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Herausragende Leistungen – Preise für Studium und Lehre an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät

Medieninformation 25-06-2026 / Nr. 054

  • Collage von Portraits der Presiträger:innen.
    Photo: v.l.n.r.u.v.o.n.u. Lisa Schnorr/Kevin Ryl/Johannes Wilk/Sandra Scholz/Helen Dorausch/privat/Nadine Stenzel
    Preisträgerinnen und Preisträger 2026. Oben v.l.n.r. Jillian Denise Hoffmann, Charlott Thomas, Cara Bielig. Unten v.l.n.r. Dr. Leonna Szangolies, Jakob Heidrich, Dr. Erik Kalz, Prof. Dr. Mark Lawrence.

Am 25. Juni 2026 finden im Anschluss an die zentrale Abschlussfeier der Universität Potsdam auf dem Campus Am Neuen Palais die Preisverleihungen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät für herausragende Leistungen in Studium und Lehre statt. Die Fakultät vergibt den Michelson-Preis für die beste Promotion, den Jacob-Jacobi-Preis für den besten Masterabschluss und den Leopold-von-Buch-Preis für den besten Bachelorabschluss im akademischen Jahr 2025/26 sowie zwei Lehrpreise.

Der Michelson-Preis im Jahr 2025 wird geteilt und geht an Dr. Leonna Szangolies und Dr. Erik Kalz. Der nach dem Physik-Nobelpreisträger Albert Abraham Michelson benannte Preis ist mit insgesamt 1.500 Euro dotiert und wurde mit Unterstützung der UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam ausgelobt. 
In ihrer Promotion an der Universität Potsdam erforschte die Ökologin Dr. Leonna Szangolies den Biodiversitätsverlust durch Landschaftsveränderungen. Sie entwickelte einen neuartigen Modellierungsansatz, mit dem sich untersuchen lässt, wie, wann und warum bestimmte Tierarten sich einen gemeinsamen Lebensraum teilen. Ihre innovative Arbeit adressiert eine der zentralen Herausforderungen der Ökologie: die Übertragung von individuellem Verhalten auf die Raum-Zeit-Dynamik ganzer Artengemeinschaften. 
Dr. Erik Kalz ist theoretischer Physiker und hat zur Bewegung kleiner Teilchen in Flüssigkeiten promoviert. In herkömmlichen diffusen Systemen verlangsamen Zusammenstöße typischerweise die Teilchenbewegung. Im Gegensatz dazu können in den von ihm untersuchten „Odd-diffusive“-Vielteilchensystemen Wechselwirkungen zwischen den Teilchen die Bewegung eines einzelnen Teilchens verstärken. Seine Forschung lässt sich anwenden auf Bewegungsmuster biologischer Einzeller oder Transportprozesse im interstellaren Plasma.
Den Jacob-Jacobi-Preis erhalten Cara Bielig und Jillian Denise Hoffmann. Der mit insgesamt 500 Euro dotierte Jacob-Jacobi-Preis ist nach dem in Potsdam geborenen Mathematiker Carl Gustav Jacob Jacobi benannt und wird vom Leibniz-Kolleg Potsdam finanziert.
Cara Bielig hat ihr Studium in Remote Sensing, geoInformation and Visualization mit Auszeichnung bestanden. In ihrer Abschlussarbeit entwickelte sie eine innovative Methode, um komplexe räumliche Strukturen zu analysieren. Dazu kombinierte sie sogenannte „recurrence plot“-basierte Methoden zur nichtlinearen Datenanalyse mit statistischen Verfahren und geometrischen Konzepten. Ihr neuartiger Ansatz ist hochrelevant für aktuelle Forschungsfragen in der Klassifikation, im Monitoring oder in der Früherkennung. 
Der Abschluss von Jillian Denise Hoffmann im Fach Biochemistry and Molecular Biology wurde ebenfalls mit Auszeichnung bewertet. Ihre Masterarbeit verbindet Genetik, Molekularbiologie, Biochemie und Mikroskopie. Sie erforschte, wie ein zellulärer Signalmechanismus die Funktion von Fettzellen beeinflusst und damit möglicherweise eine Rolle für entzündliche Erkrankungen spielt. Ihre an der Charité Berlin gewonnen Ergebnisse sind potenziell klinisch relevant für das Verständnis der Entstehung und die Behandlung chronisch-entzündlicher Darmkrankheiten.
Mit dem Leopold-von-Buch-Preis wird Jakob Heidrich ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 300 Euro dotiert und wurde mit Unterstützung der UP Transfer GmbH ausgelobt. Der Namensgeber stammt aus der Uckermark und gilt als einer der ersten geologischen Feldforscher. 
Jakob Heidrich hat das Bachelorstudium Mathematik mit der Bestnote 1,0 abgeschlossen. In seiner Abschlussarbeit untersuchte er die Hardy-Ungleichung – ein wichtiges Werkzeug im Zusammenhang mit partiellen Differentialgleichungen. Er übertrug den methodischen Ansatz für eine verbesserte Hardy-Ungleichung vom kontinuierlichen auf den diskreten Fall und identifizierte dabei eine bislang unbekannte Konstante. 
Die Fakultätspreise für herausragende Lehre erhalten Charlott Thomas und Prof. Dr. Mark Lawrence. Beide wurden von den Studierenden der Fakultät mehrheitlich nominiert, die deren besonderes Engagement in der Lehre hervorheben:
Charlott Thomas ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Didaktik der Mathematik im inklusiven Kontext mit Förderschwerpunkt Lernen. In ihren Seminaren gebe sie den Lehramtsstudierenden konstruktives sowie wertschätzendes Feedback und vermittele ihnen Selbstvertrauen als zukünftige Lehrpersonen, betonen die Nominierenden. Auch bei persönlichen Anliegen stehe Frau Thomas den Studierenden immer zur Seite.
Prof. Dr. Mark Lawrence ist Honorarprofessor am Institut für Umweltwissenschaften und Geographie sowie wissenschaftlicher Direktor des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit RIFS. Die Studierenden im Master Climate, Earth, Water, Sustainability loben ihn als inspirierende Persönlichkeit. Er teile sein Wissen und seine Erfahrungen zur Klimapolitik großzügig mit der nächsten Generation von Klimaforschenden.

Abbildung: Preisträgerinnen und Preisträger 2026. Oben v.l.n.r. Jillian Denise Hoffmann (Foto: Lisa Schnorr), Charlott Thomas (Foto: Kevin Ryl), Cara Bielig (Foto: Johannes Wilk). Unten v.l.n.r. Dr. Leonna Szangolies (Foto: Sandra Scholz), Jakob Heidrich (Foto: Helen Dorausch), Dr. Erik Kalz (Foto: privat), Prof. Dr. Mark Lawrence (Foto: Nadine Stenzel).

Kontakt: Dr. Stefanie Mikulla, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Telefon: 0331 977-2964
E-Mail: stefanie.mikullauni-potsdamde

Medieninformation 25-06-2026 / Nr. 054