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Dr. Luise Czajkowski

Raum: 1.05.1.11

E-Mail: luise.czajkowski@uni-potsdam.de

Studium der Germanistik, Niederlandistik und Journalistik in Leipzig und Amsterdam, 2006 Abschluss Magistra Artium, 2015 Abschluss der hochschuldidaktischen Ausbildung (HDS Leipzig), 2019 Promotion („Schreibsprachen im Übergang. Untersuchungen zum Sprachwandel im niederdeutsch-ostmitteldeutschen Übergangsraum in Spätmittelalter und Früher Neuzeit“, ausgezeichnet mit dem Theodor-Frings-Preis 2024). 

2004-2007 studentische und wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Germanistik der Universität Leipzig (Geschichte der deutschen Sprache und Historische Sprachwissenschaft, Prof. Dr. Hans Ulrich Schmid), 2008-2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin (WiMi) ebd., 2010-2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Mittelhochdeutschen Wörterbuch (Akademie der Wissenschaften zu Göttingen), 2012-2022 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik (Geschichte der deutschen Sprache und Historische Sprachwissenschaft, Prof. Dr. Hans Ulrich Schmid), 2018-2022 außerdem wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung der Universität Leipzig (wissenschaftliche Ausbildung von Lehrkräften: deutsch/Seiteneinsteiger), 2022-24 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Handschriftenzentrum der Universitätsbibliothek der Universität Leipzig (DFG-Projekt: Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe (Segmente C-G)), seit Oktober 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik der Universität Potsdam (Prof. Dr. Ulrike Demske), seit Mai 2026 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Digitaler Niederdeutsch-Atlas für Brandenburg (DiNA-BB)“.


Arbeitsschwerpunkte: Sprachwandel, Historische Dialektgeographie, Historische Schreibsprachen Mittelniederdeutsch, Ostmitteldeutsch

Publikationen

Monographie

2021. Schreibsprachen im Übergang. Untersuchungen zum Sprachwandel im niederdeutsch-ostmitteldeutschen Übergangsraum in Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Hildesheim. (Olms)

Herausgebertätigkeit

2023. (zus. mit Hannelore Poethe und Anja Seiffert) Wörter und Phraseme. Theoretische und praktische Exkurse (Leipziger Studierende forschen 2). Leipzig (Open Access).

2018. (zus. mit Sabrina Ulbrich-Bösch und Christina Waldvogel) Sprachwandel im Deutschen. Berlin/Boston.

2007. (zus. mit Corinna Hoffmann und Hans Ulrich Schmid) Ostmitteldeutsche Schreibsprachen im Spätmittelalter. Berlin/New York.

Aufsätze und Beiträge

2024. Niederdeutsch im ostmitteldeutschen Raum. In: Andreas Bieberstedt / Doreen Brandt / Klaas-Hinrich Ehlers / Christoph Schmitt (Hg.): 100 Jahre Niederdeutsche Philologie. Bd. 2, 139–178.

2023. Katalogisate zum ‚Habsburger Urbar‘ (Don. 691. und den Rechtshandschriften Don. 738–747, in: Katalog „Neukatalogisierung der Handschriften der ehemals Fürstlichen Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen“, bearbeitet u. a. auch von Christoph Mackert, Katrin Sturm, Nicole Eichenberger, Online-Publikation im Handschriftenportal.

2023. Flucht oder Furcht? Homonymenkonflikte in der deutschen Sprachgeschichte. In: Luise Czajkowski / Hannelore Poethe / Anja Seiffert (Hg.): Wörter und Phraseme. Theoretische und praktische Exkurse (Leipziger Studierende forschen 2). Leipzig, 11–23. (Open Access).

2021. Codeswitching und Language-Mixing in ostmitteldeutschen Stadtbüchern. Zur Abgrenzung von Sprachwandel und Sprachwechsel. In: Elvira Glaser/Michael Prinz/Stefaniya Ptashnyk (Hg.): Historisches Codeswitching mit Deutsch. Multilinguale Praktiken in der Sprachgeschichte. Berlin/Boston: De Gruyter, 113–138.

2018. Zur Interpretation von Kürzungsstrichen in Handschriften des 14. und 15. Jahrhunderts. In: Anette Kremer / Vincenz Schwab (Hg.): Handschriften als Quellen der Sprach- und Kulturwissenschaft. Aktuelle Fragestellungen – Methoden – Probleme. Akten der Nachwuchstagung, Bamberg, 4.–5.12.2015. Bamberg.

2015. Das Stadtbuch von Alsleben. Zeugnis des Rückzugs der niederdeutschen Schreibsprache im ostmitteldeutschen Raum. In: Markus Hundt / Alexander Lasch: Deutsch im Norden. Berlin, New York.

2015. Gleiches Thema – Unterschiedliche Zielgruppen. Zum Einsatz studiengangsorientierter Projektarbeit im Fach Germanistik. In: HDS-Journal 2/2015 (online).

2014. (zus. mit Sabrina Ulbrich) Die verba obscuriora des Karl Friedrich Walch. Über ein rechtssprachliches Archaismenwörterbuch aus dem 18. Jahrhundert. In: Hans-Joachim Solms / Michael Prinz: vnuornemliche alde vocabulen - gute, brauchbare wörter. Zu den Anfängen der historischen Lexikographie (Zeitschrift für deutsche Philologie 132, Sonderheft). Berlin, 161–173.

2013. Gärtner, Kurt / Klaus Grubmüller / Karl Stackmann (Hgg.) / Ralf Plate / Gerhard Diehl / Luise Czajkowski u.a. (Bearb.): Mittelhochdeutsches Wörterbuch. Band 1. a – êvrouwe. Überarbeitete Bandauflage. Stuttgart.

2011. Sprachausgleich im niederdeutsch- ostmitteldeutschen Interferenzraum auf dem Weg zum Neuhochdeutschen. In: Christian Braun (Hg.): Kanzleisprachen auf dem Weg zum Neuhochdeutschen (Beiträge zur Kanzleisprachenforschung 7). Wien, 251ff.

2010. Die Sprache der Jenaer Liederhandschrift. In: Jens Haustein / Franz Körndle u.a. (Hg.): Die "Jenaer Liederhandschrift". Berlin, New York, 29–38.

2007. (zus. mit Corinna Hoffmann) Ostmitteldeutsche Schreibsprachen im Spätmittelalter. Tagungsbericht. In: ZfdPh 126, 119–121.

2005. Magisterarbeit: Gutalag und Gutasaga Frühneuhochdeutsch. Teil 1: Neue Untersuchungen zum Sprachstand. Teil 2: Edition der Handschrift von 1401. (Online bei researchgate.net).

 

Vorträge und Poster

2026. „Historische Dialekte in Brandenburg und ihre Erforschung“. Potsdamer Tag der Wissenschaften, Campus Golm, Universität Potsdam, 9. Mai 2026.

2025. „Pronominale Varianz und Kasussynkretismus im Brandenburgischen.“ Saarbrücker Runder Tisch für Dialektsyntax. Saarbrücken, 8. November 2025.

2025. (zus. mit Johann Heidrich) „Die Zukunft des Brandenburgischen. Über die Strahlkraft des sprachlichen Zentrums Berlin. 38. Jahrestagung des Internationalen Arbeitskreises für Historische Stadtsprachenforschung“, Halle (Saale), 18. bis 20. März 2025.

2021. „Hillige moder godes soete vn(de) schone bidde vor uns. Mittelniederdeutsche Stundenbücher als Zeugnis kultureller Identität im 15. Jahrhundert“. Workshop „Besitz und Gebrauch – Bücher in bürgerlicher Hand“. Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek Wittenberg (Dr. Matthias Meinhardt, Prof. Dr. Claudine Moulin), online.

2021. „Flämische Sprachspuren im Ostmitteldeutschen“. 133. Jahresversammlung des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung mit einem Schwerpunkt „Niederdeutsch und Niederländisch im Kontakt“. Münster, online.

2020. „Zur Differenzierung von Homonymenfurcht und Homonymenflucht. Eine Analyse von Homographie in ostmitteldeutschen Quellen des 13. bis 15. Jahrhunderts“. Jahrestagung der Gesellschaft für Germanistische Sprachgeschichte (Historische Schrift- und Schriftlichkeitsforschung). 23.09.-25.09.2020. Regensburg, online.

2020. „Varianz und Wandel historischer Schreibsprachen Ostmitteldeutschlands“. Nachwuchs-Workshop zur Stadtbuchforschung im Rahmen des DFG-Projekts „Index Librorum Civitatum – Verzeichnis der Stadtbücher des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ am 22. und 23. September 2020. Halle (Saale).

2019. „Stadtbücher als Zeugnis spätmittelalterlichen Sprachwandels“. Institut für vergleichende Städtegeschichte. Münster.

2018. „Fragmente deutschsprachigen Gebrauchsschrifttums aus dem Kloster Wienhausen“. Arbeitsgespräch „Auf den Spuren klösterlicher Textarbeit“ (Prof. Dr. Simone Schultz-Balluff), Kloster Wienhausen.

2018. „Zur Darstellung von Sprachwandelprozessen. Möglichkeiten und Grenzen“. Freiburg Leipzig Forum. Leipzig.

2016. „Sprachwandel in den Klöstern von Mansfeld im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit“. Mauerfälle der Mystik. Eine Spurensuche zu Mechthild (von Magdeburg) und zum Fließenden Licht der Gottheit in religiösen Netzwerken, Ordenslandschaften und literarischen Diskursen im mitteldeutschen Raum des 13. Jahrhunderts. Interdisziplinärer Workshop, 9.-11. September 2016, Leipzig.

2016. „Wienhäuser Schreibsprachen im 14. und 15. Jahrhundert“. Arbeitsgespräch „Auf den Spuren klösterlicher Textarbeit“ (Prof. Dr. Simone Schultz-Balluff), Kloster Wienhausen.

2016. Vortrag „Abbreviaturen im Wandel. Kürzungspraktiken in spätmittelalterlichen Handschriften aus dem nd.-omd. Übergangsraum“. Mittelalterliche Kürzungspraktiken in Volkssprache und Latein, Zürich.

2015. Vortrag „Zur Interpretation von Kürzungsstrichen in Handschriften des 14. und 15. Jahrhunderts“. Handschriften als Quellen der Sprach- und Kulturwissenschaft. Aktuelle Fragestellungen – Methoden – Probleme, Bamberg.

2015. „Spätmittelalterliche Urkunden von Klöstern, Grafen und Städten aus dem nd.-omd. Übergangsgebiet im Vergleich“. Schriften und Bilder des Nordens. Niederdeutsche Medienkultur im späten Mittelalter, Interdisziplinäre Fachtagung, 15. bis 17. Oktober 2015, Greifswald.

2014. „Der Rückzug der nd. Schreibsprache im ostmitteldeutschen Raum – illustriert am Stadtbuch von Alsleben (1451–1490)“. Deutsch im Norden. Jahrestagung der Gesellschaft für Germanistische Sprachgeschichte.

2010. „Sprachausgleich im niederdeutschostmitteldeutschen Interferenzraum auf dem Weg zum Neuhochdeutschen“. Kanzleisprachen auf dem Weg zum Neuhochdeutschen. 6. Tagung des Internationalen Arbeitskreises Kanzleisprachenforschung an der Universität Graz vom 22. bis 25. September 2010.

2007. „Die Sprache der Jenaer Liederhandschrift“. Die Jenaer Liederhandschrift. Text und Notation, Geschichte und Überlieferungsumfeld. 3.-5. Oktober 2007 in Jena.

 

Weitere Aktivitäten (in Auswahl)

2025. Interview für die Sendung „Der Sound of Berlin und Brandenburg“ (RBB, ausgestrahlt am 9. Juni 2025).

2022. Betreuung des 8. Alfried Krupp-Sommerkurs für Handschriftenkultur am Handschriftenzentrum Leipzig „Handschriften des Mittelalters verstehen lernen“ und Vortrag zur Bedeutung von Schreibsprachen in der Handschriftenbestimmung, 4. Bis 10. September 2022.

2022. Übersetzungen mittelniederdeutscher Hansequellen für Ausstellungszwecke im Europäischen Hansemuseum Lübeck.

2021. Teilnahme am Digitalen Crowd-Sourcing-Projekt „Faithful Transcriptions“ (Staatsbibliothek zu Berlin, Universitätsbibliothek Leipzig). Transkription eines nd. Stundenbuchs (SBB-PK, Mgf 76).

2019-21. Konzeption & Mitarbeit Lit4School deutsch.

2020. Podcast: „Digitaler Doppeldecker“, in: Trafohaus Lehre.

2020. Konzeption & Organisation der interdisziplinären Veranstaltungsreihe #PerspektivenDurchDenken. Leipziger Wissenschaftsdialoge (Universität Leipzig).

2016. Organisation und Moderation des 7. Forum Sprachvariation / 5. Nachwuchskolloquium des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung. Leipzig.

2016. Organisation (zus. mit H.U. Schmid und Sabrina Ulbrich) der Jahrestagung der Gesellschaft für germanistische Sprachgeschichte „Wörter. Wortbildung, Lexikologie und Lexikographie, Etymologie“. 22.-24. September 2016, Leipzig.

2009. Organisation (zus. mit H.U. Schmid und Corinna Hoffmann) der 1. Jahrestagung der Gesellschaft für Germanistische Sprachgeschichte „Perspektiven der germanistischen Sprachgeschichtsforschung“. Sächsische Akademie der Wissenschaften Leipzig.

2009. Übersetzung des Lextra. Sprachkurs Plus: Niederländisch. Europäischer Referenzrahmen: A2: Selbstlernbuch. Berlin.

2006. Organisation (zus. mit H.U. Schmid und Corinna Hoffmann) der Tagung „Ostmitteldeutsche Schreibsprachen im Spätmittelalter“.