The true faith? A cosmopolitan project in the early Enlightenment

Grotius und der religiöse Diskurs der Frühaufklärung

 

Im Zentrum der internationalen Tagung steht ein Text, Hugo Grotius‘ De Veritate Religionis Christianae von 1627, der zum einen von seiner Publikations- und Übersetzungsgeschichte und zum anderen von seiner Argumentationsstruktur her als ein Epochentext gelten kann. Dieser repräsentiert das Diskursmuster der Epoche gleichsam überkontextuell und macht zugleich deutlich, wie dieses Diskursmuster in immer neuen Kontexten variiert wird. Grotius legte mit De Veritate eine humanistische Verteidigung der christlichen Religion vor, die auf die Begründung aus der Offenbarung ganz verzichtete und philosophische und historisch-kritische Argumente geltend machte. Aus dem Christentum wurde so eine sowohl über das Christentum hinausgehende als auch die inneren Zwistigkeiten überbrückende kosmopolitische Überzeugung, die vor allem von ihrem integrativen politischen Zweck her bestimmt wurde. Dies wird schon in der rhetorischen Ausgangssituation deutlich. De Veritate bot Argumentationshilfe für holländische Seeleute, die mit bei der Ausübung ihrer Tätigkeit immer wieder mit Nichtchristen konfrontiert wurden – eine Schlüsselsituation in der Entstehungsphase der europäischen Aufklärung, in der die Konfrontation mit anderen Religionen eine Erfahrung darstellte, die das überkommene religiöse Weltbild erschütterte.

Bitte beachten Sie, dass die internationale Konferenz in englischer Sprache abgehalten wird.

Wenn Sie an der Konferenz als Gast teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte unter grotius@uni-potsdam.de an!

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Kontakt

Universität Potsdam

Historisches Institut
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
E-Mail: grotius@uni-potsdam.de

 

Organisationsteam

Prof. Dr. Hans Blom

Dorit Brixius, B.A.

Ulrike Kollodzeiski, B.A.

Carla Lessing, B.A.

Jelena Tomovic, B.A.

Maximilian Volz, B.A.

Universität Potsdam, Philosophische Fakultät, Konferenz zu Hugo Grotius