Partizipationslücken - Social Software in der Hochschullehre
24. November 2011Der Beitrag “Partizipationslücken - Social Software in der Hochschullehre” von Franco Rau und mir in der Online-Zeitschrift Medienpädagogik, Themenheft 21 “Partizipationschancen im Kulturraum Internet nutzen und gestalten” ist diese Tage erschienen.
Abstract: Lernende durch die Einbindung von «Web 2.0»-Angeboten aktiver in Lehrveranstaltungen einzubeziehen, ist ein aktuell diskutiertes Thema. Ziel dieses Beitrags ist es, jenseits der im theoriebasierten Fachdiskurs erwähnten Potenziale anhand empirischer Arbeiten auch typische Probleme zu analysieren, die mit der Umsetzung von Social Software im Bereich der Hochschule einhergehen. Methodisch handelt es sich nicht um eine Meta-Studie, sondern um eine vom Umfang her begrenzte, daher beispielhafte, aber systematische Sichtung vorwiegend englischsprachiger, empirisch basierter Arbeiten zum Einsatz von Social Software – insbesondere Blogs und Wikis – im Rahmen von Hochschullehrveranstaltungen. Die Analyse der gesichteten Fallstudien zeigt, dass das Phänomen ausbleibender studentischer Partizipation thematisiert wird, dass verschiedene Überlegungen zur Forcierung verbindlicher Beteiligung erprobt, jedoch die Folgen dieser spezifischen Interventionen zur Erhöhung der Beteiligung nur selten reflektiert werden. Abschliessend werden grundsätzliche Probleme und Spannungsfelder partizipativer Ansätze mit digitalen Medien im Bildungsraum Hochschule diskutiert.
Der Beitrag ist als Volltext über die Seite der Zeitschrift abrufbar.
… wurde ich leider nicht zugelassen, könnte ich …
13. Oktober 2011Eine kurze Information für Studierende, die nicht für das Seminar “Digitale Medien in der Bildung” zugelassen wurden: Ich erhalte jetzt von etwa der Hälfte der nicht-zugelassenen Studierenden eine persönliche Mail mit der Bitte, ob sie nicht doch aus diesem oder jenem Grund zugelassen werden könnten. Erstens: Niemand wird wegen einer Mail zusätzlich zugelassen, eine Mail können Sie sich sparen. Sie sollten wissen: Alle Studierenden in Potsdam haben vergleichbare Probleme. Zweitens: Erfahrungsgemäß springen immer ein paar Zugelassene ab und natürlich werden diese Plätze an Personen vergeben, die unbedingt an diesem Seminar zu diesem Thema teilnehmen möchten. Dass man an diesem speziellen Seminar unbedingt teilnehmen möchte, zeigt man dadurch, dass man zur ersten Sitzung kommt und z.B. begründen kann, warum einen dieses Thema interessiert. Drittens: Es können nicht alle Interessierten zugelassen werden. Aber es gibt in der ersten Sitzung eine sogenannte Prioritätenliste. Wer sich auf dieser Liste persönlich, vor Ort einträgt, kann sicher sein, im kommenden Sommersemester einen Platz im gleichnamigen Seminar zu erhalten.
Schlüsselbegriffe der Medienpädagogik
27. September 2011Medienbildung und Medien-kompetenz. Beiträge zu Schlüsselbegriffen der Medien-pädagogik. So lautet der Titel des mit Heinz Moser und Horst Niesyto gemeinsam herausge-gebenen Buches, das die Beiträge der letzten Herbsttagung (2010) der Sektion Medienpädagogik der DGfE bündelt. Die Diskussionen der Zürcher Tagung waren lebhaft und anregend. Der nun vorliegende Band ermöglicht es, die Gemeinsamkeiten und Differenzen der einzelnen Konzepte en detail nachzulesen. Wie im Vorwort formuliert, kann es nicht darum gehen, eine doktrinäre Einheit zu verordnen, sondern darum, den gemeinsamen Diskurs weiter zu entwickeln. Ein Wissen um die Art und Weise der Differenzen zeigt sich dabei als hilfreich: sind diese paradigmatisch begründet, handelt es sich um unterschiedliche Akzentuierung von Aufgabenstellungen oder Analysen von Phänomenen oder verbergen sich hinter den verwendeten Begriffen im Grunde doch recht ähnliche Auffassungen. Der Band enthält Beiträge von Gerhard Tulodziecki, Heinz Moser, Silke Grafe, Bernd Schorb, Dieter Spanhel, Manuela Pietrass, Karsten Wolf, Klaus Rummler, Wibke Duwe, Theo Hug, Isabell Zorn, Benjamin Jörissen, Matthias Rath, Domminik Petko, Michael Kerres und Claudia de Witt. Erschienen ist es bei kopaed.
Nein, ich spreche nicht für die …
10. August 2011Ja, ich bin Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), und auch im Vorstand der Sektion Medienpädagogik der DGfE, aber wenn ich Statements abgebe, dann spreche ich als Professorin, die an der Universität Potsdam tätig ist, und wirklich, wirklich nicht für die DGfE. Genauso verhält es sich mit der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft, auch da bin ich im Vorstand, aber ich spreche - sofern ich nicht ausdrücklich einen Auftrag vom Vorstand erhalten habe - nicht für die gesamte Gesellschaft. Ist doch ganz einfach, oder? Ich habe es der Redakteurin auch erklärt, als das Team vom ZDF Morgenmagazin am Montag da war, aber im Beitrag, der heute früh im Morgenmagazin ausgestrahlt wurde “Wie sinnvoll sind Lerncomputer”, sieht es eben in der Untertitelung doch anders aus. Ich hoffe, es fühlt sich niemand von meinen Kolleginnen und Kollegen ‘auf den Schlips’ getreten. Vielleicht kann man positiv auffassen, dass die Gesellschaften so immerhin mal wieder benannt werden. Oftmals hat man ja das Gefühl, zu pädagogische Fragen werden nur Kinderärzte, Psychologen und Kriminologen befragt. Das ist auch der Grund, warum ich mich zur Verfügung gestellt habe. Erziehungswissenschaft!
Unsicherheit, Unwissenheit und Plagiate
07. Juli 2011Auf der Online-Seite der Wochenzeitung “Die Zeit” findet sich aktuell eine Analyse einer unter Plagiatsverdacht stehenden Doktorarbeit, die sehr schön transparent und anschaulich macht, wie man im Wissenschaftsbereich eben gerade nicht mit Quellen umgehen darf. “Verschleiertes Kopieren”, Sich mit “Fremden Federn” schmücken, “Ausgefranste Zitate” und “Ablenkungsmanöver” werden sichtbar gemacht. Ich sehe des öfteren, dass der/die eine oder andere Student/Studentin sich - oft aus mich staunend machender Naivität - solcher Verfahren bedient, und ich bin dann immer herausgefordert lang und breit zu erklären, warum man das so nicht darf …. Daher freut mich diese plastische Übersicht. Vielleicht hilft es auch dem einen oder anderen. Leider - Ironie des Schicksals - werden die Autoren der Analyse (vermutlich Mitarbeiter der Zeit) nicht genannt.

Das Bild stammt von der Seite 7 der Analyse.
Hier ist der Link zur vollständigen Analyse (öffnet ein pdf).
Vortrag für Kinder- und Jugendmediziner
14. März 2011Am Wochenende hatte ich die Gelegenheit auf dem 17. Kongress des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendmediziner in Weimar einen Plenumsvortrag zu halten. Das Kongressthema lautete “Medien - Kommunikation und Spielräume”. Für Erziehungswissenschaftler / Medienpädagogen gab es durchaus überraschendes: etwa das ausgeprägte Fokussieren auf “Sucht” und “Gewalt” und “Gefahren” (aus der Perspektive von Kriminologen und Psychotherapeuten) oder Schlussfolgerungen auf der Basis von Fällen aus der klinischen Arbeit mit erheblich in ihrer Lebensführung beeinträchtigten Patienten. Ich hab den Eindruck gewonnen, dass in diesem Umfeld die Auseinandersetzung mit den drastischen Veränderung jugendlicher Medienwelten noch sehr am Anfang steht. Und so bin ich in meinem Vortrag auch verschiedentlich von meinen Folien (die unten zu sehen sind) abgewichen. Obwohl ich sonst gerne auf die Begriffe “digital natives” und “digital immigrants” verzichte, schien mir diese Gegenüberstellung in diesem Kontext sehr fruchtbar. Die Resonanz war übrigens sehr positiv - aus meiner Sicht. Und der Workshop, den ich gemeinsam mit meinem Mitarbeiter Franco Rau am folgen Tag durchgeführt habe, war im Nullkommanix ausgebucht.
Umzug in Haus 24 auf dem Campus Golm
05. März 2011Nachdem es im Sommer 2007 bereits hieß, dass die Erziehungswissenschaft “bald” umzöge, ist es jetzt, nach vielem hin und her, doch wirklich noch dazu gekommen. Am Freitag wurden Möbel und Kartons aus meinem alten Arbeitszimmer in das Gebäude 24 transferiert und ich habe den Nachmittag fröhlich mit Auspacken verbracht. Unglaublich was sich in knapp vier Jahren bereits ansammelt! Wenn ich am Montag auch endlich die neuen IP-Adressen bekomme, damit das Intra- und Internet mich auch wieder mitspielen lässt, wird alles wieder gut. Am Dienstag findet bereits die erste Sprechstunde in dem neuen Raum statt. Ich befinde mich jetzt im Haus 24, 2. OG, Raum 2.76.
My Conference Trip 2010
20. September 2010ECER 2010 in Helsinki, Finland, Aug. 23-28
This summer/autumn conference trip started at the end of august with the ECER 2010 conference organised by the EERA (European Education Research Association) in Helsinki: a whole week of interesting presentations and inspiring conversations with colleagues from all over Europe. The program was really overwhelming, as it usually is. I attended Sessions of the “ICT in Education and Training” Network and the “Open Learning: Media, Environment and Cultures” Network, the “Ethnographie” Network. Further, I was chair of one workshop in the “Didactics - Learning and Teaching” Network “ and presented some thoughts about “Challenges of a participatory and multi-perspective Strategy of Research on Learning”. I made new friends and enjoyed the possibility to spend time with old friends and colleagues, such as Theo Hug and Christian Swertz from Austria, and Stefan Iske and Annabell Preussler. (Impossible to mention all :-).
EARLI SIG 6 & 7 in Ulm, Aug. 30 - Sept. 1
Unfortunately I had to cancel my participation at the EARLI SIG 6 & 7 in Ulm due to personal issues. So, the poster I proposed, is only a part of the conference proccedings. I hope, I will be able to attend the conference next time.
EARLI SIG 17 Methodology in Research on Learning in Jena Sept. 1-3
The meeting of this special interest group (SIG 17) of the European Association for Research on Learning and Instruction took place in Jena, Germany. It was absolutely great. Michael Baker (Paris, France) held an inspiring keynote: “Approaches to understanding social interaction in educational situations: a panorama, a road-map and an example of integrating multiple modes of interpretation”. The discussions of a broad range of topics concerning questions of research methods in a small sized group of open minded colleagues were excellent. My presentation - slideshare - was about challenges of a the participatory and multi-perspective research strategy. I enjoyed the discussion a lot. Thanks to Michaela Gläser Zikuda (Jena, Germany) and Patrick Sins (Utrecht, Netherlands) for organising such a brilliant meeting. In 2011 there will be the biannual EARLI-Conference in Exeter, UK, so that the next SIG-conference will be in 2012.
GMW 2010 in Zurich, Sept. 13-15
The “Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft” (GMW) is a tri-national organisation (Germany, Switzerland, Austria) of German speaking academics in higher education. A Pre-conference was organised by mostly young researcher, called „Educamp meets GMW 2010“. Everybody who attended an educamp-format for the first time was overwhelmed by the high degree of engagement and participation in this open format. Building up networks and sharing ideas is the strengths of this (non-)conference format. Actually I enjoyed the “Bildungs-Sofa”-Session in the beautiful “Lichthof” of the University of Zurich, where Peter Baumgartner, Ulf-Daniel Ehlers, Gabi Reinmann, Basti Hirsch and some more of us sat on the huge sofa, which was designed by the artist Pippilotti Rist. [foto]. The main-conference was inspiring as well. Different perspectives were presented. I appreciated Rolf Schulmeisters keynote a lot. Fortunately the conference proceedings are available as open content (German). Last but not least I committed myself to new academic tasks.
ICL 2010 in Hasselt, Belgium, Sept. 15-17
Participants from all over the world attended the conference in Hasselt. I had the pleasure to listen to talks and projects from Algeria, South Africa, United States, Hong Kong and, yes, also some European countries: Norway, Belgium, Austria, Turkey … . My co-worker Franco Rau and I presented a small study/literature review on social software in higher education. We emphasized some issues concerning “Participation under Compulsion” .
I am going to attend two more conferences in the next weeks, both in German. The meeting of the “Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft”, will take place in Chemnitz, Sept. 23-25. I am going to meet all my German colleagues of academic research on adult education. And in November 4-5 I will be in Zurich, where we are organising the meeting of the scientific media education - the “Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft”.
Sprechstunde
11. März 2010
Achtung Änderung ab Ende Juli 2010: Ab jetzt finden wieder reduzierte Sprechzeiten in der vorlesungsfreien Zeit statt. An den vorgesehenen Terminen Dienstags zwischen 14 und 15 Uhr (Haus 14, 6. OG, Rm. 528). Zur Anmeldung klicken Sie auf diesen Link: Sie müssen sich online anmelden (mit Namen und verbindlich zu einem Zeitfenster) Bitte kommen Sie möglichst gut vorbereitet zur Sprechstunde.



