Gesundheitskompetenz stärken: Gut informierte Versicherte können bessere Entscheidungen treffen

Das Potsdamer Harding-Zentrum für Risikokompetenz und die Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit und Qualität bei Krankenkassen (GWQ ServicePlus AG) haben laienverständliche Entscheidungshilfen zu verschiedenen Gesundheitsthemen entwickelt.

Welche Möglichkeiten bieten Methoden der Früherkennung spezifischer Erbgutveränderungen mittels nicht-invasiver Pränataltests? Welche Vor- bzw. Nachteile hat bei Arthrose eine Operation des Kniegelenks gegenüber nicht-operativen Behandlungsmethoden? In Zeiten von Fake News und weitreichender Desinformation wird es immer schwieriger, verlässliche Informationen im Internet zu identifizieren. Häufig werden gut aufbereitete Falschinformationen ohne Belege bewusst verbreitet. Dies gilt auch für Gesundheitstipps. Eine transparente und verständliche Kommunikation von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist daher unerlässlich.

Deshalb hat das Harding-Zentrum gemeinsam mit der GWQ „Faktenboxen“ erstellt, welche den wissenschaftlichen Stand über Nutzen und Schäden von Behandlungen, Impfungen und Früherkennung in verständlicher und ansprechend illustrierter Form zusammenfassen. Ziel der Kooperation mit der GWQ ist es, die Gesundheitskompetenz der Versicherten zu stärken, damit sie bessere Entscheidungen treffen können. Die Informationen stellt die GWQ einerseits auf ihrer eigenen Internetseite bereit, andererseits werden sie Krankenkassen zur Verfügung gestellt, damit sie die Faktenboxen auf verschiedenen Kanälen mit ihren Versicherten teilen können. Die Informationen sind abrufbar unter: https://www.gwq-serviceplus.de/leistungen/gesundheitskompetenz.

Die GWQ ServicePlus AG

unterstützt Krankenkassen bei der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Qualität ihres Leistungsangebots. Als von innovativen Krankenkassen gegründetes Unternehmen bündelt es die Interessen von Aktionäre und Kunden, um auf dieser Basis neue Versorgungsangebote zu entwickeln oder Leistungen besonders wirtschaftlich einzukaufen.

Die GWQ ist die unternehmerische Antwort auf die sich ständig wandelnden Bedingungen im Gesundheitsmarkt. Vorgaben des Gesetzgebers mit Handlungsoptionen für die Krankenkassen werden im Dialog mit Aktionären und Kunden in passgenaue Produkte und Dienstleistungen umgesetzt. Damit profiliert sich die GWQ als externes Kompetenzcenter für Krankenkassen, stärkt die Marktposition ihrer Aktionäre und Kunden und leistet innovative Beiträge für eine bessere Gesundheitsversorgung. Bei Bedarf bündelt sie die Interessen der Krankenkassen und nimmt eine themenpolitische Interessensvertretung wahr. Die GWQ ServicePlus AG ist offen für alle Kassenarten.

Das Harding-Zentrum für Risikokompetenz

wechselte 2020 vom Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung nach Potsdam an die Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg. Es steht für Aufklärung, für die allgemeinverständliche Aufbereitung von Fakten und für die Entwicklung analoger und digitaler Werkzeuge, die dabei helfen, informierte und effiziente Gesundheits- und Verbraucherentscheidungen zu treffen. Die vom Harding-Zentrum entwickelten Faktenboxen sind ein erprobtes und wirksames Mittel, um Gesundheitsrisiken besser verstehen, einschätzen und kompetenter mit ihnen umgehen zu können. Erstellt von einem Expertenteam aus Gesundheits- und Sozialwissenschaften fassen die Faktenboxen die wissenschaftliche Evidenz über Nutzen und Schaden von Behandlungen und Impfungen, aber auch von Früherkennung, Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln in einer für Laien verständlichen Form zusammen. Das Potenzial von Faktenboxen wurde bereits von verschiedenen Krankenkassen und anderen Organisationen im Gesundheitsbereich erkannt, die mit dem Harding-Zentrum zusammenarbeiten.
Von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften aus führt das Team des Harding-Zentrums Studien, Expertenbefragungen und Umfragen in der Bevölkerung durch. Zudem organisiert es Fort- und Weiterbildungen für Ärzte, Journalisten und Verbraucherschützer, für die es besonders wichtig ist, Risiken richtig zu interpretieren und verständlich gegenüber Patienten und der allgemeinen Öffentlichkeit vermitteln zu können.

Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg
wurde 2018 als gemeinsame Fakultät der Universität Potsdam, der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gegründet. Sie bildet den Kern des Gesundheitscampus Brandenburg. Ziel ist es, neuartige medizinische, pflegerische und medizin-technische Versorgungsangebote sowie innovative Studiengänge zu entwickeln. In Kooperation mit weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen soll die Fakultät zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im Flächenland Brandenburg beitragen.

Kontakt
Dr. Felix G. Rebitschek, Wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer des Harding-Zentrums für Risikokompetenz, E-Mail: rebitschekuni-potsdamde

Dr. Christian Kümpel, Vorstandsreferent der GWQ ServicePlus AG, E-Mail: christian.kuempelgwq-serviceplusde

Gemeinsame Medieninformation der Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg und der GWQ ServicePlus AG, herausgegeben von der Universität Potsdam
17-06-2021 / Nr. 004