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2. Ausgabe: Dezember 2004
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8. Leibniz-Kolleg



Sprach über die Evolution in der Chemie.
Nobelpreisträger: Jean-Marie Lehn.
Foto: Fritze

Das Leibniz-Kolleg Potsdam widmete sich in diesem Jahr dem Thema "Evolution in der Chemie". Am 12. und 13. Mai. wurde in Vorträgen an der Universität Potsdam ein neuer und überaus zukunftsträchtiger Zweig der Chemie beleuchtet. Der französische Nobelpreisträger Prof. Dr. Jean-Marie Lehn von der Universität Louis Pasteur Straßburg sprach im Hauptvortrag über die "Evolution in der gezielten Molekülsynthese". Lehn, der 1987 gemeinsam mit den US-Amerikanern Donald J. Cram und Charles J. Pedersen den Nobelpreis für Chemie erhielt, gilt als Begründer und Pionier der "Supramolekularen Chemie". Dieser Forschungszweig beschäftigt sich mit dem Aufbau übermolekularer Systeme durch schwache Wechselwirkungen, wie sie in der DNA, in Proteinen, in Viren oder Zellen vorkommen. Durch die "Supramolekulare Chemie" wurde der gezielte und sich selbst organisierende Aufbau komplexer Systeme auf der Nanometerskala aus kleinen molekularen Einheiten möglich. Prof. Lehn berichtete über seine neuesten Arbeiten, in denen Prinzipien der Evolution in eine gezielte Molekülsynthese übertragen werden. In Analogie zur Herstellung von Eiweißen und Erbinformationen im Körper optimiert eine Reaktion sich selbständig, sodass unerwünschte Nebenreaktionen vermieden werden. Dies spart Rohstoffe, Energie, Kosten, reduziert Abfall und beschleunigt die Synthese. Jean-Marie Lehn spendete einen Sonderpreis für Nachwuchswissenschaftler und folgte damit dem Beispiel des Hautreferenten vom letzten Jahr, Chris Somerville.

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[Letzte Aktualisierung 05.12.2004, Tobias Queck]