Prof. Dr. Logi Gunnarsson |
| Anschrift
Postanschrift: Am Neuen Palais 10, Telefon: 0331/977-1334 Telefax: 0331/977-1313 E-Mail: logi.gunnarsson@uni-potsdam.de Sprechstunde: Do 12.00 - 13.00 Uhr (Termine über das Sekretariat) |
|
Forschungsinteressen und ausgewählte Publikationen:
- Praktische Vernunft und Grundlagen der Moral
Making Moral Sense: Beyond Habermas and Gauthier, Cambridge University Press, Cambridge 2000 (als Taschenbuch 2007).
In diesem Werk vertritt Gunnarsson eine substantielle Theorie praktischer Vernunft. Außerdem argumentiert er dafür, dass Moral keine rationalistische Begründung braucht.
- Personale Identität
Philosophy of Personal Identity and Multiple Personality, Routledge, New York / London 2010.
„Festlegungstheorie zur Frage personaler Identität“, Deutsche Zeitschrift für Philosophie 56 (2008), S. 535-553.
„Sharing My Body: Personal Identity and Individuation“, SATS: Nordic Journal of Philosophy 10 (2009), S. 25-49.
„Allein im Spiegelkabinett? Zu personaler Identität und multipler Persönlichkeit“, in: C.F. Gethmann (Hg.), Deutsches Jahrbuch Philosophie 02. Lebenswelt und Wissenschaft, Meiner Verlag, Hamburg 2010.
In diesen Werken legt Gunnarsson eine Festlegungstheorie personaler Identität und eine philosophische Interpretation multipler Persönlichkeit vor.
- Selbstverhältnisse
„Moral Responsibility, Multiple Personality and Character Change“, in: Sebastian Schleidgen, Michael Jungert, Robert Bauer, Verena Sandow (Hg.), Human Nature and Self-Design, Mentis (im Erscheinen).
In Philosophy of Personal Identity and Multiple Personality behandelt Gunnarsson die klassische Frage personaler Identität. In den nächsten Jahren wird er sich anderen Fragen im Themenbereich des Personenbegriffs und der Verhältnisse einer Person zu sich selbst widmen. Dazu gehören Themen wie narrative Identität, die Verantwortung einer Person für frühere Taten, die Entfremdung einer Person von ihren eigenen Zuständen und die normative Forderung nach Einheit der Person angesichts gegebener Ambivalenzen. Dazu gehört aber auch die Beschäftigung mit der Relevanz des Personenseins für den moralischen Status eines Lebewesens. Zum Entfremdungsbegriff ist Gunnarsson an dem Projekt „New Thinking on Alienation“ beteiligt.
- Moralischer Status
„The Great Apes and the Severely Disabled. Moral Status and Thick Evaluative Concepts“, Ethical Theory and Moral Practice 11 (2008), S. 305-326.
Siehe die Anmerkungen zu „Selbstverhältnisse“.
- William James
„The Philosopher as Pathogenic Agent, Patient and Therapist: The Case of William James“, in: Clare Carlisle und Jonardon Ganeri (Hg.), Philosophy as Therapeia, Royal Institute of Philosophy Supplements 66, Cambridge University Press, Cambridge 2010.
Gunnarsson arbeitet derzeit an einer Monografie zum frühen William James. Darin wird es aber auch systematisch um Fragen der Philosophie der Philosophie gehen: Welche Gründe entscheiden schließlich philosophische Fragen?
- Ludwig Wittgenstein
Wittgensteins Leiter: Betrachtungen zum Tractatus, Philo Verlag, Berlin 2000.
„Trapped in a ‚secret cellar’: Breaking the Spell of a Picture of Unconscious States“, Philosophical Investigations 28 (2005), S. 273-289.
In Wittgensteins Leiter spielen zwei Charaktere die zentrale Rolle: Johannes Philologus, der vom Tractatus nur die ersten vier Paragraphen des Vorworts und die letzten beiden Sätze kennt, und Johannes Commentarius, der die Überlegungen vom seinem Onkel Philologus zur Kohärenz des Tractatus herausgibt und kommentiert.
Zur Person
- Geboren 1963 in Reykjavík, Island. Studium der Philosophie in Reykjavík, Frankfurt am Main, München und Pittsburgh, USA. 1995 Promotion am Philosophie-Department der University of Pittsburgh. 1997-2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2000-2001 Laurance S. Rockefeller Visiting Fellow am University Center for Human Values der Princeton University. 2005-2006 Lecturer an der University of Liverpool, Großbritannien. 2006-2011 Professor für Philosophie mit Schwerpunkt in praktischer Philosophie an der Technischen Universität Dortmund. Seit April 2011 Professor für Ethik und Ästhetik an der Universität Potsdam.
- 2008-2011 Vertreter der Technischen Universität Dortmund im Vorstand des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen. 2010 Gründung des William James Centers an der Technischen Universität Dortmund, das seit April 2011 an der Universität Potsdam angesiedelt ist. Seit April 2011 Ko-Direktor des Menschenrechtszentrums der Universität Potsdam. Seit Juli 2011 Sprecher des Graduiertenkolleg "Lebensformen + Lebenswissen"

