind mit Frauen besetzt. Die jungen Wissenschaftler um die 30 mit und ohne Habilitation erhalten auf diese Weise die Möglichkeit, zur eigenen Profilierung selbstständig und eigenverantwortlich zu forschen und zu lehren.



Ließ sich als Erster an der Universität Potsdam
auf das Experiment Juniorprofessur ein: Thomas Weith.
Foto: Fritze

Seit dem Jahre 2002 wurden in allen fünf Fakultäten der Hochschule auf sechs Jahre befristete Juniorprofessuren eingerichtet. Noch lehrt und forscht der überwiegende Teil von ihnen in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Drei weitere Ausschreibungen sind auf den Weg gebracht. Ausnahmslos positive Erfahrungen hat die Universität Potsdam mit "ihren" Juniorprofessoren bisher sammeln können, sagt die Verantwortliche für den wissenschaftlichen Nachwuchs, Kerstin Schweigel. Es zahle sich aus, dass bei der Auswahl der Professoren strenge Qualitätskriterien angewandt wurden. Die jungen Wissenschaftler leisteten eine gute Arbeit in Lehre und Forschung. Außerdem seien die meisten darüber hinaus in den unterschiedlichsten Universitätsgremien aktiv. Bisher haben zwei der jungen Wissenschaftler einen Ruf an eine andere Universität angenommen. Weitere Rufe sind ergangen.
"Für die Universitätsleitung stellen die Juniorprofessuren eine wichtige Säule in der Nachwuchsförderung dar", sagt der zuständige Prorektor, Prof. Dr. Frieder W. Scheller. Umso mehr bedauert er, dass die Einrichtung neuer Juniorprofessuren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung derzeit nicht unterstützt wird. Angesichts von lukrativen Angeboten aus dem In- und Ausland für exzellente Nachwuchswissenschaftler prüfen die Fakultäten für die an der Hochschule befindlichen Juniorprofessoren die so genannte Tenure-Track-Option in jedem einzelnen Fall. Danach ist nach erfolgreicher Evaluation eine Ernennung zum Professor auf Lebenszeit auch ohne erneute Ausschreibung möglich. Tenure-Track-Optionen wird es an der Hochschule allerdings nur in Einzelfällen geben können. Damit sollen die Besten eine gesicherte Perspektive erhalten. Die Universität Potsdam beteiligt sich an einer Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der Stiftungsjuniorprofessuren mit Tenure-Track ausgeschrieben hat.
Doch zunächst werden die Juniorprofessoren nach drei Jahren planmäßig evaluiert. Das erfolgt in einem dreistufigen Verfahren. Dafür beschloss der Senat der Universität Potsdam eine entsprechende Satzung. Der jeweils zuständige Fakultätsrat setzt eine Bewertungskommission ein, die eine Stellungnahme über die Leistungen des Juniorprofessors in Forschung und Lehre vorbereitet. Dem Bericht legt die Kommission den Selbstbericht des Juniorprofessors, die Ergebnisse der studentischen Lehrevaluation sowie mindestens zwei externe Gutachten zur Forschungstätigkeit zugrunde. Der Fakultätsrat verfasst eine Stellungnahme für den Dekan, der über die Feststellung der Bewährung entscheidet. Nach positiver Evaluation wird die Juniorprofessur um weitere drei Jahre verlängert. Bereits an vier Fakultäten laufen gegenwärtig diese Verfahren, zunächst für sechs Juniorprofessoren. Die ersten fünf Juniorprofessoren haben ihre Evaluationen bereits erfolgreich abgeschlossen.

Weitere Informationen zu den Juniorprofessuren an der Universität Potsdam sind unter www.uni-potsdam.de/forschung/wiss_nachwuchs/juniorprof.html abrufbar.

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[Letzte Aktualisierung 26.11.2005, Bültge]