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Klangwelten von Frauen – Musikbereich der Universität feiert ein „Fest für Komponistinnen“

Medieninformation 29-06-2026 / Nr. 055

  • Eine Hand schreibt Noten auf ein Blatt Papier.
    Photo: AdobeStock_101716396_DragonImages
    Noch immer erhalten Werke von Komponistinnen zu wenig Aufmerksamkeit. Das soll sich ändern.

Um der noch immer zu wenig beachteten Musik von Frauen mehr Aufmerksamkeit und Gehör zu verschaffen, lädt das Department Musik und Kunst der Universität Potsdam am 9. Juli zu einem „Fest für Komponistinnen“ ein. Von 17 bis 22 Uhr verwandelt sich das Musikhaus auf dem Campus Golm in einen klingenden Parcours durch Jahrhunderte musikalischen Schaffens von Frauen. Bei Konzerten, Performances und Kurzvorträgen können die Besucherinnen und Besucher eintauchen in die Klangwelten und Lebensgeschichten von Frauen, die trotz vieler Hindernisse in ihrer jeweiligen Zeit und Kultur künstlerisch produktiv waren und sind. Der Eintritt ist frei.

Studierende und Dozierende aus dem Lehramt Musik und der Kulturwissenschaft präsentieren an diesem Abend Hörens- und Wissenswertes rund um Hildegard von Bingen, Florence Price, Carla Bley, Julia Hülsmann, Nkeiru Okoye und viele andere. In einem Roundtable sprechen die zeitgenössischen Komponistinnen Misha Cvijović und Charlotte Seither darüber, wie sie ihre künstlerische Situation heute einschätzen. „So entsteht ein Konzert- und Wissenschaftsabend voller Kontraste und überraschender Hörmomente“, kündigt der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Christian Thorau an, der die Veranstaltung gemeinsam mit der Doktorandin Theresa Schlegel, dem Pianisten Jan Gerdes und den Studierenden vorbereitet hat. Von Theresa Schlegel, die zu Musikerinnen und Geschlechterdiskursen im 19. Jahrhundert promoviert, kam der Impuls, komponierende Frauen in größerem Rahmen sichtbar und hörbar zu machen und ihre Musik bei einem Fest zu zelebrieren. 
„Ein wichtiger Gedanke war dabei die Verbindung von wissenschaftlicher Auseinandersetzung, musikalischer Praxis und öffentlicher Vermittlung“, betont Christian Thorau. So entwickelten die Studierenden für diesen Abend wissenschaftliche Kurzvorträge zu den einzelnen Komponistinnen, ihren Werken sowie ihren biografischen und historischen Kontexten. Immer geht es darin auch um Fragen der Rezeption und Sichtbarkeit von Frauen in der Musikgeschichte. Inhaltlich reicht das Spektrum von Komponistinnen und Pianistinnen wie Clara Schumann über Liedermacherinnen bis zu Frauen im Rap. Kolleginnen und Kollegen aus allen Professuren und Lehrgebieten des Musikbereiches haben die Musikstücke mit den Studierenden vorbereitet und spielen auch selbst, u.a. Klaviertrios von Fanny Hensel und Lili Boulanger. Von Studierenden für das Lehramt Kunst werden Porträtstudien zum Thema gezeigt.

Zeit: 9. Juli 2026, 17 bis 22 Uhr 
Ort: Universität Potsdam, Campus Golm, Karl-Liebknecht-Str. 24, 14476 Potsdam, Haus 6
Kontakt: Prof. Dr. Christian Thorau, Professor für Musikwissenschaft
Telefon: 0331/977 2108
E-Mail: thorauuni-potsdamde

Medieninformation 29-06-2026 / Nr. 055